Feuerwerksraketen
Keine individuelle Böllerei mehr, stattdessen ein zentrales Feuerwerk – so würde es es sich die Deutsche Umwelthilfe auch in Halle vorstellen. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / Geisser

Nach Antrag der Umwelthilfe Mögliches Feuerwerksverbot in Halle bleibt weiter offen

In der Silvesternacht herrscht in Halle regelmäßig dicke Luft. Die Deutsche Umwelthilfe fordert deshalb ein Verbot privater Feuerwerke. Der Stadtrat sollte sich dem Thema widmen – die Haltung der Stadt bleibt aber weiter unklar.

Feuerwerksraketen
Keine individuelle Böllerei mehr, stattdessen ein zentrales Feuerwerk – so würde es es sich die Deutsche Umwelthilfe auch in Halle vorstellen. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / Geisser

Die Haltung der Stadt Halle zum privaten Silvesterfeuerwerk bleibt weiter unklar. Vor rund einem Monat hatte die Deutsche Umwelthilfe wegen der Feinstaubbelastung von der Stadt ein Feuerwerksverbot zum Jahreswechsel gefordert. Auf der Stadtratssitzung am Mittwochabend wurde das Thema allerdings verschoben.

Stadtrat liegen Anträge vor

Den Stadtratsmitgliedern liegen Anträge der CDU und der SPD vor, in denen es um Feuerwerk in Halles Innenstadt geht. Die SPD-Fraktion will, dass die Stadt prüft, ob ein städtisches Feuerwerk zu Silvester möglich ist. Zudem könnten Schutzzonen um Krankenhäuser und Altenheime erweitert werden, eventuell soll im gesamten Altstadtkern die Böllerei verboten werden. Dieser Vorschlag wurde von Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) zur weiteren Diskussion in die Ausschüsse verwiesen.

Die CDU will unter anderem wissen, ob nach Vorstellung der Verwaltung eine feuerwerksfreie Altstadt geschaffen werden könnte. Ihre Anfrage zu Umfang und Belastung durch Feuerwerke blieb unbeantwortet mit dem Hinweis, dass das Sache der Polizei sei. Vor zwei Wochen hatte die Stadtverwaltung angekündigt zu prüfen, auf welcher rechtlichen Grundlage Verbote von Feuerwerken überhaupt möglich sind.

Anträge an 31 Städte verschickt

Die Deutsche Umwelthilfe hatte im Juli Anträge an 31 deutsche Städte verschickt, zum Jahreswechsel privates Feuerwerk in den Innenstädten zu verbieten. Anlass für den Vorstoß ist laut Umwelthilfe die hohe Feinstaubbelastung.

Anlass für den Vorstoß ist laut Umwelthilfe die hohe Feinstaubbelastung, die durch Böller entsteht. Davon sei Halle ganz besonders betroffen. In der Saalestadt liegt sie im Jahresmittel deutlich über 20 Mikrogramm pro Kubikmeter. Das ist der Grenzwert, der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen wird. Als Ersatz schlug auch die Umwelthilfe ein professionelles und zentral organisiertes Feuerwerk außerhalb der Innenstadt vor.

Umweltschützer warnen schon lange vor hoher Feinstaubbelastung durch Silvesterknaller.

Jedes Jahr aufs Neue verursacht die archaische Böllerei zum Jahreswechsel dicke Luft in unseren Städten, wie sie sonst in Smog-Hochburgen asiatischer Metropolen beklagt wird.

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe

In Deutschland gibt es bislang nur aus Sicherheitsgründen Verbote von Silvesterfeuerwerken – vor allem zum Schutz historischer Fachwerkhäuser, wie beispielsweise in Quedlinburg, Wernigerode und Tangermünde oder zum Naturschutz wie im Nationalpark Harz. In der Landeshauptstadt Magdeburg ist ein Feuerwerksverbot zu Silvester bisher noch kein Thema.

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 29. August 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. August 2019, 15:44 Uhr

9 Kommentare

MaP vor 14 Wochen

Die neue Form ist ein guter Anfang, aber verbesserungswürdig:
- das Sichtfenster beim
Schreiben ist zu klein,
dadurch bemerkt man Fehler
oft nicht
- schön wäre auch ein Button
"gefällt mir nicht"
- es scheint so als ob es
generell weniger
kommentierbare Artikel gibt,
vor allem zu "heiklen"
Themen, zudem findet man
kommentierte Artikel am
nächsten Tag oft nur noch
nach umständlicher Suche
bzw. gar nicht, wenn man
sich nicht den genauen Titel
gemerkt hat

MDR-Team vor 14 Wochen

Die Kommentarfunktion darf natürlich diskutiert werden. Wir werden sie sicherlich auch hier und da vielleicht noch optimieren. Aber im Großen und Ganzen, wird sie so bleiben.

MDR-Team vor 14 Wochen

Natürlich ist die Registrierung eine gewisse Hürde. Aber wer diese nimmt, kann genauso weiter diskutieren wie vorher. Es wird sich sicherlich nach und nach eine Community bilden und es werden dann auch mehr Kommentare werden.

Mehr aus dem Raum Halle und Leipzig

Mehr aus Sachsen-Anhalt