Junge Mütter sitzen mit ihren Babys auf Bällen.
Die Geburtenstation Weißenfels nimmt ab sofort keine geplanten Entbindungen mehr an. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Keine geplanten Aufnahmen mehr Geburtenstation in Weißenfels schließt

Die Geburtenstation im Asklepios Klinikum in Weißenfels schließt Ende des Jahres. Bereits ab Freitag gibt es keine geplanten Aufnahmen mehr. Nur für Notfälle steht die Klinik noch zur Verfügung. Werdende Mütter müssen somit auf andere Kliniken ausweichen.

Junge Mütter sitzen mit ihren Babys auf Bällen.
Die Geburtenstation Weißenfels nimmt ab sofort keine geplanten Entbindungen mehr an. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Etwa 500 Kinder waren pro Jahr im Weißenfelser Klinikum geboren worden. Bis zum Jahresende werden nur noch wenige Kinder dazu kommen – und ab 2018 vorerst gar keine mehr. Denn die Geburtenstation im Asklepios Klinikum in Weißenfels schließt Ende des Jahres.

Eine geplante Entbindung wird die Klinik ab Freitag nicht mehr annehmen. Werdende Mütter müssen nun auf Kliniken in Naumburg, Zeitz oder Merseburg ausweichen. Für Notfälle steht die Geburtenstation allerdings noch zur Verfügung. Das bestätigte Geschäftsführer Christian Lorch MDR SACHSEN-ANHALT.

Hebammen hatten gekündigt

Die Geburtenstation schließt, nachdem sechs Hebammen gekündigt hatten. Der Klinik war es nicht gelungen, neues Personal zu finden. Die Hebammen waren in Weißenfels nicht festangestellt und mussten Krankenversicherung und Rentenversicherung komplett selbst zahlen. Die größte Befürchtung der Hebammen war, dass die Hebammenhaftpflichtversicherung noch teurer wird. Im Krankenhaus Merseburg haben sie eine Festanstellung bekommen.

Mehr zum Thema

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. Dezember 2017 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

1 Kommentar

15.12.2017 15:47 Julia Jacobi 1

Für die Mütter finde ich es zwar schade aber die Hebammen haben das einzig Richtige an dieser Stelle getan. Schön, dass sie jetzt in Merseburg eine Festanstellung haben. Kliniken mit privaten Betreibern muten ihren Mitarbeitern oftmals viel zu viel zu. Gut, dass sich endlich mal jemand dagegen wehrt.