Plastikmüll vermeiden Ein Unverpackt-Laden für Halle

Halles erster sogenannter Unverpackt-Laden hat am Dienstag eröffnet. Das Besondere: Kunden können sich die Lebensmittel und Drogerieprodukte des Geschäfts in mitgebrachte Behälter abfüllen und so Verpackungsmüll sparen.

Einkaufen ohne Plastikmüll: Unverpackt-Läden wollen das möglich machen. Kunden können sich die Lebensmittel und Drogerieprodukte in mitgebrachte Behälter abfüllen und so Verpackungsmüll sparen. Seit Dienstag gibt es so einen Laden auch in Halle. Am August-Bebel-Platz hat "abgefüllt" eröffnet.

Das Startkapital für den Laden ist über eine Crowdfunding-Aktion zusammengekommen. Die Geschäftsinhaber, Grundschullehrer Hannes Schulz und Informatiker Florian Thürkow, haben von mehr als 1.000 Spendern etwa 42.000 Euro eingenommen. Damit haben die beiden ihr selbst gesetztes Ziel um 4.000 Euro übertroffen. "Das ging schon ziemlich durch die Decke", sagte Thürkow MDR SACHSEN-ANHALT. "Der Durchschnitt liegt so bei 500, 600 Unterstützern. Also sind wir hier in Halle schon ziemlich weit vorne." Von dem Geld haben die Gründer den Laden eingerichtet, eine Kaffeemaschine und eine Kühltheke angeschafft sowie eine Erdnussmus-Maschine gekauft.

Unverpackt-Laden in Halle eröffnet

Erste Besucher im Unverpackt-Laden Halle
Einkaufen ohne Plastikmüll, nachhaltig und umweltfreundlich: Das ist in sogenannten Unverpackt-Läden möglich. In Magdeburg gibt es sie schon. In Halle hat am Dienstag der erste eröffnet, am August-Bebel-Platz. Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke
Erste Besucher im Unverpackt-Laden Halle
Einkaufen ohne Plastikmüll, nachhaltig und umweltfreundlich: Das ist in sogenannten Unverpackt-Läden möglich. In Magdeburg gibt es sie schon. In Halle hat am Dienstag der erste eröffnet, am August-Bebel-Platz. Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke
Hannes Schulz und Florian Thürkow (v.l.), Gründer des Unverpackt-Ladens in Halle
Die Geschäftsinhaber, Grundschullehrer Hannes Schulz (links) und Informatiker Florian Thürkow, haben das Startkapital für ihren Unverpackt-Laden "abgefüllt" durch eine Crowdfunding-Kampagne eingenommen. Etwa 42.000 Euro von mehr als 1.000 Spendern sind innerhalb weniger Wochen zusammenkommen – 4.000 Euro mehr, als die Gründer erwartet hatten. Eine Vollzeitkraft und drei Pauschalkräfte arbeiten in dem Laden. Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke
Gäste der Eröffnungsfeier stehen vor dem Unverpackt-Laden in Halle.
Etwa 50 Gäste kamen zur Eröffnung, um mit Prosecco anzustoßen und sich den Laden anzusehen. "Sowas hat in Halle noch gefehlt. Es ist eine ziemlich coole Idee", sagt eine junge Besucherin. Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke
Gewürze zum Selbstabfüllen im Unverpackt-Laden Halle
Im "abgefüllt" werden Lebensmittel wie zum Beispiel Gewürze, Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, regionales Obst und Gemüse sowie Marmeladen verkauft. Es gibt auch Wasch- und Reinigungsmittel sowie andere Drogerieartikel. Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke
Hülsenfrüchte, Getreide und Nüsse zum Selbstabfüllen im Unverpackt-Laden Halle.
Das Besondere an Unverpackt-Läden: Die Produkte gibt es in großen Behältern. Die gewünschte Menge wird in mitgebrachte Behältnisse abgepackt. Für Flüssigkeiten wie Öl gibt es ein Mehrwegsystem aus Gläsern. So soll Plastikmüll vermieden werden.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25.06.2019 | 15:40 Uhr

Quelle: MDR/mh
Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke
Alle (5) Bilder anzeigen

Nudeln, Waschmittel und Öl zum Selbstabfüllen

Im "abgefüllt" werden Lebensmittel wie zum Beispiel Gewürze, Nudeln, Hülsenfrüchte, Nüsse und Obst und Gemüse angeboten. "Bei uns wird es nur saisonales, frisches Gemüse und Obst geben", sagt Schulz. Außerdem bietet der Laden Wasch- und Reinigungsmittel an. Die Produkte werden in großen Behältern angeboten. Kunden können sie dann in der gewünschten Menge in ihre eigene Gefäße umfüllen. Für Flüssigkeiten wie Öl gibt es ein Mehrwegsystem aus Gläsern.

In Magdeburg gibt es bereits seit längerer Zeit Unverpackt-Läden.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25. Juni 2019 | 15:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2019, 19:39 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

13 Kommentare

28.06.2019 16:18 Fakt 13

>>Möwe, #6:
"Um der ganzen Sache Nachdruck zu verleihen, werden dann Bilder von schmutzigen Stränden aus der dritten Welt eingeblendet."<<
--------
Richtig. Und was findet man dort an den Stränden und auf den Müllkippen? Alte Plastiktüten deutscher Einzelhändler und jede Menge weiteren Platikmüll von uns, wie kürzlich in einer Reportage zu sehen. Finden Sie aber okay, oder?

28.06.2019 06:10 Möwe 12

@Herr Leistner
Sie haben vollkommen Recht.

27.06.2019 17:06 Hans Frieder Leistner 11

Max W. ich schreibe mit meinem vollen Namen und verstecke mich nicht. Nur kurz zu ihrem Pamphlet.
Die "globale vorherrschende Wirtschaftsform" hat fleißigen Menschen zu Wohlstand verholfen. Zur Vernichtung der Natur nur zwei Beispiele: Aralsee und Wismut AG. Das sind die Folgen des unbesiegbaren sozialistischem Systems
Und ihr letzter Absatz spricht nur so von Überheblichkeit. Sie kennen mich überhaupt nicht. Sie wissen nicht, was mein Berufsleben war und sprechen mir dann Ahnung ab.

Mehr aus dem Raum Halle und Leipzig

Mehr aus Sachsen-Anhalt