Zeitz – eine Stadt sucht ihre Zukunft Wie junge Zeitzer ihre Stadt lebenswerter machen

In Zeitz gibt es zwar ein paar Angebote für junge Menschen. Aber gerade für ältere Jugendliche sind sie eher rar. Ein Problem, besonders wenn es um das Thema Abwanderung geht. Einige junge Zeitzer wollen das ändern und starten deshalb eigene Projekte.

Blick über die Schulter einer Band, die auf der Bühne steht
Die Konzerte beim Septemberluft-Festival fanden im Haus der Jugend statt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Rund 3.600 Kinder und Jugendliche leben in Zeitz. Ein wichtiger Treffpunkt für sie ist schon sehr lange das Haus der Jugend. 1915 schenkte es ein Kinderwagenfabrikant der Stadt. Und mit rund 78.000 Euro fließt ein großer Teil des städtischen Jugendetats in die Begegnungsstätte für verschiedene Altersgruppen.

Mit Angeboten für ältere Jugendliche tut sich die Stadt nicht ganz so leicht. Das ist vor allem dann ein großes Problem, wenn es um das Thema Abwanderung geht. Denn gerade ältere Jugendliche gehen häufig zur Ausbildung weg. Und wenn Anreize fehlen, später wieder zurückzukommen, bleiben sie auch weg.

Möglichkeit zur Selbstverwirklichung

MDR SACHSEN-ANHALT hat junge Zeitzer getroffen, die deshalb selbst etwas in der Stadt auf die Beine stellen wollen: politisch und musikalisch, wie Tom Düringer und Phil Holstein von der Band Meilenläufer. Eine Liedzeile der Band lautet "Sachen packen und gehen". Und tatsächlich haben das beide jungen Männern auch bereits getan. Sie kommen aus Zeitz, waren zwischenzeitlich weg. Aber sie sind zurückgekommen.

Die Stadt mache unter anderem attraktiv, so Tom Düringer, dass man sich mit ein bisschen Engagement sehr gut selbst verwirklichen könne. Sein Fazit:

Zwei junge Männer sitzen in einem VW-Bus
Tom Düringer (l.) und Phil Holstein von der Band "Meilenläufer" Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ich liebe Zeitz, tatsächlich. Ich habe lange gebraucht, mir das einzugestehen, aber es ist so.

Tom Düringer, Bandmitglied "Meilenläufer"

Bandkollege Phil Holstein ergänzt: "Es wohnt mittlerweile so eine große Gruppe an Leuten hier, die wirklich etwas bewegen wollen. Die versuchen, an einem Strang zu ziehen und aus dieser Stadt einen schönen bunten Ort zum Leben zu machen."

Ein altes, leerstehendes Gebäude
Das Kulturcafé Muckefuck wurde vor zehn Jahren geschlossen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

So erwecken die Bandmitglieder von Meilenläufer beispielsweise zehn Jahre nach seiner Schließung das ehemalige Kulturcafé Muckefuck wieder zum Leben. Vor zwanzig Jahren eröffnet, war das Muckefuck eine Kultureinrichtung für Jugendliche. Holstein sagte: "Es ging da hauptsächlich um Konzerte und einfach einen alternativen Freiraum für die Jugendlichen. Wir sind alle zur Schule gegangen und wollten in unserer Freizeit ein bisschen Musik machen, rumhängen und nicht den Tag sinnlos auf der Straße verbringen. Irgendwann hieß es, wir müssen aus dem Proberaum raus, denn das Café macht dicht."

Selbst anpacken statt abwarten

Im August planen sie anlässlich des 20-jährigen Jubiläums eine Veranstaltung in dem Café. Aber nicht aus Nostalgie-Gründen, wie Holstein weiter erklärt. "Wir wollen vielmehr zeigen, was es hier mal gab in Zeitz, was wirklich aktiv funktioniert hat und was ein super Anlaufpunkt war. Es ist also in dieser Stadt möglich."

Das wäre nicht die erste Veranstaltung, die die jungen Männer stemmen. Bereits im vergangenen Jahr haben sie das Septemberluft-Festival in Zeitz veranstaltet, im Skate-Park und im Haus der Jugend. 600 Besucher haben sie gezählt. Diesen Mai wollen sie den Goethepark, der Stadtgarten von Zeitz, der ein wenig verrufen ist, bereits zum zweiten Mal beleben – unter anderem mit einem Fahrradkino, Live-Acts und Kinderbespaßung, wie Holstein erzählt.

Wir können hier in der Stadt wirklich was machen. Das ist der Knackpunkt, zu sagen, wir warten nicht, dass jemand irgendetwas macht, sondern wir machen einfach selber mit.

Phil Holstein, Bandmitglied "Meilenläufer"

Das wolle man auch anderen mit auf den Weg geben.

Stadt sollte auf Jugend zugehen

Eine, die sich ebenso für die Belange der Jugend in der Stadt einsetzt, aber auf politischer Ebene, ist Tina Schindler. Die 23-Jährige wünscht sich, dass die Stadt mehr auf Jugendliche zugeht und nachfragt, welche Angebote sie überhaupt bräuchten. "Wenn die alten Herren darüber diskutieren, kommt natürlich nicht das dabei raus, was die Jugend sich wirklich wünscht. In der heutigen Zeit, wo es Facebook gibt und überhaupt das Internet gibt, ist es ein Leichtes, so eine Umfrage zu machen.

Auch Schindler will nicht nur abwarten. Um für die nachfolgenden jugendlichen Generationen mehr bewegen zu können, ist sie Mitglied in der neugegründeten Wählergruppe "Zeitz 21", die erstmal zur Kommunalwahl im Mai mit antritt. Schindler: "Der Jüngste bei uns ist 19, der Älteste 36. Alles junge Menschen und die wissen natürlich, was die Jugend in Zeitz braucht."

Überblick So wollen Sachsen-Anhalts Parteien die Abwanderung junger Menschen stoppen

Ende Mai stehen in Sachsen-Anhalt Kommunalwahlen an, 15 Parteien stehen zur Wahl. MDR SACHSEN-ANHALT hat alle gefragt, was sie gegen die Abwanderung junger Menschen unternehmen wollen. Die Antworten in der Übersicht.

CDU Logo
CDU Sachsen-Anhalt
Dem kann vor allem durch attraktive Arbeitsplätze in der Region und gute Wohn- und Lebensbedingungen vor Ort begegnet werden. Auch Jugendliche wollen, dass ihre kleinen Orte gut mit dem ÖPNV und Auto erreichbar sind. Sie erwarten auch ein flächendeckendes Glasfasernetz. Jungen Menschen kommt es zudem auf Freizeitangebote z.B. im sportlichen Bereich an. Hier wird das Land die Kommunen auch weiter mit der Förderung von Sportstätten unterstützen.
Bildrechte: CDU Sachsen-Anhalt
CDU Logo
CDU Sachsen-Anhalt
Dem kann vor allem durch attraktive Arbeitsplätze in der Region und gute Wohn- und Lebensbedingungen vor Ort begegnet werden. Auch Jugendliche wollen, dass ihre kleinen Orte gut mit dem ÖPNV und Auto erreichbar sind. Sie erwarten auch ein flächendeckendes Glasfasernetz. Jungen Menschen kommt es zudem auf Freizeitangebote z.B. im sportlichen Bereich an. Hier wird das Land die Kommunen auch weiter mit der Förderung von Sportstätten unterstützen.
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Das Logo der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD)
AfD Sachsen-Anhalt
Um Jugendliche dauerhaft in der Region zu halten, sind gutbezahlte und sichere Anstellungen unverzichtbar. Da gerade der ländliche Bereich von kleinen und mittelständischen Betrieben geprägt ist und auch hier oftmals ein Mangel an Auszubildenden herrscht, ist eine regionale Berufsorientierung unverzichtbar. Die AfD setzt sich für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Schulen und ortsansässigen Betrieben ein, um Jugendliche bereits früh mit den beruflichen Möglichkeiten in ihrer Region vertraut zu machen. Durch Schnupperpraktika und Betriebsbesichtigungen erhalten unsere Schüler einen lebensnahen Einblick in die Arbeitswelt.

Außerdem wird durch diese Maßnahmen der Kontakt zwischen einheimischen Betrieben und den Arbeitskräften von morgen hergestellt. Ferner ist auch auf Mobilität und ein bedarfsgerechtes Angebot zu achten. Der Vorteil im urbanen Bereich liegt in schnellerer Verfügbar- und Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen und kulturellen Angeboten. Deshalb ist auch im ländlichen Bereich eine höhere Flexibilität des Nahverkehrs anzustreben (z. B. durch Ruf-Busse). Anlauf- und Treffpunkte haben für Jugendliche und Heranwachsende eine herausragende Bedeutung. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, müssen unter anderem Räumlichkeiten innerhalb von Gemeindezentren geschaffen bzw. zur Verfügung gestellt werden.
Bildrechte: dpa
Logo "DIE LINKE Sachsen-Anhalt"
Die Linke Sachsen-Anhalt
Für junge Menschen sind kurze Wege zu Freunden, zu Freizeitangeboten, zu Schule oder Ausbildung wichtig. Sie wollen sich auch unabhängig von Schul- oder Ausbildungsort verwirklichen. Ein Schülerticket, mit dem junge Menschen überall im Land mit allen Verkehrsmitteln befördert werden können, unterstützt eine elternunabhängige Mobilität. Jugendliche bleiben hier, wenn sie sich ernst genommen fühlen, wenn sie mitentscheiden können (bei Wahlen aber auch auf anderen Ebenen), wenn sie eine berufliche Perspektive haben und gute Lebensbedingungen vor Ort. Dazu gehören neben einer gut ausgebauten Infrastruktur (Busse, Bahnen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte etc.) auch schnelles und überall verfügbares Internet mit offenen WLAN-Hotspots, Jugendclubs und Freizeiteinrichtungen (z. B. für Sport oder gemeinsame Aktivitäten). Hier und in Jugendverbänden können junge Menschen teilhaben und mitbestimmen. Daher ist Jugendverbandsarbeit ein wichtiger Identifikations- und Haltefaktor für viele Heranwachsende im Land und demokratisches Lernfeld. Jugendverbände müssen deswegen gefördert und in demokratischen Entscheidungsprozessen gehört werden.

Generell werden junge Menschen oft bei Entscheidungen auch ihrer eigenen Belange gar nicht einbezogen oder gefragt. Das muss sich ändern. Wer junge Menschen im Land halten will, muss ihre Interessen berücksichtigen, im Gemeinderat, im Jugendhilfeausschuss, im Kreistag. Dazu muss auch die Politik einen Schritt auf junge Menschen zugehen, Parteistrukturen ändern, offen für neue und ungewöhnliche Ideen sein. Wir setzen uns deshalb dafür ein, die Teilnahme an Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden ebenso wie das aktive Wählen zu den Landtagswahlen bereits im Alter von 14 Jahren zu ermöglichen.
Bildrechte: DIE LINKE Sachsen-Anhalt
Ein Delegierter stimmt auf dem Landesparteitag mit einer Delegiertenkarte an.
SPD Sachsen-Anhalt
Bei der heutigen Arbeitsmarktsituation und dem Fachkräftebedarf von Industrie und Handwerk gibt es in Sachsen-Anhalt gute Chancen für junge Menschen, hier ihr Leben zu gestalten. Immer noch gibt es aber ein deutliches Gehaltsgefälle zu den westlichen Bundesländern. Hier sind insbesondere die Unternehmen gefragt: Wer die Fachkräfte von morgen im Land halten will, muss gute Arbeit bieten und dafür auch gutes Geld zahlen. Wir arbeiten im Land an mehreren Vorhaben, die zur Lebensqualität und zu den Zukunftschancen junger Menschen beitragen:

- Mit der Einführung eines Azubitickets wollen wir dazu beitragen, berufliche Bildung attraktiver zu machen.
- Wir unterstützen die Pläne im Bund, eine Mindestausbildungsvergütung einzuführen und Dumping-Vergütungen abzuschaffen. Gleichzeitig gibt es immer noch Ausbildungen, für die sogar Schulgeld gezahlt werden muss. Davon wollen wir wegkommen. Für die Altenpflege haben wir das Schulgeld bereits abgeschafft. Das nächste Ziel ist es, auch die Ausbildung für Erzieherinnen, Erzieher und Gesundheitsberufe kostenfrei zu gestalten. Mit der Einführung einer Meisterprämie in diesem Jahr erleichtern wir auch die Weiterqualifizierung.
- Nicht zu verwechseln mit der Meisterprämie: die Meistergründungsprämie, die wir bereits mit großen Erfolg eingeführt haben. Damit und mit anderen Maßnahmen der Existenzgründung wollen wir ein attraktives Klima für junge Leute schaffen, die mit einem Start-up auf den Markt kommen oder auch eine eingeführte Firma übernehmen wollen.  
- Zu den wichtigsten Vorhaben gehören auch ein beschleunigter Gigabit-Ausbau und eine flächendeckende Mobilfunkversorgung.
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Logo der Partei Bündnis 90/Die Grünen
Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt
Mit Räumen zur Selbstgestaltung, wie bspw. Kinder- und Jugendparlamente, können sich Kinder und Jugendliche identifizieren und somit an ihre Umgebung binden. Auch junge Menschen sollen immer dann am Entscheidungsprozess beteiligt werden, wenn sie unmittelbar betroffen sind. In Zeiten immer knapperer kommunaler Haushalte sind Jugendhilfe- und Freizeitangebote unerlässlich und müssen als Pflichtaufgaben betrachtet werden. Attraktive Ausbildungsplätze und die Möglichkeit zu einem dualen Studium halten junge Menschen in der Region.

Die Einbindung Heranwachsender in unsere Gesellschaft und die Gemeinschaft vor Ort ist die Chance, sie in ihrer Heimat zu halten. Wichtig ist weiterhin, dass sich junge Menschen gerade auch in den ländlichen Räumen bewegen können. Dafür sind gut ausgebaute Radwege und ein preisgünstiger und eng getakteter ÖPNV unerlässlich.
Bildrechte: Bündnis 90/Die Grünen
Logo der FDP
FDP Sachsen-Anhalt
Die Landflucht, gerader junger Menschen, gefährdet die Funktionsfähigkeit der ländlichen Regionen. Das macht sich in Leerstand und Verfall klar bemerkbar. Um solche Regionen für Menschen im Allgemeinen attraktiver zu machen, genügen nicht nur renovierte Dorfplätze oder neue Straßen. Es benötigt einen guten ÖPNV, der vielleicht nicht nur 2-mal am Tag fährt oder mit dem ich den nächsten Zug knapp verpasse. Auch hier müssen die Verkehrsstrukturen verzahnt werden. Das schafft Mobilität.

Zudem muss die öffentliche Daseinsvorsorge sichergestellt sein. Sprich, die ärztliche Versorgung und ein flächendeckendes Netz aus Pflegeeinrichtungen in ländlichen Gebieten. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist ein weiterer, wenn nicht sogar für viele der wichtigste Baustein zur Verhinderung von Landflucht. Unternehmen können dadurch Standorte im ländlichen Raum behalten oder neu eröffnen, Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen können verstärkt die Option "Homeoffice" nutzen, digitale Freelancer können verstärkt außerhalb der Metropolen arbeiten. Das bedeutet, das gerade die Veränderung der Arbeitswelt als Chance für den ländlichen Raum begriffen werden muss.
Wir brauchen möglichst gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen städtischen und ländlichen Regionen.
Bildrechte: FDP Sachsen-Anhalt
Logo der Freien Wähler
Freie Wähler Sachsen-Anhalt
- Kleinere Städte und Dörfer familienfreundlich gestalten
- Freiräume für Kinder schaffen: Kita, Schule, Einkauf vor Ort
- Funktionierender ÖPNV mit individueller Anpassung an die Bedürfnisse der Bewohner
- Förderung von innovativem Wohnraum ohne Vorgaben und staatliche Zuschüsse nur noch im ländlichen Raum und nicht in Ballungsgebieten, so können auch diese entlastet werden
- Förderung von Vereinen, Sportgruppen, Traditionsgruppen - neue Möglichkeiten suchen und schaffen
Bildrechte: Freie Wähler Sachsen-Anhalt
Logo der NPD
NPD in Sachsen-Anhalt
Diese Frage stand bereits vor zwanzig Jahren im Raum und wurde von den regierenden Politikern auf kommunaler wie Landesebene rege diskutiert, jedoch nicht ansatzweise gelöst. Nachdem der "demographische Wandel" die Zahl der Geburten halbiert hat, haben einheimische Jugendliche wieder gute Chancen, eine Lehrstelle zu erhalten und auch anschließend einen Arbeitsplatz zu finden. Es ist in erster Linie eine Frage der Bezahlung, die oft noch geringer als in den westlichen Bundesländern ist, ob eine weitere Abwanderung stattfindet. Wer über genügend Geld verfügt, weiß sich in der Regel auch zu beschäftigen.
Bildrechte: NPD-Landesverband Sachsen
Tierschutzpartei
Tierschutzpartei in Sachsen-Anhalt
Schnelles Internet, Breitbandausbau, gute Infrastruktur, gute Kinderbetreuung und die Schule im Dorf belassen bzw. gute Anbindungsmöglichkeiten.
Bildrechte: Tierschutzpartei
Logo der Tierschutzallianz
Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz in Sachsen-Anhalt
Die Attraktivität von Dörfern und Kleinstädten muss gezielt und in Kooperation mit Händler*innen, Hotels, soweit vorhanden und den Ehrenamtlichen in den Vereinen verbessert werden. Wichtig ist die verkehrstechnische Anbindung, der Erhalt von wichtigen Versorgern (Post, Eiukaufsmöglichkeit, Sparkasse, medizinische Versorgung etc.). Im Außenbereich können Gemeinden durch günstiges Bauland und möglicherweise attraktive Freizeitmöglichkeiten mit Wald, See, Natur punkten.  Tourismus bedeutet Weltoffenheit, Gastfreundschaft, neue Impulse. In einer Zeit mit Brandherden an vielen Orten der Welt sollten gerade unsere kleinen Kommunen Oasen sein, in denen sich Mensch und Tier wohl und sicher fühlen.
Bildrechte: Tierschutzallianz
die PARTEI-Logo
Die Partei in Sachsen-Anhalt
1. Schwarzfahren muss bezahlbar bleiben! Wir fordern das erschwingliche Schwarzfahren zum Nulltarif in allen Verkehrsgebieten im Land! Gerade in Zeitz, als Stadt der großen Armut, ist es unumgänglich, die Verkehrsanbindung zu verbessern, damit die hippe Zeitzer Jugend rasch in Großstädte wie Leipzig, Gera und Weißenfels kommt.

2. Ein anderer Aspekt der Problembekämpfung ist das allgemeine Recht auf Rausch. Wir fordern die sofortige Freigabe aller Drogen. Gerade in Zeitz bringt das nur Vorteile, denn schlimmer kann es ohnehin nicht mehr werden! Eine Kleinstadt, die Drogen legalisiert, zieht Touristen aus allen Bereichen an. Nicht umsonst nennt man Zeitz schon heute Little Amsterdam.
Bildrechte: Die PARTEI
Das Logo der Freien Bürger Mitteldeutschland
Freie Bürger Mitteldeutschland
Auch wenn die Lebensverhältnisse in Deutschland unterschiedlich ausgeprägt
sind, müssen entsprechend den verfassungsmäßigen Vorgaben allen Bürgern unabhängig von ihrem Wohnort faire Chancen auf echte Teilhabe ermöglicht werden. Im ländlichen Raum sind Gerechtigkeitsfragen mit einem Raumbezug verbunden, da es hierbei insbesondere um die Verfügbarkeit, Zugänglichkeit und Erreichbarkeit einschlägiger Infrastrukturen und Dienstleistungen geht. Eine funktionierende kommunale Infrastruktur ist als Garant für gesellschaftliche Teilhabe und weitergehend auch für das Wohlbefinden und die Gesundheit aller
Generationen anzusehen. Wenn wohnortnahe Schulstandorte und
Kindertagesbetreuungsmöglichkeiten vorhanden sind, sich Einkaufsmöglichkeiten
in angemessener Nähe zum Wohnort befinden sowie ausreichende
Erholungsmöglichkeiten bestehen, können auch junge Menschen und Familien hiervon profitieren. Diese Ziele erfordern aber gerade auch in Bezug auf junge Generation eine dauerhafte Steigerung/Verstetigung der öffentlichen Bildungsausgaben, der
öffentlichen Infrastrukturausgaben und der öffentlichen Ausgaben für den
Wohnungsbau.
Bildrechte: Freie Bürger Mitteldeutschland - Die Regionalen
Logo Piratenpartei
Piratenpartei in Sachsen-Anhalt
Jugend ist auf der Suche und muss in die Welt um nicht der Engstirnigkeit der hiesigen Politik auf den Leim zu gehen. Gestaltet man die Dörfer vor allem ab dem 12 Lebensjahr mit "selbstorganisierten, wissensbasierten" Jugendklubs und einer gelebten Beteiligung der Jugend an demokratischen Entscheidungsprozessen, so würde die Frustration und die Ablehnung der eigenen Heimat eventuell gemildert. Hass abgebaut und den Bauernfängern der Wind aus den Segeln genommen. WLAN und Freifunk an jeder Kreuzung. Kreativzentren, Räume der Entfaltung -> Start-ups Bildung, Bildung, Bildung. Doch selbst dafür ist die Landesregierung unfähig. Siehe Schulgesetz, Oberstufenverordung und "Schulverbünde". Die Politik hat gar kein Interesse den ländlichen Raum zu erhalten.
Bildrechte: Piratenpartei
Logo von "Statt Partei - Die Unabhängigen"
Statt Partei in Sachsen-Anhalt
Die Bindung von jungen Menschen geht nur über deren Ausbildung und Einbindung in die Arbeits- und Lebensprozesse bis hin zu den politischen Gremien. Wir müssen als Städte und Gemeinden in den Gremien die Rahmenbedingungen für eine gute Kinderbetreuung schaffen, für gute ärztliche Versorgung und Schulen, wir müssen die Sportvereine, Musikvereine, freiwillige Feuerwehren und andere Ehrenämter fördern. Wir müssen flexible Mobilitätskonzepte mit den Trägern des ÖPNV finden. Dann haben wir im Zusammenspiel mit den vorhandenen Möglichkeiten des Arbeitsmarktes eine gute Basis um den Trend nicht nur zu stoppen, sondern auch umzukehren.
Bildrechte: Statt Partei
Logo Gartenpartei
Magdeburger Gartenpartei in Sachsen-Anhalt
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Bildrechte: Gartenpartei Sachsen-Anhalt
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Antworten auf drängende Fragen Im Reportage-Projekt "Zeitz – eine Stadt sucht ihre Zukunft" hat MDR SACHSEN-ANHALT mit vielen Bürgern gesprochen. Jede der fünf Folgen der TV-Serie beschäftigt sich mit einem kommunalpolitischen Schwerpunkt-Thema: Straßenausbaugebühren, Braunkohleausstieg, Leerstand in den Innenstädten, Abwanderung und leere Stadtkassen.

Diese Probleme sind überall im Land wichtig. Doch welche Ideen und Lösungsvorschläge haben die Parteien, die jetzt landesweit in den Wahlkampf ziehen? MDR SACHSEN-ANHALT hat alle 15 zugelassenen Parteien dazu befragt. Bis Freitag veröffentlichen wir täglich im Anschluss an unsere Zeitz-Reportage auf der Online-Seite die Antworten der Parteien auf unsere Frage. Wir schaffen Transparenz und die Nutzer bekommen einen Gesamtüberblick über fünf drängende Probleme. So können sie die Parteien-Positionen in Ruhe miteinander vergleichen und sich vor der Wahl ihr eigenes Urteil bilden.

Zeitz - Eine Stadt sucht ihre Zukunft - Sendereihe
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 05. April 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. April 2019, 21:02 Uhr

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2 Kommentare

06.04.2019 13:53 Heiko 2

Teil 2
Wenn man von Ausgeht das bei der Zentralisierung in die Städte insgesamt (nicht nur Katasteramt auch Polizei, Landesverwaltungsamt Geologieamt das aus Staßfurt verschwindet und und und) 4000 (und das das ist eine untere Schätzung) Haushalte sozusagen verschoben wurden in die großen Städte (die meisten haben Partner und Kinder) so ist sagen wir mal pro Jahr 4000 mal die Kaufkraft von 25000 Euro vom Land in die Stadt gewandert! Das sind 100 Millionen Euro pro Jahr in 10 Jahren 1 Mrd Euro! Also Bitte! Man soll dann doch ehrlich sein!
Da würde ich mir wünschen, das auch die Massenmedien mal Kritischer sind!
Ich wünsche Zeitz eine gute Zuknunft trotz dieser Landesregierung!

06.04.2019 13:49 Heiko 1

Ich kann es voll verstehen, das Zeitz um die Zukunft kämpft! Was ich nicht verstehen kann, ist die Landesregierung! Die alles tut um Kaufkraft,
Menschen und Zukunft sozusagen vom Land in die großen Städte des Landes zu verschieben!
Eine einfache Rechnung Zeitz hatte ein Katasteramt wo ist das hin oder andere Behörden!
Teil 1