Ein kaputtes Ei liegt auf dem Boden. (Symbolbild)
Eine 30-jährige Rettungsassistentin wurde bei einem Einsatz mitten in der Nacht mit rohen Eiern beworfen. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Photocase

Krankenwagen im Einsatz Rettungsassistentin in Halle mit Eiern beworfen

Wegen eines medizinischen Notfalls waren Rettungskräfte in Halle-Neustadt im Einsatz – und wurden angegriffen. Eine junge Frau traf ein rohes Ei, weitere zerschellten am Rettungswagen. Vermutlich wurden die Eier aus einem Hochhaus geworfen.

Ein kaputtes Ei liegt auf dem Boden. (Symbolbild)
Eine 30-jährige Rettungsassistentin wurde bei einem Einsatz mitten in der Nacht mit rohen Eiern beworfen. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Photocase

Die Polizei ermittelt im Fall einer am Wochenende in Halle mit Eiern angegriffenen Rettungsassistentin. Bei einem Notfall-Einsatz war sie mit rohen Eiern beworfen und dabei leicht verletzt worden.

Halle-Neustadt von oben.
Der Angriff geschah in Halle-Neustadt. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Die 30-Jährige wollte am Sonnabend gegen 1:15 Uhr etwas aus ihrem Rettungswagen holen, als sie laut Polizei von einem Gegenstand an der Schulter getroffen wurde. Zudem zerschellten am Rettungswagen und auf dem Boden mehrere rohe Eier. Wie die Polizei mitteilte, erlitt die junge Frau eine Rötung an der Schulter.

Die Eier wurden vermutlich aus einem Fenster des Hochhauses in Halle-Neustadt geworfen, vor dem der Rettungswagen parkte. Im Haus leben etwa 40 Mietparteien. Der Rettungsdienst rief nach dem Vorfall die Polizei und zeigte den Eier-Wurf an. Wie die Polizeiinspektion Halle (Saale) MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, handelt es sich um einen "tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamten gleichstehenden Personen" und damit um Körperverletzung.

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Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 17. Februar 2019 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2019, 12:13 Uhr

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21 Kommentare

19.02.2019 19:06 Raschütz 21

Der Eier-Werfer wird sich garantiert nicht überlegt haben, wie schwer die Rettungskräfte durch die Würfe verletzt werden können. Er hat es einfach inkauf genommen.

Die ganze Diskussion um die Abwurfhöhe lenkt doch nur von der eigentlichen Tat ab: Da hat jemand einen Notfall-Einsatz gestört und Rettungskräfte sinnlos mit Würfen attackiert. Das ist völlig daneben!

19.02.2019 17:09 Mediator an Ekkehard (15) 20

Lieber Ekkehard, außer den üblichen Rechtspopulisten die Stimmung gegen Flüchtlinge machen behauptet eigentlich kein vernünftig denkender Mensch, dass diese von der Justiz besser behandelt werden als Deutsche. Ansonsten ist mir ihre fremdenfeindliche Spitze, dass Deutsche keine Rettungsdienste attackieren würden, weil diese ja wissen wofür die gut sind, doch ziemlich plump. Wer bleibt da wohl nach ihrer Andeutung noch übrig?

Man muss schon sehr durch die fremdenfeindliche Brille kucken um zu leugnen, dass Deutsche jedweder Bildungsschicht, besoffen oder nüchtern bereits bei Angriffen auf Rettungsdiensten auffällig geworden sind. Lesen sie einfach mal die Lokalpresse statt der Braunbärenpostille, da findet sich so etwas regelmäßig. Der eine tickt aus weil der Notarzt seinen SUV eingeparkt hat und fordert eine Wiederbelebung zu unterbrechen, der andere weil die Sanitäter einem Bekannten helfen und man das im besoffenen Zustand nicht mehr überweist.

19.02.2019 16:49 kein Otto 19

@18 Zunächst, ich meinte tasächlich "ist keine erhebliche Beeinträchtigung".

Und nun zu ihrer Höhendiskussion:

Es steht nur geschrieben, daß die Eier "aus einem Fenster des Hochhauses geworfen wurden". Das kann nun aus dem Erdgeschoß oder aus dem 9. OG (es ist unbekannt!) erfolgt sein - sprich nahezu horizontal oder von weit oben. Die Tatsache, daß es sich um ein Hochhaus handelt sagt noch lange nichts über die Abwurfhöhe des Eies aus. Sie behaupten aber zu wissen. daß das Ei von oben kam.

Wenn sie schon mal ein Ei geworfen haben dürften sie wissen, daß dessen Flugbahn nicht wirklich voraussagbar ist - ein gezielter Wurf von Oben und damit aus größerer Entfernung ist damit wohl nur mit viel Übung zu schaffen. Ein Auto trifft man damit bestimmt, bei einem Menschen habe ich da schon eher Zweifel.

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