Künftig mehr Roller unterwegs E-Scooter in Halle: Verleiher zieht positive erste Bilanz

Seit etwa einem Monat stehen in Halle E-Scooter. Jeder ab 18 Jahren kann sie per App mieten und damit durch die Stadt fahren. Der Verleiher erklärt, wie sich die Roller-Flotte und das Verbreitungsgebiet entwickeln sollen.

 Mitarbeiter der Stadtmarketing Halle GmbH fahren mit E-Scootern auf der Peißnitzinsel.
E-Scooter kommen in Halle gut an. Deshalb soll ihr Nutzungsgebiet auch auf die Peißnitzinsel erweitert werden. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Hallenser und Touristen können seit einem Monat mit E-Scootern durch die Saalestadt rollen. Die Stadt und der Verleiher der E-Scooter, das Unternehmen TIER, ziehen eine positive erste Bilanz: Die Scooter seien sehr gut angenommen worden, sagte der für Halle und Leipzig zuständige TIER-City-Manager Georg Grams MDR SACHSEN-ANHALT. Besonders stark frequentiert seien die Bereiche Ludwig-Wucherer-Straße, Leipziger Turm und Rannischer Platz.

Mit 176 E-Rollern ist TIER vor einem Monat gestartet. Grams zufolge läuft es so gut, dass nochmals 176 Scooter hinzukommen sollen. Zunächst sollen demnach 80 bis 100 weitere Scooter auf die Straße gebracht werden. Sobald es genügend weitere Austauschbatterien gebe, würden auch die übrigen der 176 Roller eingesetzt.

Nutzungsgebiet wird erweitert

Georg Grams vom E-Scooter-Verleiher TIER vor der Tourist Information Halle
Georg Grams vom E-Scooter-Verleiher zieht eine positive erste Bilanz. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke

Der Verleiher will außerdem das Gebiet vergrößern, in dem die E-Roller genutzt werden können. In den nächsten Tagen kann man dann nicht nur in der halleschen Innenstadt fahren, sondern auch über die Peißnitz bis hin zum Weinbergcampus. Die Scooter können am Peißnitzhaus geparkt werden. Richtung Norden erstreckt sich das Gebiet nun fast bis zum Zoo, im Süden bis zum Lutherplatz und im Osten bis zur Grenzstraße.

Aber nicht alle halten sich an den vorgegebenen Nutzungsradius: Manche fahren über das Gebiet hinaus. Fahren kann man das aber eigentlich nicht nennen: Wer die freigegebenen Bereiche verlässt, kann nur noch mit einer Geschwindigkeit von fünf Kilometern pro Stunde unterwegs sein – statt mit den sonst möglichen 20 Stundenkilometern. Da ist man zu Fuß schneller.

Problem: betrunkene Scooter-Fahrer

Grams ist von der Polizei bisher nur ein Unfall gemeldet worden, bei dem eine Frau bei Nässe mit einem E-Scooter gestürzt sei. Allerdings seien knapp 20 Fahrer in Halle gestoppt worden, weil sie betrunken auf E-Rollern unterwegs waren.

Denn gerade abends und nachts seien die meisten Scooter-Fahrer unterwegs, wenn etwa der öffentliche Nahverkehr nur noch selten fahre, so Grams. Und um diese Uhrzeit habe mancher Fahrer schon Alkohol im Blut.

Bei einigen ist der Führerschein dann erstmal weg. Denn bei E-Scootern gilt dieselbe Promillegrenze wie bei Autos.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 14. Januar 2020 | 08:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2020, 10:10 Uhr

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