Aus einem Fahrzeug wird Reizgas gegen eine Gruppe Jugendlicher versprüht.
Die jugendlichen Passanten wurden aus zwei Autos heraus mit Reizgas besprüht und mit Flaschen und Steinen beworfen. (Archivbild) Bildrechte: Thomas Schade

1. Mai-Auseinandersetzung in Halle Haftstrafen wegen Jagd auf Passanten

Sie haben willkürlich Jagd auf vermeintliche Gegendemonstranten und Passanten gemacht – davon sind die Richter am Landgericht Halle überzeugt. Im Prozess um Übergriffe nach einer geplatzten Rechten-Demo am 1. Mai 2017 sind eine Frau und ein Mann zu Haftstrafen verurteilt worden. Die Angeklagte gehören der rechten Szene an.

Aus einem Fahrzeug wird Reizgas gegen eine Gruppe Jugendlicher versprüht.
Die jugendlichen Passanten wurden aus zwei Autos heraus mit Reizgas besprüht und mit Flaschen und Steinen beworfen. (Archivbild) Bildrechte: Thomas Schade

Eine Frau und ein Mann aus der rechten Szene sind am Freitag vom Landgericht Halle zu Haftstrafen verurteilt worden – die beiden stammen aus Hessen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass beide aus Frust über eine verhinderte Demonstration der Partei "Die Rechte" am 1. Mai 2017 in Halle Jagd auf vermeintliche Gegendemonstranten gemacht hatten.

Laut Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT wurde der 40 Jahre alte Mann zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt, die 42 Jahre alte Frau zu einem Jahr und zwei Wochen. Die Strafe für die Frau sei aber auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt worden.

Umfeld sprach von Notwehr

Die Darstellung einer Notwehr-Situation, wie es von Zeugen aus dem Umfeld der Angeklagten behauptet wurde, qualifizierte das Gericht als glatte Lüge. Aussagen von anderen Zeugen und Opfern hätten vielmehr gezeigt, dass die beiden Angeklagten mit mindestens sieben Mittätern aus zwei Autos heraus vermeintliche Gegendemonstranten mit Steinen und Flaschen beworfen hatten. Außerdem wurde ein Unbeteiligter mit einem Stück Starkstromkabel auf den Kopf geschlagen.

Wahllos und brutal Passanten angegriffen

Einem Gerichtssprecher zufolge wurden beide wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Beide hätten aus Frust und Wut über die abgesagte Demo völlig wahllos und mit nicht unerheblicher Brutalität auf unbeteiligte Passanten eingeschlagen und eingetreten, sagte der Sprecher. Frühere Urteile seien bei beiden mit in die Strafe eingegangen.

Staatsanwaltschaft und Nebenklage als auch Verteidiger und Angeklagte können gegen das Urteil noch Revision am Bundesgerichtshof einlegen.

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 08. Februar 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Februar 2019, 20:40 Uhr

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17 Kommentare

10.02.2019 19:31 Thore 17

@Vergesst.....#2
Der Hööööööcke stammt aus NRW (Lünen) und hat lediglich in Hessen studiert und unterrichtet !
Was hat Höööööcke mit dem Fall zu tun und sind jetzt alle Hessen "nomadisierende rechte Schläger" ?

10.02.2019 18:20 Gerd Müller 16

RECHTE NEONAZIS SIND SCHANDE DEUTSCHLANDS; SOWAS GEHOERT GEAECHTET, AUSGEBUERGERT AUF
LEBENDSZEIT DEUTSCHE STAATSBUERGERSCHAFT ENTZOGEN UND LEBENSLANG WEGGESPERRT UM DEMOKRATEN ZU SCHUETZEN.

10.02.2019 16:31 Benutzer 15

10.02.2019 10:47 Gerd Müller

wie wollen sie deutsche abschieben? und warum dann nicht auch gewalttätige Linke?

Aber lustig wie Linke auf einmal die Demokratie kennen .D