Straßenumfrage Wie Menschen in Halle mit Obdachlosen umgehen

ältere Frau vor Straßenbahn
"Ich habe nicht so oft Kontakt mit Obdachlosen. Wir haben so viele Bettler in der Innenstadt, aber man muss da erst einmal unterscheiden lernen, welche in Truppen abgesetzt werden und welche wirklich auf der Straße leben. Die Obdachlosen tun mir sehr leid. Ich spende generell auch manchmal etwas, zum Beispiel in die Spendendosen, die in der Apotheke manchmal stehen. Wenn ich Obdachlosen etwas gebe, dann meist Geld. Ich denke, das wollen die mehr als Brötchen oder so.
Und dass das Geld für Drogen ausgegeben wird, kann man ja doch nicht verhindern. Die besorgen sich ja trotzdem irgendwo ihren Alkohol. Die Leute tun mir auch wirklich leid."

Ute Dietrich
Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Frau mit Kinderwagen
"Wenn ich Obdachlosen etwas gebe, Geld, oder vielleicht eine Pfandflasche, die ich gerade dabei habe, dann achte ich schon darauf, wie die sich geben. Ich entscheide dann situationsbedingt. Manche schreiben ja so lustige Sachen auf Zettel wie beispielsweise "Für Bier". Ich habe eine Freundin, die Obdachlosen manchmal ein Brötchen vorbeibringt, das aber dann nett verpackt, so ‚Gerade ein Brötchen zu viel gekauft.‘ In die Situation bin ich aber noch nicht gekommen.
Ich glaube nicht, dass ich zu Weihnachten Obdachlosen mehr gebe. Ich habe sogar das Gefühl, dass momentan weniger Obdachlose in der Innenstadt unterwegs sind. Vielleicht wegen des Weihnachtsmarktes. Ich könnte mir vorstellen, dass das Ordnungsamt da mehr hinterher ist."

Vanessa Weise
Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Alisa Sonntag
ältere Frau vor Straßenbahn
"Ich habe nicht so oft Kontakt mit Obdachlosen. Wir haben so viele Bettler in der Innenstadt, aber man muss da erst einmal unterscheiden lernen, welche in Truppen abgesetzt werden und welche wirklich auf der Straße leben. Die Obdachlosen tun mir sehr leid. Ich spende generell auch manchmal etwas, zum Beispiel in die Spendendosen, die in der Apotheke manchmal stehen. Wenn ich Obdachlosen etwas gebe, dann meist Geld. Ich denke, das wollen die mehr als Brötchen oder so.
Und dass das Geld für Drogen ausgegeben wird, kann man ja doch nicht verhindern. Die besorgen sich ja trotzdem irgendwo ihren Alkohol. Die Leute tun mir auch wirklich leid."

Ute Dietrich
Bildrechte: MDR/Alisa Sonntag
Mann von hinten
"Das sind ja Menschen genauso wie ich, warum sollte ich die alle über einen Kamm scheren. Es kann ja jeder in so eine Situation kommen. Manchmal gebe ich denen Geld.
Solange die Obdachlosen das für Lebensmittel ausgeben und nicht für Genussmittel, würde ich das jederzeit wieder machen. Mit der Zeit kennt man die ja schon und weiß, wem man was gibt und wem nicht."

Gerd, möchte seinen vollen Namen nicht nennen und nicht von vorn fotografiert werden
Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Alisa Sonntag
junger Mann
"Ich denke schon, dass ich das manchmal ein bisschen ausblende oder ignoriere. Aber ich hole auch gern etwas für einen Obdachlosen oder schmeiße ein bisschen Geld rein. Es ist jetzt nicht so, dass ich das täglich mache, aber manchmal gebe ich denen schon etwas. Vielleicht zu Weihnachten auch öfter.
Das letzte Mal war vergangene Woche. Da bin ich einfach zum Bäcker und habe dem ein Käsebrötchen geholt. Er war sehr dankbar, das hat sich schon gut angefühlt. Aber ich guck natürlich auch, wenn es ein Junkie ist, dann gebe ich dem nicht gern Geld."

Salim Runge
Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Alisa Sonntag
Bork Schaetz
"Ich begegne selten Obdachlosen, in der Regel gehe ich an ihnen vorbei, ignoriere sie eher. Wenn ich Ihnen etwas gebe, dann meistens Geld, das hat man schnell zur Hand.
Wofür sie das ausgeben, ist mir nicht wichtig. Ich habe dann zwar das Gefühl, dass ich ihnen damit helfe, aber sicher bin ich nicht – vielleicht stecken ja auch professionelle Menschen dahinter, die jemanden vorschicken, um Geld einzusammeln."

Bork Schaetz
Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT/Alisa Sonntag
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