Blick auf den neugestalteten Marktplatz von Weißenfels
Die Stadt Weißenfels hat ihre Bürger gebeten, die Bäume zu gießen. (Archivfoto) Bildrechte: Stadt Weißenfels/Katharina Vokoun

Trockenheit in Sachsen-Anhalt Halle und Weißenfels: Wasser für Bäume – und einen See

Wegen der Trockenheit haben die Städte Halle und Weißenfels ihre Bewohner gebeten, Bäume zu gießen. Die Dürre hat zudem eine Protestaktion zur Folge: Wasser soll in den Hufeisensee gekippt werden.

Blick auf den neugestalteten Marktplatz von Weißenfels
Die Stadt Weißenfels hat ihre Bürger gebeten, die Bäume zu gießen. (Archivfoto) Bildrechte: Stadt Weißenfels/Katharina Vokoun

Sachsen-Anhalt, Trockenland: Schon vor Wochen twitterte Ministerpräsident Reiner Haseloff ein Bild, dass ihn beim Gießen eines Baumes zeigte. Was damals lustig anmutete, hat einen ersten Hintergrund. Die anhaltende Trockenheit im Land belastet nicht nur die Menschen, sondern auch die Natur. Anhaltender Wassermangel kann dazu führen, dass Bäume nicht mehr fest stehen und gefällt werden müssen.

In Weißenfels etwa wurden deshalb in diesem Jahr bereits 44 Birken im Park der Freundschaft gefällt. Nun hat die Stadtverwaltung reagiert und die Bewohner gebeten, die Bäume in der Stadt zu gießen. In einer Mitteilung der Stadt heißt es, pro Tag sollten etwa zwei bis drei Eimer Wasser an den Stamm eines Baumes gegossen werden.

Die Kommune betreue Bäume auf einer Fläche von etwa 70 Hektar. Die Bäume in der Innenstadt würden mindestens einmal pro Monat gegossen, derzeit häufiger.

Wasser für die Bäume, …

Auch die Stadt Halle hat bereits an die Einwohner appelliert, den Bäumen zu helfen. Die Stadtwerke boten dafür extra Bewässerungssäcke zum Kauf an. Damit werden die Baumwurzeln über mehrere Stunden schonend befeuchtet, weil das Wasser tröpfchenweise durch kleine Löcher im unteren Bereich der Säcke an den Boden abgegeben wird.

… Wasser für den See

Umweltaktivisten planen derweil, am Sonnabend Wasser in den Hufeisensee am Rande von Halle zu kippen. Damit soll gegen die Sondergenehmigung der Stadt protestiert werden, die es dem benachbarten Golfplatz erlaubt Seewasser abzupumpen.

Schon seit Mitte Juli gibt es Streit um die Bewässerung des Golfplatzes. Die Stadtverwaltung hatte dem Betreiber genehmigt, bis Ende September weitere 61.000 Kubikmeter Wasser aus dem Hufeisensee für die Bewässerung seiner Anlage zu entnehmen. Normalerweise sind aber pro Jahr maximal 42.000 Kubikmeter erlaubt.

Die Umweltaktivisten fordern einen sofortigen Stopp der Wasserentnahme, da der Pegel des Hufeisensees angesichts der extremen Trockenheit weiter dramatisch sinkt.

Quelle: dpa, MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. August 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2019, 18:15 Uhr

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17 Kommentare

16.08.2019 15:45 Katharina 17

Ja und genau das ist eben das Problem in unserer Gesellschaft.....! Traurig alles

16.08.2019 08:47 Sylter 16

@15.08.2019 23:08 Katharina
Es wird niemand verantwortlich gemacht. Es ist eine Bitte.
Wer´s unsinnig findet kann es ja einfach lassen.

16.08.2019 08:32 Sylter 15

@15.08.2019 14:39 C.T.
"...dem Anschein nach....".
Wenigstens sind Sie ehrlich.

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