Programm bis Ende November Kulturtage in Halle gewähren Einblicke in jüdisches Leben

Das Programm der Jüdischen Kulturtage in Halle bietet Einblicke in jüdisches Leben und Traditionen und fordert zum Mitmachen auf. Geboten werden rund 40 Veranstaltungen, darunter Workshops für Kinder und Jugendliche und der Besuch der Synagoge.

Ein Werbeplakat hängt in der Synagoge in Berlin und wirbt für die Jüdischen Kulturtagen.
Bis zum 29. November stehen mehr als 40 Veranstaltungen auf dem Programm der Jüdischen Kulturtage in Halle. Bildrechte: dpa

Zweieinhalb Wochen nach dem Terroranschlag auf die Jüdische Synagoge in Halle beginnen am Sonntag die Jüdischen Kulturtage in der Saalestadt. "Wir denken, dass das gemeinsame Feiern der Vielfältigkeit nur zwei Wochen danach die beste Antwort auf Engstirnigkeit und Hass auf den eigenen Nachbarn ist", sagte Anton Hieke als Koordinator der Veranstaltungen. Deshalb seien auch keine Abstriche am Programm gemacht worden. Musik und Tanz gehören ebenso zum Angebot wie Führungen durch das jüdische Halle.

Konzerte und Führungen

Eröffnet werden die Jüdischen Kulturtage am Sonntag mit einem Konzert im Händel-Haus. Rund 40 Veranstaltungen werden bis Ende November geboten. So öffnet die Jüdische Gemeinde Halle an zwei Freitagen ihre Synagoge für alle Interessenten, die am Gottesdienst zum Schabbat teilnehmen wollen. Da die Synagoge nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen hat, ist hier allerdings eine Anmeldung erforderlich.

Angebote für Familien und Kinder

Speziell an Familien und Kinder richtet sich ein Angebot des Kinderkreativzentrums Krokoseum im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen. Unter dem Titel "Shalom: Krokoseum! Nachgefragt: Judentum!" wird gebacken, getanzt, musiziert und Wissenswertes über das Judentum vermittelt. Jugendliche können bei einem Workshop mit Ben Salomo erfahren, wie über Rap und Sprache Probleme angesprochen werden können.

 Partnerstädte machen mit

In Halle finden die Jüdischen Kulturtage seit 2013 jedes Jahr statt. Getragen werden sie von der Jüdischen Gemeinde und der Martin-Luther-Universität. Unterstützung kommt aber auch aus dem Ausland. Von jüdischen Gemeinden in Linz, Savannah (Georgia, USA) und Helskini – den Partnerstädten von Halle.

 Jüdische Kultur anderswo

Auch außerhalb von Halle haben sich Partner für Veranstaltungen zu den Kulturtagen gefunden. In Aschersleben, Gröbzig, Wittenberg, Eisleben, Sangerhausen und Halberstadt ergänzen Führungen, Theaterstücke und Vorträge das Programm in Halle. Auch in Magdeburg werden seit Mitte Oktober mit Theater und Konzerten die Tage der jüdischen Kultur und Geschichte gefeiert.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 27. Oktober 2019 | 19:00 Uhr

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