Hotel und Häuser geplant JVA Naumburg wird abgerissen

17.000 Quadratmeter direkt an der Naumburger Innenstadt: Die ehemalige Justizvollzugsanstalt stand sechseinhalb Jahre leer, jetzt soll das Gelände verkauft, abgerissen und neu bebaut werden. Auf dem Gelände sollen ein Hotel, eine Galerie, eine Vinothek und Mehrfamilienhäuser entstehen. Im Sommer können Interessierte das Gelände und die Gebäude noch einmal besichtigen.

Die ehemalige Justitzvollzugsanstalt Naumburg
Jahrelang standen die Gebäude der ehemaligen Justitzvollzugsanstalt in Naumburg leer. Bildrechte: dpa

Die ehemalige Justizvollzugsanstalt in Naumburg ist verkauft worden, Anfang der Woche wurde der Vertrag unterzeichnet. Das sagte einer der Investoren, Uwe Binas, MDR SACHSEN-ANHALT. "Das ist eine schöne Ecke, eine schöne Lage in Naumburg und die wollen wir jetzt beplanen und bebauen."

Sechseinhalb Jahre stand die ehemalige JVA leer. 2012 wurden alle Insassen nach Burg verlegt und seitdem gab es Gespräche mit Investoren wegen des 17.000 Quadratmeter großen Geländes am Salztor. Jetzt sind auf dem Gelände ein Hotel, eine Galerie, eine Vinothek und Mehrfamilienhäuser geplant, so der Freyburger Unternehmer Binas.

Pläne für die ehemalige Justizvollzugsanstalt Naumburg Hotel, Galerie und Mehrfamilienhäuser

Die ehemalige Justitzvollzugsanstalt Naumburg, 2015
Die ehemalige Justizvollzugsanstalt in Naumburg ist verkauft worden. Am Montag, den 11. März, ist der Vertrag unterzeichnet worden. Bildrechte: dpa
Die ehemalige Justitzvollzugsanstalt Naumburg, 2015
Die ehemalige Justizvollzugsanstalt in Naumburg ist verkauft worden. Am Montag, den 11. März, ist der Vertrag unterzeichnet worden. Bildrechte: dpa
Die ehemalige Justitzvollzugsanstalt Naumburg, 2015
Auf dem Gelände direkt an der Naumburger Innenstadt sollen in Zukunft ein Hotel, eine Galerie, eine Vinothek und Mehrfamilienhäuser entstehen. Das sagte einer der Investoren, Uwe Binas, MDR SACHSEN-ANHALT. Bildrechte: dpa
Die ehemalige Justitzvollzugsanstalt Naumburg
Binas hat das 17.000 Quadratmeter große Gelände vom Land Sachsen-Anhalt erworben und will nun gemeinsam mit der Stadt Pläne dafür entwickeln. Bildrechte: dpa
Das einstige Königlich-Preußische Schwurgericht in Naumburg, 2015
Das denkmalgeschützte Schwurgerichtsgebäude wird erhalten bleiben, der Gefängnistrakt soll Ende des Jahres abgerissen werden. Bildrechte: dpa
Das einstige Königlich-Preußische Schwurgericht in Naumburg, 2015
Das einstige Königlich-Preußische Schwurgericht wurde zwischen 1855 und 1859 im Berliner Rundbogenstil nach Plänen von Reinhold Persius errichtet. Bis 2012 beherbergte das Gebäude die Verwaltung der JVA Naumburg. Vor dem Abriss sind im Sommer Tage der offenen Tür geplant, damit die Naumburger Gelegenheit haben, den ehemaligen Knast noch einmal zu begehen.

MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir
13.03.2019 | 12:00 Uhr
Quelle: MD,dpa/mp
Bildrechte: dpa
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Tage der offenen Tür im Sommer

Das Gefängnisareal, die Zellen und der Verwaltungstrakt sollen abgerissen werden. Das denkmalgeschützte Schwurgerichtsgebäude, das 1859 gebaut wurde, wird erhalten bleiben.

Schon im Februar hatte das Land Sachsen-Anhalt den Verkauf an die Investorengruppe Projektgesellschaft Mitteldeutschland (PGM) beschlossen. Das Naumburger Tageblatt berichtete darüber. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, so die Zeitung.

Gemeinsam mit der Stadt soll nun entwickelt werden, wie das Gelände zukünftig aussehen soll, sagte Binas MDR SACHSEN-ANHALT. "Wir müssen einen Plan erstellen – das dauert ein halbes, dreiviertel Jahr. Wir müssen an die Stadt herantreten, mit dem Ältestenrat und dem Gemeinderat der Stadt Naumburg die Bebauung klarmachen, wie es werden soll", so Uwe Binas. "Wir hoffen, dann im Oktober, November mit den Abrissarbeiten zu beginnen."

Und für den Sommer seien Tage der offenen Tür geplant, denn viele Naumburger hätten sich schon an ihn gewandt, mit der Bitte, das ehemalige Gefängnis begehen zu können, bevor es Geschichte ist, sagte der Unternehmer.

Quelle: MDR/mp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – das Radio wie wir | 13. März 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2019, 10:58 Uhr

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15 Kommentare

14.03.2019 16:31 Stefan (Der) 15

Oh je, da haben aber einige die Rosarote patriotische Brille auf. Ausländeranteil in deutschen Gefängnissen 2018: 27,9%. Im Gegensatz zum hier vorher geschriebenen sind die JVA's in Sachsen Anhalt nicht überfüllt. In anderen Bundesländern schon. Und da der Justizvollzug Ländersache ist, kann man da nicht einfach einen "Ländergefangenenausgleich" machen. Wie auch immer, in den letzten Jahren wurden viele alte Anstalten geschlossen. Eine neue Nutzung ist natürlich anzustreben, aber wer kann als Investor schon etwas mit einer alten JVA anfangen.

14.03.2019 13:58 Tommy 14

Wir leben in einem richtigen Idioten Staat!!!!Traurig......

14.03.2019 13:36 Tommy 13

Kümmert euch lieber um die ungebetenen Gäste!!!!Wäre gescheiter!!!!