Bauende für 2021 geplant Sachsen-Anhalts größtes Planetarium entsteht in Halle

In Halle wird seit Anfang 2019 ein neues Planetarium gebaut. Es soll das größte Planetarium in Sachsen-Anhalt werden. Die Besucher werden den Sternenhimmel sowohl virtuell als auch live beobachten können. Das alte Planetarium auf der Peißnitzinsel war mehrfach dem Hochwasser zum Opfer gefallen – und wurde schließlich 2018 abgerissen.

Baustelle am neuen Planetarium in Halle
Das neue Planetarium soll 2021 fertig sein. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner

Am Holzplatz in Halle entsteht Sachsen-Anhalts größtes Planetarium. Das sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand MDR SACHSEN-ANHALT am Montag auf der Baustelle. Der ehemalige Gasometer wird seit Januar 2019 ausgebaut. Wiegand zufolge soll dort eine Erlebnisstätte für alle Altersgruppen entstehen.

Virtueller und realer Blick in den Sternenhimmel

Als Besonderheit hob Planetariumsleiter Dirk Schlesier hervor, dass es sich nicht nur um ein Planetarium, sondern auch um eine Sternwarte handele. So werden die Besucher den Nachthimmel einerseits virtuell in der Sternkuppel sehen können. Oberhalb der Kuppel soll eine Terrasse entstehen, auf der die Besucher durch ein Teleskop in den realen Sternenhimmel blicken können.

Zudem plant die Stadt eine interaktive Ausstellung und ein Sternencafé. Außerdem soll es einen Hörsaal und einen Seminarraum, ein Produktionsstudio und eine Bibliothek geben. Wie der Planetariumsleiter Schlesier sagte, arbeite man bereits mit kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen der Stadt zusammen, darunter das Mitteldeutsches Multimediazentrum, die Leopoldina und das Fraunhofer Institut.

Neues Planetarium in Halle Ein Besuch auf der Baustelle

Baustelle am neuen Planetarium in Halle
Am Holzplatz in Halle wird ein neues Planetarium errichtet. Der ehemalige Gasometer wird dafür ausgebaut. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner
Baustelle am neuen Planetarium in Halle
Am Holzplatz in Halle wird ein neues Planetarium errichtet. Der ehemalige Gasometer wird dafür ausgebaut. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner
Baustelle am neuen Planetarium in Halle
Wo derzeit noch gebaut wird, soll einmal das größte Planetarium Sachsen-Anhalt entstehen. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner
Rohre liegen auf dem Boden
Die Bauarbeiten laufen seit Januar 2019. Nach Angaben der Stadt ist geplant, dass das Planetarium Ende 2021 fertiggestellt wird. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner
Modell des neuen Planetariums in Halle
In dem neuen Planetarium soll es einen zentralen Sternensaal geben, von wo aus die Besucher virtuell in den Sternenhimmel blicken können. Bildrechte: RKW Architektur + / Stadt Halle (Saale)
Modell des neuen Planetariums in Halle
Außerdem sind eine interaktive Ausstellung, ein Café, ein Hörsaal und Seminarraum, ein Produktionsstudio und eine Bibliothek geplant. Bildrechte: RKW Architektur + / Stadt Halle (Saale)
Gerüst in einem Gang
Der Bau eines neuen Planetariums war notwendig, da das alte Gebäude beim Hochwasser 2013 stark beschädigt wurde. Eine Sanierung war der Stadt zufolge nicht mehr möglich. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner
Planetarium in Halle steht unter Wasser, 2011.
Das alte Planetarium auf der Peißnitzinsel wurde mehrfach überschwemmt – wie hier 2011. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn
Luftbild vom Abriß des Raumflug-Planetariums auf der Peißnitzinsel in Halle, 2018
Daher wurde das Gebäude 2018 abgerissen.

Quelle: MDR/sp
Bildrechte: imago images / Steffen Schellhorn
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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10. August 2020 | 15:30 Uhr

Altes Planetarium wegen Hochwasser abgerissen

Der Neubau war notwendig, da das alte Planetarium auf der Peißnitzinsel mehrfach vom Hochwasser getroffen worden war, zuletzt 2013. Dabei wurde das Gebäude so stark beschädigt, dass eine Sanierung nicht möglich war. Die Stadt entschied sich daher für einen Standortwechsel.

Doch auch das neue Gebäude am Holzplatz befindet sich nahe der Saale. Wie das Planetarium vor Hochwasser geschützt ist, erklärt Christoph Mumm, der für die Firma "RKW Architektur + GmbH" die Bauarbeiten vor Ort überwacht: "Wir haben dreieinhalb, vier Meter mit Unterwasserbeton und neuen Botenplatten aufgeschüttet." Mit dem Aufbau sei ein sicherer Grund entstanden. Zudem habe man sich an Hochwasserberechnungen orientiert. "Das Erdgeschoss liegt oberhalb des theoretisch maximalen Hochwasserpegels, der für das 200-jährige Hochwasser ausgerechnet wurden", so Mumm.

Kosten trägt das Land

Die Baukosten in Höhe von 14,5 Millionen Euro werden aus Fluthilfemittel des Landes gezahlt. Der Bau des neuen Planetariums soll Oberbürgermeister Wiegand zufolge Ende 2021 fertig sein.

Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10. August 2020 | 15:30 Uhr

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