Schokoladenfabrik in Halle Halloren bekommt neuen Vorstandschef

Sie ist rund, hat eine leckere Füllung und es gibt sie in ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen – von Schoko-Caramel bis Grapefruit: In Halle werden seit 66 Jahren Hallorenkugeln hergestellt. Im Herbst nun bekommt die Schokoladenfabrik einen neuen Chef. Er heißt Ralf Wilfer.

Tino Müller überprüft 2016 die Produktion von Halloren Kugeln.
Die Halloren-Schokoladenfabrik in Halle bekommt zum 1. Oktober einen neuen Chef. (Archivfoto) Bildrechte: IMAGO

Die Halloren Schokoladenfabrik in Halle bekommt einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Wie das Unternehmen mitteilte, wird Ralf Wilfer Halloren ab 1. Oktober leiten. Aufsichtsratschef Frank Illmann ist nach eigenen Worten überzeugt, dass Wilfer das "Unternehmen mit seiner Erfahrung erfolgreich auf Kurs bringen wird".

Wilfer selbst sagte einer Mitteilung zufolge, er freue sich über die Möglichkeit, die Entwicklung des Traditionsunternehmens "nachhaltig mitgestalten zu können". Der 53-Jährige hat nach Angaben von Halloren langjährige Erfahrung in der Süßwarenbranche. Zuletzt hat er demnach in einer der größten Schokoladenfabriken Europas gearbeitet.

Im Frühjahr dieses Jahres hatte Halloren seine Führungsmannschaft komplett ausgetauscht, weil das Unternehmen zuvor Verluste eingefahren hatte. Der Aufsichtsrat hatte daraufhin den Sanierungsexperten Ralf Coenen in die Unternehmensführung berufen. Aufsichtsratschef Illmann sagte über Coenen, dieser habe mit seiner Leidenschaft maßgeblich zur Neuausrichtung des Unternehmens beigetragen.

Angestellte mit frisch verpackten Hallorenkugeln.
Bildrechte: IMAGO

Über die Hallorenkugel Seit 66 Jahren wird in Halle die Hallorenkugel produziert. Grund genug für 66 Fakten rund um die leckere Kugel, haben sie sich bei Halloren gedacht. Einer dieser Fakten: Pro Schicht werden in der Schokoladenfabrik stolze 530.000 Hallorenkugeln produziert – auf einer fast 150 Meter langen Produktionsstrecke. Dabei naschen die Mitarbeiter der Schokoladenfabrik im Schnitt täglich drei der süßen Kugeln. Und wer sich schon immer mal gefragt haben sollte, wie viele Hallorenkugeln man eigentlich in den Mund stecken kann: Es sind nach Angaben der Schokoladenfabrik 9,25. Guten Appetit!

Unterdessen gibt es in diesem Jahr etwas zu feiern bei Halloren: Seit nun schon 66 Jahren werden in Halle die süßen Kugeln hergestellt. Wann genau die erste vom Band rollte, ist heute aber unklar. "Das ist eine spannende Frage nach dem perfekten Datum", sagt auch Ingo Beljan, Leiter des Schokoladenmuseums in Halle. Nach seinen Worten gibt es aber kein Dokument, in dem der Tag notiert ist, an dem die Hallorenkugeln zum ersten Mal in Serie produziert wurden. Klar ist nur, dass es im Jahr 1952 war.

66 Jahre ist das nun her – am Grundrezept der leckeren Kugeln hat sich seitdem nichts geändert. Die Macher finden, dass das Grund genug für eine neue Ausstellung rund um die Hallorenkugel ist. Bei den Besuchern kommt die nach Angaben von Beljan gut an. Naschen ist nämlich erwünscht. "Wir müssen mehrmals am Tag nachlegen, weil alles weggefuttert ist", sagt er.

Sieben Tage geöffnet Das Halloren-Schokoladenmuseum ist montags bis freitags von 9 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Sonnabends öffnet es von 10 Uhr bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 11 Uhr bis 17 Uhr. Letzter Einlass ist eine halbe Stunde vor Schließung des Museums.

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Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 17. September 2018 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. September 2018, 20:00 Uhr

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