Linkes Projekt So geht es in Halle mit "HaSi" weiter

Das besetzte Haus in der Hafenstraße 7 in Halle, kurz "HaSi", steht seit etwa einer Woche leer. Die HaSi-Bewohner sind nach zwei abgeblasenen Räumungsversuchen freiwillig ausgezogen. Für das Projekt geht es an einem neuen Standort weiter.

Das linke Projekt "HaSi" in Halle zieht um: Von der Hafenstraße 7 geht es zum Galgenberg im Norden der Stadt. Am neuen Standort haben die HaSi-Leute einen Nutzungsvertrag. So zentral wie die Hafenstraße ist es nicht. Die "HaSi" hat am neuen Standort fast keine direkten Nachbarn. Lediglich ein Mitarbeiter der Stadt wohnt im Obergeschoss. Dafür gibt es viel Platz für "HaSi": 17.000 Quadratmeter.

Das Gebäude hat Stephan Schirrmeister vom Verein "Haushalten Halle" vermittelt. Der Verein kümmert sich um leerstehende Gebäude in der Stadt. In der Hafenstraße hatten sich Anwohner über die "HaSi" beschwert. Schirrmeister sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass am neuen Standort regelmäßige Treffen zwischen den "HaSi"-Betreibern und Nachbarn stattfinden sollen, so dass Probleme besprochen werden könnten. "Das wird schon deshalb keine HaSi 2.0 werden, weil wir hier ganz andere Voraussetzungen haben", so Schirrmeister. Die Eigentümerin des Gebäudes sei froh, dass der Leerstand beseitigt werde und wieder eine Nutzung da sei.

Zukunft der Hafenstraße 7 noch unklar

Das Haus in der Hafenstraße 7 ist zurück im Besitz der Halleschen Wohnungsgesellschaft (HWG). Allerdings ist der Streit um das Grundstück noch nicht beigelegt. Die HWG will dort bauen, die Linke wiederum das Gelände für Vereine offenhalten.

Der Betreiberverein der "HaSi", Capuze e.V., hatte 2016 in dem leerstehenden Haus ein Café eingerichtet und darin Veranstaltungen organisiert. Die HWG hatte die Nutzung zunächst geduldet. Im Januar war der Duldungsvertrag ausgelaufen, die Eigentümer hatten die Immobilie daraufhin zurückverlangt. Weil die "HaSi"-Besetzer das Haus zunächst nicht freiwillig räumen wollten, hatte die HWG am Landgericht Halle eine Zwangsräumung des Hauses durchgesetzt. Beide Räumungsversuche scheiterten. Wer das zu verantworten hat, ist noch ungeklärt.

Diskussion über Freiräume für Vereine

Alternative Projekte sorgen in Halle immer wieder für Diskussionen. Katja Müller von der Linken sagte, dass in den vergangenen Monaten mehrere Vereine ihre Gebäude verloren hätten, zum Beispiel die Rockstation oder Plan 3 mit dem ehemaligen La Bim. Beides waren Veranstaltungsorte. Durch steigende Mieten stehen in Halle weniger Häuser für Vereine zur Verfügung. Im April will die Stadt daher ein Konzept für Freiräume vorlegen.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 18. Dezember 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Dezember 2018, 14:28 Uhr

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6 Kommentare

20.12.2018 18:44 gerd 6

Tja nun sind die Hasi Leute auch noch mit dem Grünen Politiker Aldag aneinandergeraten ,kein Wunder erst ist mal sein Terrassenholz verschwunden,er fühlt sich Übergangen nun haben
die gutsituirten Bürger des Viertels Paulus diese Vandalen an der Backe .Links ist nicht immer gut .

20.12.2018 17:51 Emil 5

Der dort wohnende Mieter will so schnell wie möglich ausziehen (mz-web). Er kann auch nicht mehr schlafen. Bands machen laute Musik. Ich hoffe mal der Wiegand und die neuen Mieter sind so anständig und helfen dem Mann eine gleichwertige Wohnung zu finden. Alles andere wäre schoflig. So kann man mit seinen Mitmenschen nicht umgehen !!

20.12.2018 05:31 Thomas 4

Na da wird der dort wohnende Mitarbeiter der Stadt vor Freude über seine neuen Untermieter kaum an sich halten können.