Klimaschutz Fridays for Future und Gewerkschaft Verdi: Gemeinsam für besseren Nahverkehr in Halle

Gewerkschaftsmitarbeiter der Halleschen Verkehrs AG (HAVAG) und Fridays for Future machen gemeinsame Sache: In Halle haben sich beide Gruppen am Freitag in einer Aktion zusammen für einen starken Nahverkehr eingesetzt. Denn das unterstützt laut Fridays for Future den Klimaschutz.

Zwei Männer halten das Banner der ÖPNV-Aktion von den Gewerkschaftsmitarbeitern der HAVAG und Fridays for Future.
Mehr Klimaschutz und mehr Nahverkehr passen zusammen: In Halle haben HAVAG-Mitarbeiter und Klimaschützer von Fridays for Future eine gemeinsame Aktion gestartet. Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke

Am Freitag hat es auf dem Riebeckplatz in Halle eine gemeinsame Aktion von Gewerkschaftsmitarbeitern der Halleschen Verkehrs AG (HAVAG) und Klimaschützern von Fridays For Future gegeben. Sie setzen sich für einen besseren öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und eine bessere Bezahlung der Mitarbeiter ein.

Von der an der Aktion beteiligten Gewerkschaft Verdi hieß es, dass die Corona-Krise deutlich gemacht habe, dass die Beschäftigten im ÖPNV zu den Unverzichtbaren gehören. Während der Corona-Krise seien die Tarifverhandlungen für mehr Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen unterbrochen worden, nun sollten sie neu gestartet werden. Zudem müsse die Mitarbeiterzahl im öffentlichen Nahverkehr bis 2030 von nun 87.000 auf 100.000 steigen, teilte Verdi mit. Neue Mitarbeiter zu gewinnen, sei nur bei besseren Arbeitsbedingungen im ÖPNV möglich.

Mehr ÖPNV, weniger Autos

Gemeinsamer Stand von Fridays for Future und Verdi am Riebeckplatz Halle.
Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter im ÖPNV. Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke

Die Gruppe Fridays for Future arbeitet nach eigenen Angaben mit Verdi zusammen, da es ein gemeinsames Interesse gebe: klimafreundlichen Verkehr. Dafür ist aus Sicht von Fridays for Future eine Verkehrswende nötig: mehr ÖPNV, Fahrrad- und Fußverkehr – und weniger Autos. Daher unterstütze Fridays for Future die Gewerkschaftsmitarbeiter der HAVAG bei ihren Forderungen, erklärt Peter von Lampe von der "Fridays for Future"-Ortsgruppe Halle. Die Aktion am Freitag sei eine Auftaktveranstaltung der Zusammenarbeit.

Von Lampe sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass für Freitag, den 25. September, der nächste globale Klimastreik von Fridays for Future geplant sei.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 24. Juli 2020 | 12:30 Uhr

7 Kommentare

ralf meier vor 1 Wochen

Hallo emlo, ich kenne einige von diesen Schülern, ohne das ich deren Verhalten verallgemeinern möchte. Eine Frage an Sie. Was stört Sie daran, das ich Schülern, die sich für die Umwelt engagieren, einen Tip gebe, wo diese bei sich selbst anfangen können. Ich würde das auch nicht als whataboutism betrachten, sondern als ergänzenden Vorschlag. Sie wissen ja, mit der uUmwelt klapts am besten, wenn jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt.

schulze vor 1 Wochen

Die von Ihnen zitierte Angabe aus dem t-online Artikel ist grob falsch und war nie Teil der Studie, auf die sich t-online bezieht. Es wurde dort blindlings von der Nachrichtenagentur AFP abgeschrieben. Tatsächlich liegt der CO2-Ausstoß um ein Vielfaches niedriger, die ursprünglichen Autoren räumen einen Fehler um den Faktor 8 ein und relativieren einen weiteren Faktor 4-7 durch unterschiedliche methodische Ansätze, die alle wissenschaftlich fundiert sind. Wenn wir die Wahrheit „irgendwo dazwischen“ vermuten, reden wir von unter 1km mit dem Auto.

gez. ein Fridays-for-Future-Erwachsener

emlo vor 2 Wochen

Das ist wieder mal Whataboutismus vom Feinsten! Und außerdem bleiben Sie den Beweis schuldig, dass sich Jugendliche, die sich bei Fridays for Future engagieren, Ihre Zeit mit Videostreamen vertreiben. Also ein ganz billiger Versuch, das Engagement dieser jungen Leute zu diskreditieren! Außerdem könnten Sie ja mal mit gutem Beispiel vorangehen und hier keine Kommentare mehr posten. Was glauben Sie, was die ganze Technik, die dafür nötig ist, für eine Menge Strom verbraucht!

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