Vorbereitungen laufen Hohenmölsen baut sich eine Autobahnzufahrt

Hohenmölsen baut sich eine eigene Anbindung an die Autobahn 38 bei Lützen. Mit der Straße geht es von Hohenmölsen schneller nach Leipzig. Das soll der Region helfen, sich nach dem Braunkohleausstieg weiterzuentwickeln.

Ein weißes Hinweisschild für das Bauvorhaben Verbindungsstraße Hohenmölsen A38.
Das Hinweisschild ist schon da, die Verbindungsstraße soll 2021 fertig sein. Bildrechte: MDR/Charlotte Tennler

Viele Wege führen bekanntlich nach Rom – und viele Kreis- und Landstraßen nach Hohenmölsen im Burgenlandkreis. Aber eine schnelle Anbindung an die Autobahn 38 gibt es noch nicht. Das soll sich jetzt ändern: Die Stadt baut gemeinsam mit dem Bergbauunternehmen Mibrag einen Autobahnzubringer.

Die 6,5 Kilometer lange Straße kostet 27 Millionen Euro. Finanziert wird das Bauprojekt von der Mibrag und vor allem durch Fördergelder: das Land steuert 20 Millionen Euro bei.

Bauvorbereitungen laufen

Die ersten Arbeiten für die Anbindung haben schon begonnen. Kurz hinter Hohenmölsen, neben einer Kleingartenanlage, soll die Verbindungsstraße zur A38 beginnen. In einem kleinen Wald wurde dafür bereits eine Schneise geschlagen. Weitere Rodungsarbeiten sind im vollen Gange.

Das freut Hohenmölsens Bürgermeister Andy Haugk, denn die Idee für den Autobahnzubringer gibt es schon seit langem. Wenn die Verbindungsstraße von Hohenmölsen nach Lützen Ende 2021 fertig ist, sei man in 35 Minuten in Leipzig, so Haugk. Jetzt dauere es noch zehn Minuten länger.

Anbindung wichtig wegen Strukturwandels

Der Bürgermeister verspricht sich einiges von der Straße. Sie sei vor allem mit Blick auf den Strukturwandel wichtig, der der Region nach dem Ausstieg aus der Braunkohle bevorsteht, sagt Haugk. Daher seien die Millionen an Geldern und der Einschnitt in die Natur zu vertreten. Ohne die Verbindungsstraße könne sich die Region nach dem Wandel nicht weiterentwickeln. 

Die Straße soll außerdem durch die schnellere Anbindung an Leipzig mehr Menschen aus der Großstadt nach Hohenmölsen locken. Denn dort sei der Wohnraum noch günstig, sagt Haugk.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 21. Januar 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2019, 18:17 Uhr

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