Eine versiegelte Tür
Hinter dieser Wohnungstür in der Weißenfelser Innenstadt kamen ein Mann und eine Frau ums Leben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Obduktionsergebnis Zwei Tote in Weißenfels: Ermittler gehen von Beziehungstat aus

Die am Dienstagabend in Weißenfels entdeckten Leichen sind inzwischen obduziert worden. Laut Staatsanwaltschaft deutet alles auf eine Beziehungstat hin. Der Mann und die Frau waren an mehreren Messerstichen gestorben.

Eine versiegelte Tür
Hinter dieser Wohnungstür in der Weißenfelser Innenstadt kamen ein Mann und eine Frau ums Leben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Vier Tage nach dem tödlichen Drama in Weißenfels gehen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Die am Dienstagabend in einer Wohnung entdeckten Leichen eines 33 Jahre alten Mannes und einer 37-jährigen Frau sind mittlerweile obduziert worden. Laut Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Neufang haben sich dabei keine Hinweise auf die Beteiligung eines Dritten ergeben. Die Beiden seien an mehreren Messerstichen gestorben. Als Tatwaffen fanden die Ermittler zwei Messer.

Auch wenn laut Neufang alles auf eine Beziehungstat hindeutet, müssen Kriminaltechniker noch Fingerabdrücke und gegebenenfalls DNA-Material auswerten. Die Ergebnisse der Spurensicherung würden Anfang nächster Woche erwartet. Außerdem sollen weitere Zeugen befragt werden.

Nachbarn bekamen das Drama mit

Vor einem mehrstöckigen Haus steht ein Polizeiauto
Das Haus in Weißenfels Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ein Nachbar hatte das Geschehen am Dienstag mitbekommen – er hatte auf seinem Balkon gestanden und Schreie gehört. Als zweiter Bewohner des Hauses kam er zum Tatort und sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Ich bin schnell hoch und da habe ich das schon gesehen. Ich habe die Leute aber durch das ganze Blut erst nicht richtig erkannt." Eine andere Nachbarin rief den Notarzt. Als dieser eintraf, war eines der Opfer bereits verstorben. Die andere Person verstarb kurz darauf am Tatort.

Die beiden Toten hatten laut Staatsanwaltschaft seit Längerem eine Beziehung. Demnach wohnten sie in einem Haus, jedoch in getrennten Wohnungen. Ob sie zuletzt noch ein Paar waren, ist nicht bekannt. Ein bei der Frau lebendes Kind befand sich offenbar zum Zeitpunkt der Tat nicht in der Wohnung.

Quelle: MDR/dpa/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 20. Juli 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2018, 13:59 Uhr

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8 Kommentare

22.07.2018 07:58 sag die Wahrheit 8

@ 4 : EX-THÜRINGERIN: hier hat jeder sauber argumentiert. SIE bringen hier zum ersten Mal den Begriff "migrantischer Hintergrund" mit rein und machen es den "Besorgten" zum Vorwurf.
Geht es noch bei IHNEN?

21.07.2018 22:05 Lügendetektor 7

@Corinna(3):
"Genau so eine Statistik, worauf sich Lügendetektor beruft, s o l l (!) es ja gerade nicht geben, obwohl jeder weiß, was Sache ist."

Aha. Was ist denn "Sache"? Und wer verschweigt denn die "Fakten"? Die Messerindustrie? Die Polizei, die mit der Messerindustrie unter einer Decke steckt? Die Illuminaten?

Lassen Sie mich raten: für Beziehungstaten in Weißenfels sind jetzt auch "die Ausländer", Merkel und die NWO verantwortlich?!

21.07.2018 19:48 Corinna 6

@4, Ex - Thüringerin:

Kein "Besorgter" hat hier in einer bestimmten Weise argumentiert, hier wurde sachlich dem Artikel, der gegebenen Information entsprechend gepostet.

Ich weiß beim besten Willen nicht, was Sie wollen? Es scheint mir lediglich nur so als wollen Sie die "Besorgten" anschwärzen.