Frisch verpackte Hallorenkugeln auf einem Fließband in der Halloren Schokoladenfabrik in Halle
Bei Produktion und Technik wird Halloren vorübergehend auf Kurzarbeit umstellen. Bildrechte: imago/Bernhard Classen

Schokoladenfabrik Halloren setzt vorübergehend auf Kurzarbeit

Die Halloren-Schokoladenfabrik hat Kurzarbeit angemeldet. Betroffen sind die Bereiche Produktion und Technik, die drei Monate lang eingeschränkt arbeiten sollen. Hintergrund sind Absatzprobleme.

Frisch verpackte Hallorenkugeln auf einem Fließband in der Halloren Schokoladenfabrik in Halle
Bei Produktion und Technik wird Halloren vorübergehend auf Kurzarbeit umstellen. Bildrechte: imago/Bernhard Classen

Bei der Schokoladenfabrik Halloren wird es ab 1. März Kurzarbeit geben. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher MDR SACHSEN-ANHALT. In den Bereichen Produktion und Technik sei die Kurzarbeit für drei Monate angemeldet. Als Grund sagte der Sprecher, Unstimmigkeiten im Aktionärsumfeld im vergangenen Jahr hätten zu einer Zurückhaltung im Handel geführt. Gleichzeitig habe ein Großkunde Waren kurzfristig nicht abgerufen. Bei Halloren arbeiten derzeit rund 200 Mitarbeiter.

Hallorenkugel steht im Zentrum

Anfang des Jahres hatte Halloren mitgeteilt, sich wieder auf das Kernprodukt "Hallorenkugel" konzentrieren zu wollen. Gleichzeitig soll dort die Produktpalette reduziert werden – von derzeit 15 Sorten sollen zwei Drittel wegfallen. Fest steht nur, dass der Klassiker Sahne-Cacao bleibt. Auch im Pralinensegment soll es künftig weniger Sorten geben, dafür will das Unternehmen mehr auf saisonale Angebote und kurzlebige Trendvarianten setzen, hieß es Mitte Januar.

Seit Oktober 2018 hat die älteste noch produzierende Schokoladenfabrik mit Ralf Wilfer einen neuen Vorstandschef. Zuvor saß fünf Monate lang ein Sanierungsexperte an der Spitze Hallorens. Denn das Unternehmen verzeichnet seit Jahren Verluste. Der ursprüngliche Plan, die Umsätze der Firma durch Zukäufe im Schokoladensegment sukzessive zu steigern, waren gescheitert. Im August 2018 wurde nach Bouchard, Steenland und der Delitzscher Schokoladenfabrik mit der Weibler Confiserie Chocolaterie die letzte Halloren-Tochterfirma wieder verkauft.

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Quelle: MDR/ap

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 21. Februar 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2019, 16:33 Uhr

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6 Kommentare

22.02.2019 10:36 Sr.Raul 6

Hallorenkugeln, @3 (Aphra), Hallorenkugeln, nicht das Du noch wegen Kanibalismus vor den Kadi zitiert wirst. Kann mir aber vorstellen, dass Halloren eher salzig schmecken.

22.02.2019 10:19 Leser 5

Meinen Vorrednern kann ich mich nur anschließen. Sie sind wegen dem vielen Zucker nicht mehr das, was sie mal waren. Ungenießbar.

22.02.2019 09:40 Möwe 4

Ich kaufe heute welche.

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