Zahlreiche Menschen in einer S-Bahn
Jeden Tag pendeln tausende Fahrgäste zwischen Halle und Leipzig. Bildrechte: dpa

Täglich 12.000 Fahrgäste Zu wenig Züge zwischen Halle und Leipzig

Im Netz der Mitteldeutschen S-Bahn werden nach Ansicht des Fahrgastverbands "Pro Bahn" viel zu wenige Züge eingesetzt. Allein zwischen Halle und Leipzig sind täglich 12.000 Fahrgäste unterwegs. Auf der Pendlerstrecke müsste es jedoch doppelt so viele Wagen geben wie bisher.

Zahlreiche Menschen in einer S-Bahn
Jeden Tag pendeln tausende Fahrgäste zwischen Halle und Leipzig. Bildrechte: dpa

Die Zugkapazitäten im Netz der Mitteldeutschen S-Bahn sind nach Ansicht des Fahrgastverbands "Pro Bahn" völlig unzureichend. Allein auf der Strecke Halle – Leipzig müsste es doppelt so viele Wagen geben, sagte Verbandsvertreter Carsten Schulze. "Das reicht hinten und vorne nicht", so Schulze. Die öffentliche Hand sei gefragt, mehr Geld für mehr Züge zur Verfügung zu stellen.

Immer mehr Fahrgäste

Die Zahl der Fahrgäste zwischen Halle und Leipzig ist in den vergangenen drei Jahren um rund zehn Prozent gestiegen. Täglich sind dort mittlerweile 12.000 Fahrgäste unterwegs. Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag sollen auf der Strecke zwar zwei S-Bahnen pro Stunde mehr eingesetzt werden. Weil es aber keine zusätzlichen Wagen gibt, fahren einige Bahnen künftig mit einem statt zwei Zugteilen.

Fehler bei der Planung

Pendler klagen auf der Strecke seit Jahren über überfüllte Züge. Schulze sieht die Hauptursache in einem Geburtsfehler der S-Bahn-Planung vor mehr als fünf Jahren. "Als das S-Bahn-Netz ausgeschrieben wurde, wurde die Kapazität berechnet." Diese Berechnung sei zu einer Zeit gemacht worden, als weder das Wirtschaftswachstum noch das Städtewachstum absehbar war. "Man hat also in der allerniedrigsten Phase ausgeschrieben und das viel zu klein". Pro Bahn weist seit Langem auf die Zustände im Netz der S-Bahn Mitteldeutschland hin.

Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. Dezember 2018 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Dezember 2018, 13:16 Uhr

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6 Kommentare

08.12.2018 17:20 Mal nachdenken 6

@ Nummer 5:

" Hängt endlich noch
einen Wagen dran"!

Eine echte Wahnsinnsidee,
auf die noch nie ein
Eisenbahner gekommen ist.

Aber machen Sie das mal
bei einer fest gekuppelten Triebwagengarnitur ohne Schraubenkupplung.

Und bei "konventionellen" Zügen läuft das auch nicht so einfach.

Züge können und dürfen nicht unendlich lang sein, denn irgendwann ist die höchstzulässige Anhängelast der Lok erreicht und ausserdem wollen Sie bestimmt nicht im Schotter ein- oder aussteigen, sondern am Bahnsteig. Und auch der ist nicht kilometerlang.

07.12.2018 21:17 so eine tolle Entwicklung, 5

dass so viele Leute vom Auto auf die Bahn umsteigen. Und die lässt sich dieses Geschäft mit zufriedenen Kunden entgehen. So wird das nix mit der Verkehrswende.
Hängt endlich zusätzliche Waggons dran!!!

07.12.2018 18:36 Geschenkt 4

Wie immer:

Der Anti- Bahn- Verein
weiß alles besser und
kann nichts als nur fordern.

Was das kostet und
wer das alles bezahlen soll,
ist denen völlig gleichgültig.

Für die ist nur wichtig,
in den Medien zu erscheinen.

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