Mike Pompeo (l), Auߟenminister der USA, hält einen Strauߟ weiÃße Rosen und spricht mit einem Mann.
US-Außenminister Mike Pompeo (l.) hat am Abend Halle besucht. Bildrechte: dpa

US-Außenminister Pompeo setzt in Halle Zeichen gegen Antisemitismus

Um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen, haben US-Außenminister Pompeo und Bundesaußenminister Maas am Donnerstag Halle besucht. Wegen hoher Sicherheitsvorkehrungen kam es zu erheblichen Einschränkungen für die Hallenser.

Mike Pompeo (l), Auߟenminister der USA, hält einen Strauߟ weiÃße Rosen und spricht mit einem Mann.
US-Außenminister Mike Pompeo (l.) hat am Abend Halle besucht. Bildrechte: dpa

US-Außenminister Mike Pompeo und Bundesaußenminister Heiko Maas haben am Donnerstagabend Halle besucht. Zunächst legten sie an dem Dönerimbiss, wo vor vier Wochen ein Attentäter einen 20-Jährigen erschossen hatte, einen Kranz nieder. Im Anschluss begaben sich beide Außenminister zur Synagoge und sprachen mit Vertretern der jüdischen Gemeinde. So wollten sie ein gemeinsames Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus setzen.

Hohe Sicherheitsvorkehrungen

Der Besuch im Paulusviertel und an der Ludwig-Wucherer-Straße war mit hohen Sicherheitsvorkehrungen, Straßensperrungen und umfangreichen Parkverboten verbunden. Über der Stadt kreiste während des Aufenthalts der beiden Minister ein Helikopter.

Schon am Vormittag wurden nach Angaben der Stadt 16 Autos abgeschleppt, die sich innerhalb der Parkverbotszone befanden. Mitarbeiter der Stadtreinigung entfernten Laub und Unkraut von den Gehwegen. Anwohner waren gebeten worden, ihre Ausweise mitzuführen, um zu ihren Wohnungen gelassen zu werden.

Autofahrer müssen sich bis zum späten Abend auf weitere Sperrungen und Umleitungen im gesamten Stadtgebiet einstellen. Erst gegen 22 Uhr sollen die letzten Sperrungen aufgehoben werden. Im Nahverkehr werden Straßenbahnen und Busrouten umgeleitet.

Besuche in Mödlareuth und Leipzig

Vor seiner Visite in Halle war Pompeo bereits in Thüringen und Sachsen unterwegs. Gemeinsam mit Maaß besuchte er am Nachmittag das Deutsch-Deutsche Museum an der Grenze zwischen Thüringen und Bayern in Mödlareuth. Anschließend waren beide in Leipzig zu Gast. Im dortigen Alten Rathaus fand nach den diplomatischen Gesprächen – laut Maas auf ausdrücklichen Wunsch Pompeos - auch ein Besuch der Nikolaikirche und ein Treffen mit Zeitzeugen der friedlichen Revolution statt.

Maas würdigte die Verdienste der USA um die Überwindung der deutsch-deutschen Teilung. "Ohne die Führungskraft Amerikas hätte es auch keine Wiedervereinigung gegeben", erklärte der Außenminister. Dieser Satz gelte auch heute noch. "Wir sind euch in großer Verbundenheit und in großer Dankbarkeit verpflichtet", betonte Maas an Pompeo gerichtet und fügte hinzu: "Wir verdanken unsere Freiheit und auch unsere Einheit ganz entschieden euch."

Quelle: dpa, MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07. November 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2019, 21:19 Uhr

3 Kommentare

Steffen 1978 vor 1 Wochen

Dafür ist genug Polizei vorhanden aber zum Schutz unserer Kinder und Familien herrscht natürlich Personalmangel wo sind denn die Beamten z.B morgens an Schulwegen oder Kitas

W.Merseburger vor 1 Wochen

Mir drängt sich hier die Frage auf: Wer soll vor wem geschützt werden? Die Bürger vor den hohen Gästen, oder die hohen Gäste vor den Bürgern? Auf jeden Fall ist der Sicherheitsaufwand enorm und wird sicherlich auch einiges an Geld kosten.

HBernhardt vor 1 Wochen

Danke für die "positive" Darstellung von Halle. Wegen der Tat eines Idioten kommt die halbe Welt nach Halle.

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