Das besetzte Haus in der Hafenstraße 7 in Halle
Die letzten Bewohner haben die Hafenstraße 7 verlassen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Besetztes Haus Halle: "HaSi"-Bewohner sind ausgezogen

Die letzten Bewohner des besetzten Hauses "HaSi" in Halle sind am Freitagabend ausgezogen. Das Gebäude ist an die Eigentümerin, die Hallesche Wohnungsgesellschaft (HWG), übergeben worden. Am Freitag war eine für Dienstag angesetzte Zwangsräumung abgesagt worden. Die Polizei wollte wegen rechtlicher Bedenken keine Amtshilfe leisten.

Das besetzte Haus in der Hafenstraße 7 in Halle
Die letzten Bewohner haben die Hafenstraße 7 verlassen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Besetzung des Hauses in der Hafenstraße 7 – "HaSi" – in Halle ist beendet. Am Freitagabend sind auch die letzten Besetzer aus der "HaSi" ausgezogen. Das sagte der Anwalt des "HaSi"-Betreibervereins Capuze, Volker Kadler, MDR SACHSEN-ANHALT. Das Gebäude sei um 17:30 Uhr an die Eigentümerin, die Hallesche Wohnungsgesellschaft (HWG), übergeben worden.

Kadler zufolge sind die Bewohner ausgezogen, weil sie in der "HaSi" keine Perspektive mehr für ihre Projekte gesehen hatten. Dem Gebäude seien Strom und Wasser abgestellt worden. Von Seiten der HWG sei kein weiteres Entgegenkommen zu erwarten gewesen.

Das Projekt wolle nun versuchen, sich am Galgenberg im Norden Halles anzusiedeln, so Kadler. In der "HaSi" habe es unter anderem ein Café gegeben, Spielräume für Kinder und kulturelle Veranstaltungen.

Gescheiterte Zwangsräumung

Zuletzt war ein zweiter vom Amtsgericht angesetzter Räumungstermin der "HaSi" am Freitag gescheitert. Die Polizei hatte aufgrund rechtlicher Bedenken die Amtshilfe verweigert. Die Begründung: Der Räumungstitel richtete sich nur gegen Mitglieder vom Verein Capuze. Im Haus befänden sich jedoch noch weitere Personen, die nicht zum Verein gehörten.

Eine erste, im November angesetzte Räumung des linken Hausprojekts "HaSi" war aus den gleichen Gründen nicht gelungen. Zu dem Termin hatten die Mitglieder von Capuze e.V. der HWG bereits die Schlüssel übergeben und waren ausgezogen.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. Dezember 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Dezember 2018, 10:22 Uhr

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7 Kommentare

16.12.2018 12:01 Emil 7

@Erna. Es kommt darauf an, mit wem der Versorger den Vertrag geschlossen hat. Haben Sie das als privater Vermieter getan und rechnen über die Betriebskosten mit dem Mieter ab, dann ist es überhaupt nicht einfach alles abzustellen.

15.12.2018 19:13 Maria 6

Ja lieber Hallodri sie haben mit allem den Nagel auf den Kopf getroffen.Die "HASI "haben schon widerrechtlich das Gelände am Galgenberg 2 ehemalige Stadtgärtnerei eingenommen-die Flagge ist auch schon auf dem Schornstein gehisst und die Bewohner wurden nicht informiert.
Eine Schande für den OB

15.12.2018 17:58 Hallodri 5

Die ``Mitteldeutsche Zeitung´´ berichtet da mal wieder detaillierter und zeigt auch die Unterstützer der Hausbesetzer im Hintergrund auf. Nun wird deutlich, dass bei den ganzen Vorgängen um ``Hasi´´ im Hintergrund die linken Wiegand-Schirrmeister-Seilschaften aktiv waren. Haushalten e.V. unter Schirrmeister bringt nach und nach mit Wiegands Rückendeckung immer mehr Gebäude in Halle unter seine Kontrolle, so war es auch bei der ``Goldenen Rose´´ oder dem ``Goldenen Pflug´´. Und diese werden dann dem eigenen linken Klientel zur Nutzung übergeben. Das macht diese natürlich von Haushalten e.V. abhängig und diese stehen im Ernstfall hinter Schirrmeister und Wiegand. Geschickter Schachzug! Schon das ist ein Grund demnächst nicht Wiegand zum OB und keinen seiner Unterstützer in den Stadtrat zu wählen.