Verein Deutscher Sprache Sprachtage in Halle: Ist das Deutsch oder kann das weg?

Der Verein Deutsche Sprache setzt sich für die Pflege der deutschen Sprache ein. Beim Jahrestreffen in Halle geht es um Bildung. Denn durch Anglizismen und Textnachrichten hätten Heranwachsende zunehmend Probleme, sich angemessen auszudrücken, heißt es vom Verein.

Eine Häuserwand mit alten deutschen Wörtern in Halle.
Deutsche Wörter retten: Der Verein Deutsche Sprache trifft sich in Halle. Weitere Infos zur Häuserwand gibt es im Artikel unter "Mehr zum Thema". Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke

Dudes aus 14 Ländern! Really? Really!

Der verein deutsche sprache (vds) ist für ein meeting in Halle City von donnerstag bis übers ganze we. Thema ist: "sprache und bildung im wandel der zeiten". Dudes aus 14 ländern sind am start krasserweise sogar aus ghana und aserbaidschan. :-O

Der verein so: "save deutsch!" Vds-typ Jörg Bönisch sagt ihr könnt nicht mehr alle richtig sprechen vong deutsch her. Nicht mal mehr mit dem chef. Weil wegen englisch und so.

By the way findets Bönisch nur so semi cool dass es weniger diktate und weniger deutsch in der schule gibt. Smartphones sind auch absolut die bad guys. Oder wenn ihr bei wa oder fb was abkürzt oder halt emojis nehmt. :-/ In der schule geht das vllt noch klar aber im job ists dann kacke. REALLY. Und dann müsst ihr dafür vllt nochmal zur schule -> work work work

Noch einmal übersetzt: Teilnehmer aus 14 Nationen

Der Verein Deutsche Sprache (VDS) trifft sich von Donnerstag bis Sonntag in Halle. Das diesjährige Motto des Treffens lautet: "Sprache und Bildung im Wandel der Zeiten". Teilnehmer aus 14 Nationen werden zu den Sprachtagen erwartet, unter anderem aus Ghana und Aserbaidschan.

Der Verein setzt sich für die Pflege der deutschen Sprache ein. VDS-Vorstandsmitglied Jörg Bönisch sagt, dass sich viele Heranwachsende nicht mehr angemessen ausdrücken könnten. Sie benutzten verstärkt englische Wörter oder träfen teilweise nicht den richtigen Ton beim Arbeitgeber.

Bönisch kritisiert, dass in Grundschulen weniger Diktate geschrieben würden und Deutschstunden gekürzt worden seien. Hinzu komme, dass junge Menschen verstärkt das Smartphone nutzten, beim Schreiben viele Wörter abkürzten oder Gedanken mit Hilfe von Symbolen ausdrückten. Viele junge Menschen seien zum Start ihrer Ausbildung nicht auf einem angemessenen Sprachniveau. In größeren Unternehmen gebe es Nachschulungen zur Vorbereitung auf die Arbeitsstelle, sagt Bönisch.

Quelle: MDR/mh,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 27. Juni 2019 | 07:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2019, 14:42 Uhr

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16 Kommentare

28.06.2019 12:36 Karl Stülpner 16

Ich finde, dass es schlimm genug ist, auf welch einfaches Niveau unsere deutsche Sprache schon jetzt staatlich, dabei gefühlt ohne Sinn, abgesenkt wurde.
Es kann nichts weg. Es muss bewahrt werden.
Und das fängt schon bei der Orthographie in diesem Beitrag an. Lesen. Wundern. Korrigieren.

28.06.2019 12:11 part 15

Viel schlimmer finde ich wie der Journalimus seit Anbeginn immer die Realität mit Schlagworten, Schlagzeilen und Redewendungen verzerrt. Da werden je nach politischer und populistischer Stimmungsmache unterschiedliche Bezeichnungen benutzt um gewisse Verhältnisse in eine schlechtes Licht zu rücken. Leider ist auch dieses Phänomen eine Verhunzung der Sprache das beachtet werden sollte. Zumeist merkt man dies besonders, wenn Artikel nicht kommentierbar sind oder stark zensiert werden durch die jeweilige Redaktion.

28.06.2019 10:43 Tom 14

Ach , Ihr Lieben, wenn ich da an die NDW denke, an Nena, Udo Lindenberg oder die DDR - Musiker. Und heute ? Man versteht nicht wirklich was mit dem Text gemeint ist und mit einer Übersetzung "frei Schnauze" ist auch viel Spott und Schaden anzurichten. Da lobe ich mir die alten Platten... ( lächel ... )

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