Salzmuseum Warum Halles Saline für zwei Jahre eine Siedepause einlegt

Mit dem beliebten Schausieden ist am Wochenende in Halles Salinemuseum eine Ära zu Ende gegangen. 50 Jahre lang brannte das Feuer unter der Siedepfanne, nun ist es erloschen. Erst 2021 soll es wieder entzündet werden.

Salinemuseum Halle
Das Salinemuseum in Halle wird umgebaut. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

In der Saline in Halle ist am Wochenende eine Ära zu Ende gegangen. Nach 50 Jahren Dauerbetrieb ist das Feuer unter der Siedepfanne in Halles Salinemuseum erloschen. Der Grund: In den kommenden zwei Jahren soll das Museum für etwa 16 Millionen Euro grundsaniert und neu gestaltet werden.

Zuvor fand noch einmal das traditionelle Schausieden statt. Museumschef Steffen Kohlert war zufrieden: "Viele sind gekommen, um sich zu bedanken für das, was wir für diese Stadt getan haben." Schließlich prägt das Museum – und mit ihm die Salzwirker-Bruderschaft der Halloren – ganz erheblich das Bild, das auswärtige Gäste von Halle haben. "Wir haben im Schwerpunkt nationales Publikum. Wir haben aber auch viele internationale Gäste. Das geht weltweit", berichtet Kohlert.

Schausieden im Stadtmuseum

1721 wurde die Königlich-Preußische Saline in Betrieb genommen. Seit Ende der 1960er-Jahre dient sie als Museum. "Wir sind das einzige salzproduzierende Museum in Deutschland", sagt Kohlert. "Das heißt, in dieser Größenordnung, wie es hier gezeigt wird, gibt es nicht Vergleichbares."

2021 soll das Museum wieder eröffnet werden. Bis dahin können Interessierte ins Stadtmuseum ausweichen, erklärt Museumschef Kohlert.  "Dort haben wir vier öffentliche Schausieden auf dem Hof vereinbart." Zudem soll es eine kleine Ausstellung zur Salzgeschichte der Stadt Halle geben.

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 09. Dezember 2019 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Dezember 2019, 16:05 Uhr

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