Auf einer Edelstahlsäule steht der Name des Klinikums Burgenlandkreis geschrieben.
Vor rund zwei Wochen hatte das Klinikum Burgenlandkreis Insolvenz beantraht. (Archivbild) Bildrechte: MDR/André Plaul

Insolvenz am Burgenlandklinikum Petition zum Erhalt des Zeitzer Krankenhauses

Die Menschen in und um Zeitz kämpfen für den Erhalt ihres Krankenhauses. Vor zwei Wochen hatte das Klinikum Burgenlandkreis Insolvenz angemeldet. Noch ist unklar, wie es an den Standorten Zeitz und Naumburg weitergeht.

Auf einer Edelstahlsäule steht der Name des Klinikums Burgenlandkreis geschrieben.
Vor rund zwei Wochen hatte das Klinikum Burgenlandkreis Insolvenz beantraht. (Archivbild) Bildrechte: MDR/André Plaul

Tausende Menschen machen sich dafür stark, dass das Krankenhaus in Zeitz erhalten bleibt. Innerhalb einer Woche haben mehr als 5.000 Menschen im Internet eine entsprechende Petition unterschrieben. Hintergrund ist die Mitte September beantragte Insolvenz des Klinikums Burgenlandkreis. Zum Klinikum gehören die Krankenhäuser in Naumburg und Zeitz.

Einsparungen zugunsten des Naumburger Standortes

Initiator der Petition ist der Zeitzer Unternehmer Udo Lange. Er wird von einer Stadtratsfraktion bestehend aus FDP, Alternative Liberale Liste (ALL) und Freie Wählervereinigung Theißen (FWT) unterstützt. Sie befürchten, dass in Zeitz zugunsten der Klinik in Naumburg gespart werden soll.

Wir fordern die Geschäftsleitung und die Vertreter in den Aufsichtsgremien und hier insbesondere den Landrat Götz Ulrich dazu auf, alle Maßnahmen zu treffen, um eine gute klinische Versorgung am Standort Zeitz langfristig sicher zu stellen und zwar über die Grundversorgung hinaus.

Udo Lange, Petitions-Initiator

Angesichts der Auswirkungen des Kohleausstiegs wäre eine Degradierung des Zeitzer Krankenhauses "ein fatales Signal für die hier lebenden Menschen sowie für jeden potenziellen Investor und deren Beschäftigte".

Am Zeitzer Standort werden nach Unternehmensangaben jedes Jahr rund 12.000 Patienten stationär und rund 18.000 ambulant behandelt. Der Burgenlandkreis hat bereits angekündigt, alles zu tun, damit es in beiden Kliniken weiter geht. Landrat Götz Ulrich (CDU) sagte, es könne aber nicht mehr Geld geben.

Insolvenz in Eigenverwaltung

Das Klinikum Burgenlandkreis will seine wirtschaftlichen Schwierigkeiten in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung lösen. Es beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter. Deren Löhne und Gehälter sind während des Verfahrens für drei Monate gesichert. Die Insolvenz soll nach Angaben des Klinikums keine Auswirkungen auf den Patientenbetrieb haben.

Gemeinsam mit einer Beraterfirma und juristischen Experten will die Klinikums-Geschäftsleitung einen Sanierungsplan erarbeiten und umsetzen. Dabei geht es den Angaben zufolge vor allem darum, Strukturen neu zu ordnen und die Kosten an die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Die Restrukturierung soll in einem halben Jahr abgeschlossen sein.

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. Oktober 2019 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Oktober 2019, 14:54 Uhr

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