Die gläserne Fassade eines Krankenhauses.
Das Elisabethkrankenhaus versorgt seine Patienten seit Montag mit modernster Notaufnahme. Bildrechte: MDR/Matthias Schliesing

Einweihung in Halle Neue Notaufnahme im Elisabethkrankenhaus

Die modernisierte Notaufnahme des Elisabethkrankenhauses in Halle ist am Montag eingeweiht worden. Patienten sollen nun noch schneller versorgt werden können. Auch für Menschen, die wiederbelebt werden müssen, und für brandverletzte Kinder gibt es jetzt modernste Bedingungen.

Die gläserne Fassade eines Krankenhauses.
Das Elisabethkrankenhaus versorgt seine Patienten seit Montag mit modernster Notaufnahme. Bildrechte: MDR/Matthias Schliesing

Neuer Schockraum und mehr Platz für Notfälle: Die Notaufnahme des halleschen Elisabethkrankenhauses ist umfangreich modernisiert worden und wurde am Montag eingeweiht. Laut Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara steht den Patienten in der Innenstadt nun "eine moderne Zentrale Notaufnahme nach neuesten Maßgaben zur Verfügung". Nach Brauch des Krankenhauses wurden die Räume am Montagmittag durch einen Diakon eingesegnet und dann übergeben.

Große Erleichterung für die Ärzte

Raum mit einer Liege und technisch-medizinischen Geräten in der neuen Notaufnahme im Elisabethkrankenhaus.
Hier kann ab sofort die erste Einschätzung zum Zustand der Patienten erfolgen. Bildrechte: MDR/Stephan Weidling

Der Bereich, in dem die Patienten je nach Schwere ihrer Verletzung eingeteilt werden, besteht jetzt aus zwei direkt nebeneinander liegenden Räumen. Früher wurde die erste Einschätzung der Patienten oft im Flur durchgeführt. Das ist nun anders. "Es ist für uns eine kolossale Erleichterung. Ich weiß immer genau, wer ist der Patient, der als nächstes mit der höchsten Dringlichkeit behandelt werden muss", sagte Oberarzt Hartmut Stefani MDR SACHSEN-ANHALT.

Es ist für uns eine kolossale Erleichterung

Hartmut Stefani Oberarzt am Elisabethkrankenhaus

Im neuen Schockraum gibt es laut Krankenhaus nun auch bessere Bedingungen für Kreislaufstabilisierung und Wiederbelebung von Patienten. Der Bereich ist größer als zuvor, hat OP-Beleuchtung und Narkosevorrichtungen bekommen. Auch die Versorgung von Kindern mit Brandverletzungen wurde verbessert: Es werden laut Elisabethkrankenhaus "alle fachlichen und technischen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin" erfüllt. So kann der dafür geschaffene Raum beispielsweise extrem schnell hochgeheizt werden.

Eine Notaufnahme für alle Fälle

Raum mit einer Liege und technisch-medizinischen Geräten in der neuen Notaufnahme im Elisabethkrankenhaus.
In diesem Raum findet ab sofort die Erstuntersuchung der Patienten statt. Hier werden die Verletzten nach Grad ihrer Verletzung eingeteilt. Früher geschah das oft auf dem Flur. Bildrechte: MDR/Stephan Weidling
Raum mit einer Liege und technisch-medizinischen Geräten in der neuen Notaufnahme im Elisabethkrankenhaus.
In diesem Raum findet ab sofort die Erstuntersuchung der Patienten statt. Hier werden die Verletzten nach Grad ihrer Verletzung eingeteilt. Früher geschah das oft auf dem Flur. Bildrechte: MDR/Stephan Weidling
Raum mit einer Liege und technisch-medizinischen Geräten in der neuen Notaufnahme im Elisabethkrankenhaus.
Vor allem Kinder mit Brandverletzungen können in diesem Raum der Notaufnahme nun schnell und sicher versorgt werden. Er lässt sich extrem schnell hochheizen. Bildrechte: MDR/Stephan Weidling
Gruppe von Menschen steht in der neuen Notaufnahme.
Für die "Garage" der Rettungswagen gab es auch große Veränderungen. Hier können ab sofort – sollte die Notaufnahme keine Kapazität mehr haben – 25 bis 30 Personen versorgt werden. Bildrechte: MDR/Stephan Weidling
Zwei Krankenschwestern transportieren eine Patientin auf einer Trage in der neuen Notaufnahme.
Das könnte beispielsweise bei einem großen Verkehrsunfall nötig werden. Dafür ist der überdachte, beheizbare und mit Toren verschließbare Behandlungsplatz entstanden. Bildrechte: MDR/Stephan Weidling
Ein Patient liegt auf einer Liege und wird von zwei Schwestern versorgt.
Auf der Trage lagen am Montag noch keine echten Patienten. Für die Pressevorführung wurde aber gezeigt, was nun in der Notaufnahme des Elisabethkrankenhauses möglich ist.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07. Januar 2019 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/lk
Bildrechte: MDR/Stephan Weidling
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Für "Massenanfall" von Patienten gerüstet

Zusätzlich wurde für einen möglichen "Massenanfall" von Patienten vorgesorgt: Dort, wo die Rettungswagen ankommen, ist nun ein überdachter und mit Toren verschließbarer Behandlungsplatz entstanden. Die Halle ist beheizbar und kann zusätzlich zur normalen Kapazität der Notaufnahme noch einmal bis zu 30 Patienten aufnehmen.

Erst im Januar 2018 wurde das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara für seine Intensivstation mit dem Zertifikat "Angehörige jederzeit willkommen" der Stiftung Pflege ausgezeichnet. Die Klinik hatte Übernachtungszeiten und einen Rückzugsraum mit Getränken für Angehörige geschaffen sowie starre Besuchszeiten abgeschafft.

Gruppe von Menschen steht in der neuen Notaufnahme.
Hier können im Fall des Falles bis zu 30 zusätzliche Patienten versorgt werden, sollte es beispielsweise einen schweren Verkehrs- oder Industrieunfall geben. Bildrechte: MDR/Stephan Weidling

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Bildrechte: Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, Jan-Stephan Schweda

Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07. Januar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Januar 2019, 16:14 Uhr

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