Besucherrekord in Halle "Lichterwelten" bescheren Bergzoo so viele Besucher wie noch nie

Die phantasievolle Ausstellung "Magische Lichterwelten" hat dem halleschen Bergzoo einen nie da gewesenen Besucheransturm beschert. Das Interesse übertraf sogar den Zustrom, den es wegen der beiden Elefantenkälber gegeben hatte. Am Sonntag gingen die "Lichterwelten" zu Ende.

12.000 LED-Lampen und fast 300 leuchtende Figuren auf dem Reilsberg in Halle: Die Freiluft-Ausstellung chinesischer Kunstwerke hat dem Bergzoo den erfolgreichsten Monat seit seiner Gründung im Jahr 1901 beschert. "Wir hatten noch nie so viele Besucher wie im Februar", sagte Zoodirektor Dennis Müller MDR SACHSEN-ANHALT. "Wir hatten am Ende die Hochrechnung von über 80.000 Besuchern mit den Tagesbesuchern, die im Februar im Zoo waren." Eine solche Zahl habe es noch nicht einmal in dem Monat gegeben, in dem das zweite Elefantenkalb geboren worden war. Am Sonntagabend gingen nun die "Magischen Lichterwelten" zu Ende, um 22 Uhr wurden die Lichter ausknipst.

Wie ein Magnet hatten die magischen Lichter die Besucher aus ganz Mitteldeutschland und darüber hinaus angezogen. Insgesamt kamen mehr als 93.000 Besucher. Seit Anfang Februar waren die teils phantastischen, teils realistischen Figuren aus der Tier- und Pflanzenwelt zu sehen. Schon in den ersten beiden Wochen hatten die leuchtenden Drachen, Nashörner und Pelikane mehr als 45.000 Besucher in den Bergzoo Halle gelockt. An einem Wochenende seien allein 10.000 Besucher gekommen. "Das ist für uns das höchste Lob, dass den Leuten das so gefällt, sie zum Teil wiederkommen und sich die Ausstellung zweimal angucken", sagte Karoline Albig vom Zoomarketing.

Wegen des großen Interesses war die Ausstellung bis zum 11. März auf insgesamt fünf Wochen verlängert worden. Und die Besucher waren immer wieder aufs Neue fasziniert. Eine junge Frau sagte, die Figuren seien "phantastisch, sehr bunt, farbenfroh". Ein Mann erzählte begeistert: "Wir sind reingekommen und da habe ich gesagt: 'Die haben sich echt etwas einfallen lassen'." Eine Frau staunte: "Was man alles mit Papier und Licht machen kann. Es ist atemberaubend, um ehrlich zu sein."

Auch die Zootiere zeigen Interesse

Auch die Tiere im Zoo haben gemerkt, dass mit Licht und ungewohnt vielen Besuchern am Abend etwas anders sein muss. "Wir haben ganz verrückte Sachen", erzählte Zoodirektor Dennis Müller. "Unsere Huftiere, gerade die Rinder und die Vikunjas, die gucken und ziehen sich überhaupt nicht in ihre Rückzugsbereiche zurück, sondern stehen und schauen die Besucher an." Die Tiere seien ganz fasziniert, dass abends etwas los ist. Die Enten im Zoo würden die Lichtinstallationen sogar nutzen und sich unter ihnen aufhalten. "Sie fühlen sich da anscheinend geborgen, weil von hinten keine Beutegreifer angreifen können", so Müller.

Trotz der vielen Besucher hatte im Zoo jeden Abend eine ruhige, beinahe feierliche Atmosphäre geherrscht. Von der Masse an Menschen hatte der Bergzoo nicht einmal zu träumen gewagt. "Über 40.000 Besucher sollten es werden, wir wollten den Zoo Münster schlagen, dann wären wir auch ein bisschen aus unseren Kosten raus gewesen", sagte Zoodirektor Müller. Jetzt seien es mehr als doppelt so viele Besucher geworden. "Das ist einfach unbeschreiblich." Die Ausstellung machte mit Halle zum ersten Mal in Mitteldeutschland Station.

Pro Jahr kommen etwa 330.000 Besucher auf den Reilsberg und besuchen den halleschen Zoo. Es gibt mehrmals im Jahr Veranstaltungen, so das Fliederblütenfest, bei dem im Jahr 2017 in drei Wochen 35.000 Besucher gezählt worden. Zu den Regenwaldwochen sind laut Tom Bernheim vom Zoomarketing innerhalb eines Monats etwa 50.000 Gäste gekommen. Doch nun ist die Lichterausstellung, die mit Februar bzw. März in den besucherärmsten Monaten des Jahres lag, die erfolgreichste Ausstellung in der langen Geschichte des Zoos.

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Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 11. März 2018 | 11:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. März 2018, 13:58 Uhr

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