Gebäude des Campus der Martin-Luther-Universität in Halle an der Saale.
Der Universitätsplatz in Halle. Hier ist alles saniert, doch das ist noch nicht bei allen Gebäuden der Fall. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Geld vom Land Sanierung und Neubau für Uni Halle

Die hallesche Universität wird in den nächsten Jahren wichtige Gebäude sanieren und modern ausstatten können. Das Institutsgebäude für Chemie kann mit Mitteln von Land und EU vollständig saniert werden, genau wie das Institutsgebäude für Geobotanik auf dem Gelände des Botanischen Gartens in Halle. Auch zwei Neubauten sind geplant.

Gebäude des Campus der Martin-Luther-Universität in Halle an der Saale.
Der Universitätsplatz in Halle. Hier ist alles saniert, doch das ist noch nicht bei allen Gebäuden der Fall. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn

Die hallesche Martin-Luther-Universität (MLU) kann in den nächsten Jahren wichtige Institutsgebäude sanieren und modern ausstatten, auch zwei Neubauten sind geplant. Dafür gab der Finanzausschuss des Landtages grünes Licht. Land und EU finanzieren die Vorhaben, die mehr als 40 Millionen Euro kosten werden.

Ein dunkelhaariger Mann (Christian Tietje) mit Brille und Jacket
Christian Tietje, Rektor der halleschen Universität Bildrechte: Uni Halle/Michael Deutsch

Das Institutsgebäude für Chemie auf dem Weinberg Campus kann mit dem Geld vollständig saniert werden, genau wie das Gebäude für Geobotanik auf dem Gelände des Botanischen Gartens in Halle. Dort sollen auch zwei Neubauten entstehen. "Diese Investitionen wurden lange ersehnt und sind, insbesondere für die Forschung, die Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs und die Gewinnung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, wirklich dringend notwendig", sagte Rektor Christian Tietje.

19 Millionen Euro für die Chemie

Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT soll der Gebäudekomplex der Chemie auf dem Weinberg Campus komplett entkernt werden. Zwei Trakte wurden bereits in den 1990er Jahren saniert, die letzten zwei können nun für rund 18 Millionen Euro erneuert werden. Das Gebäude ist das erste, das am dortigen Wissenschaftsstandort gebaut wurde und steht unter Denkmalschutz. Neue Decken sollen eingezogen, Fenster und Türen denkmalgerecht ersetzt werden.

Den meisten Raum nehmen mit 80 Prozent der Fläche Labore ein, die ebenfalls alle erneuert werden. Für die Einrichtung stehen mehr als eine Million Euro zur Verfügung, auch barrierefreie Laborarbeitsplätze sollen entstehen. 20 Prozent des Geldes kommen vom Land, 80 Prozent von der EU. Die Planungen sollen laut Sprecher des Finanzministeriums Sachsen-Anhalt in diesem Jahr beginnen, 2022 soll alles in neuem Glanz erstrahlen. Etwa 60 Wissenschaftler und 150 Studenten werden von der Sanierung profitieren.

Wir hoffen, dass auch über weitere dringende Baumaßnahmen der Universität schnell und positiv entschieden wird.

Christian Tietje Rektor der Martin-Luther-Universität

Ältestes Institutsgebäude der Universität

Im Botanischen Garten steht bereits seit den 1840er Jahren ein schmales Gebäude mit historischem Hörsaal. Für 23 Millionen Euro kann das Institutsgebäude der Geobotanik in den nächsten Jahren denkmalgerecht saniert werden. Dazu soll auch neu gebaut werden: In der Nähe des Gebäudes entsteht ein weiteres. Er soll dreigeschossig sein, Hörsaal und vor allem Labore auf mehr als 1.000 Quadratmeter Fläche beherbergen. Im Wirtschaftshof kann dazu ein Herbarium entstehen, samt Präparationsräumen und Archiv. Auch hier soll bis 2022 alles fertig sein.

Der Rektor der halleschen Universität ist dankbar für die finanzielle Unterstützung und sagte: "Wir danken dem Parlament und der Landesregierung und hoffen, dass auch über weitere dringende Baumaßnahmen der Universität schnell und positiv entschieden wird." Der hallesche Abgeordnete Andreas Schmidt, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, freute sich, es sei "ein guter Tag für die Stadt und die Universität".

Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | Studio Halle | 09. Januar 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2019, 16:02 Uhr

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1 Kommentar

10.01.2019 18:34 W.Merseburger 1

Das Gebäude des chemischen Institutes am Weinbergweg war vor 60 Jahren der Stolz der Chemie an der MLU und der Bau ist eng mit dem Namen von Prof. Wolfgang Langenbeck verbunden. Deshalb frage ich, warum kann man oben in den Bildern dieses Gebäude in seinem heutigen Zustand nicht zeigen. Dies wäre doch eine leichte Übung gewesen. Beide oben abgebildete Gebäude haben weder mit der Chemie noch mit der Geobotanik zu tun.

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