Quelle des Dauerpiepens gefunden Kein "Piep" mehr in der Großen Ulrichstraße in Halle

Es war einmal ein mysteriöser Piepton in der Großen Ulrichstraße rund um das Neue Theater. Zum Glück ist dieser nervende Ton nun nur noch Geschichte, denn die Ursache für das wochenlange Dauerpiepsen ist gefunden.

Kulturinsel Halle, 2017
Nervtötend und unauffindbar: das mysteriöse Dauerpiepsen rund um die Kulturinsel Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Es piepte und fiepte in der großen Ulrichstraße in der Nähe der Kulturinsel – stundenlang, wochenlang. Nun ist endlich die Quelle der Qual gefunden: eine Klimaanlage auf einem Kaufhausdach. Das bestätigte Drago Bock, der Sprecher der Stadt Halle, MDR SACHSEN-ANHALT.

Demzufolge hatte am Dienstag die Stadt die dauerpiepende Klima-Anlage bei erneuten Lärmmessungen auf dem Gebäudedach eines Kaufhauses geortet. Seitdem ist nun Ruhe. Davon hatte der Blog dubisthalle zuerst berichtet.

Kulturinsel Halle, 2017 1 min
Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Do 14.03.2019 13:53Uhr 00:55 min

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Zur Erinnerung: Wie hat sich das Piepen angehört, das wochenlang Kunden und Anwohner der belebten Einkaufsstraße genervt hat? "Es ist schwer zu beschreiben. Das Geräusch hört sich an, wie aus dem Tonstudio. Man denkt, man hat einen Tinnitus. Es ist irgendwas Elektronisches, ich würde jetzt nicht etwas Mechanisches vermuten", erzählte beispielsweise Annette Huncia von einem Bürotechnikgeschäft.

"Ein penetranter durchgehender monotoner Ton"

Und eine junge Verkäuferin in einer Modeboutique berichtete: "Es ist ein penetranter durchgehender monotoner Ton, der nach einer gewissen Weile einfach Kopfschmerz verursacht." Manchmal sei der Ton weg gewesen, um plötzlich für mehrere Stunden wiederzukommen erzählt Kerstin Behrens vom Bioladen am Neuen Theater.

Schon Ende Februar hatte der in der Innenstadt wohnende Bodo Meerheim, Fraktionsvorsitzender der Linken, im Stadtrat gefragt, ob es bekannt sei, dass es in Halle in der Großen Ulrichstraße andauernd piepst. Daraufhin habe es erst einmal im Auditorium aber nur Gelächter und Kopfschütteln gegeben, so ein MDR-Reporter.

Nach Beschwerden von Bürgern nahm die Stadt aber dann Messungen vor und stellte fest, dass der andauernde Piepton eine Frequenz von zwei Kilohertz habe. Darüber berichtete die Mitteldeutsche Zeitung ausführlich. Später wurde dann das Landesamt für Umweltschutz um Amtshilfe gebeten.

Nun ist das andauernde mysteriöse Piepen Geschichte – und die Anwohner und Kunden rund um die Kulturinsel können wieder ohne Kopfschmerzen ihren Geschäften nachgehen.

Quelle: MDR/mp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. März 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 15:38 Uhr

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2 Kommentare

15.03.2019 23:31 Alex 2

"(...)erzählte beispielsweise Annette Huncia von einem Bürotechnikgeschäft erzählt." - Peinlich!

ANMERKUNG MDR SACHSEN-ANHALT:
Danke für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert.

14.03.2019 19:51 gerd 1

Schön das es bei den Hallensern nicht mehr piept ,das gibt Hoffnung,schönen Gruss aus MD.