Tierische Geschichten Eine Flasche als Starthilfe für Zwergzebu Martin

Nachwuchsfreuden im Bergzoo Halle: Vor knapp drei Wochen ist dort ein Zwergzebu-Junges auf die Welt gekommen. Warum das Kleine einen eher holprigen Start hatte und wieso er als Kind von "Dalma" und "Red Bull" den Namen Martin trägt.

Ein junger Mann hält ein Zwergzebu-Junges im Arm. Eine Frau füttert das Tier mit einem Flässchen.
Die beiden Tierpfleger fütterten Martin mit dem Fläschchen, aber nur ein Mal. Bildrechte: Bergzoo Halle

Im Bergzoo Halle gibt es wieder süßen Nachwuchs. Dieses Mal bei den Zwergzebus, den kleinen Rindern mit dem Buckel auf den Schultern. Die Mutter des kleinen Zwergzebus ist Dalma. Sie ist weiß und hat viele kleine schwarze Punkte, wie ein Dalmatiner. Der Vater heißt Red Bull, denn der Bulle sieht rötlich aus. Herausgekommen ist aus dieser Mischung nach neun Monaten ein kleines weißes Zwergzebu mit rot-braunen Punkten.

Martin ließ sich Zeit

Zwei Zwergzebu-Junge mit ihrer Mutter
Martin mit seiner Mama Dalma bei seinem ersten Mal an der frischen Luft Bildrechte: MDR/Andreas Manke

Verglichen mit den Eltern Dalma und Red Bull trägt der drei Wochen alte Nachwuchs einen eher gewöhnlichen Namen. Denn der Kleine heißt Martin. Den Namen hat er gleich nach seiner Geburt von Tierpfleger Norman Hase bekommen. Hase sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er und seine Kollegin hätten eine Woche lang gewartet, dass das Tier endlich auf die Welt kommt. "Dann waren wir einen Tag nicht hier oben. Da war ein Kollege da und schwupps ist es zur Welt gekommen."

Der Kollege habe den beiden ein Foto geschickt. "Da der Kollege Martin heißt, hab ich gesagt, nennen wir das Junge jetzt so. Das war eigentlich nur ein Spaß von mir, aber wurde dann so in das Revierbuch übernommen. Jetzt heißt er halt Martin."

Martin wollte nicht trinken

Doch das kleine Zwergzebu Martin hatte keinen so leichten Start ins Leben. Anfangs wirkte er schmächtig, wie Tierpflegerin Luise Schreiter MDR SACHSEN-ANHALT erzählt. Und bei Mutter Dalma trinken wollte er auch nicht. Da musste sich Schreiter etwas einfallen lassen: "Wir haben mit unserer Tierärztin abgesprochen, dass er dann Milch bekommt, eine Flasche als Starthilfe. Als er festgestellt hat, da kommt was raus und das ist lecker, hat er auch selbstständig versucht zu trinken", erinnert sich die Tierpflegerin.

Diese Flasche habe Martin dann recht zügig verputzt. Und die Starthilfe scheint eine voller Erfolg gewesen zu sein: Als das Zergzebu-Junge anschließend wieder zu seiner Mutter gekommen sei, habe es schließlich auch das Euter gefunden und gleich bei ihr getrunken.

"Zum stattlichen Kerl entwickelt"

Und dann ging es Schreiter zufolge mit Martin bergauf. Diese Woche durfte er zum ersten Mal an die frische Luft, raus aus dem Stall. "Er hat gleich festgestellt, dass da ganz viel Platz ist und ist ganz viel rumgesprungen, wie ein kleines Pferdchen und hat Bocksprünge gemacht", so Schreiter.

Martin hat sich in den Augen seiner Pfleger in den letzten drei Wochen doch zu einem stattlichen Kerl entwickelt. Erste Muskeln sind ihm nun langsam gewachsen. Sonne und die Bewegung draußen werden den Rest tun, sind die Tierpfleger überzeugt.

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09. Februar 2019 | 08:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2019, 09:13 Uhr

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