Landgericht Halle Lebenslange Haft wegen Mordes an Verlobter

Er hatte mit 34 Messerstichen seine Verlobte getötet – jetzt ist dafür ein 29-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Halle ist davon überzeugt, dass der Mann seine 18-jährige Verlobte aus niedrigen Beweggründen ermordete.

Wegen Mordes ist ein 29-Jähriger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Richter am Landgericht Halle waren davon überzeugt, dass der Mann seine 18-jährige Verlobte mit 34 Messerstichen getötet hatte. Damit folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. "Der jungen Frau wurde sinnlos das Leben genommen", sagte der Vorsitzende Richter Jan Stengel. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der aus Afghanistan stammende Mann seine Verlobte in Halle aus niederen Beweggründen tötete. Wut und verletzte Eitelkeit hätten ihn dazu gebracht. Die junge Frau – ebenfalls aus Afghanistan – wollte sie sich von ihrem Verlobten trennen, so die Staatsanwaltschaft.

Nach schweren Verletzungen verblutet

Die junge Frau war im Juli 2019 schwer verletzt in einer Wohnung in Halle gefunden worden. Sie starb kurz darauf im Krankenhaus. Laut Obduktionsbericht war die Frau wegen der zahlreichen Stichverletzungen am Oberkörper verblutet.

Der Mann hatte behauptet, fünf oder sechs Mal zugestochen zu haben und die Mutter des Opfers schwer belastet. Doch zusätzliche Untersuchungen hätten keine Hinweise auf zwei Tatwaffen oder zwei Täter ergeben, so das Gericht.

Kurz nach der Tat war der 29-Jährige in Frankfurt am Main gefasst worden. Die Polizei hatte öffentlich nach dem Mann gefahndet. Durch Handyortung war es der Polizei Halle gelungen, seine Spur zum Hauptbahnhof Frankfurt zu folgen.

Quelle: MDR,dpa/mp

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2020, 18:04 Uhr

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