Tierische Geschichten Zicklein-Drillinge, geboren am Valentinstag

Der hallesche Bergzoo freut sich über Nachwuchs: Bei den Ziegen sind im Februar gleich fünf kleine Zicklein geboren worden. Das Besondere: Drei der Kleinen sind als Drillinge auf die Welt gekommen – und zwar am Valentinstag.

Drei weiße Zicklein mit ihrer Mutter
Die am 14. Februar geborenen Drillinge sind schon jetzt kleine Stars im Zoo. Sie hüpfen, kampeln und rennen im Gehege umher. Bildrechte: MDR/Andreas Manke

"Sie sind ganz doll niedlich, sie sind klein und knuffig, hüpfen rum, man kann sie mal streicheln und die nuckeln am Finger", schwärmt Tierpfleger Ronny Neumann. Er spricht über den Ziegen-Nachwuchs im Bergzoo Halle. Genau am Valentinstag kamen Vincent, Valentin und Valeria auf die Welt – alle gesund, die Böcklein schwarz-weiß und ihre Schwester mit ein wenig Braun im Fell. "1.400 Gramm schwer, der Kräftigste 1.900 Gramm. Und sie haben 100 Gramm am Tag zugenommen", erzählt Neumann.

Ein bisschen zickig sind die Kleinen tatsächlich. Sie streiten sich, wenn es um die Milch der Mutter geht. "Dadurch, dass die Mama nur zwei Zitzen hat, sind drei Jungtiere schon außergewöhnlich. Die kampeln sich, wenn sie alle drei gleichzeitig trinken möchten, dann schubsen sie sich gegenseitig weg", sagte Tierpfleger Neumann MDR SACHSEN-ANHALT.

Trotzdem komme keiner zu kurz, jeder darf mal an die Zitze. Darauf achte die Ziegenmutter. "Die sucht sich immer das Jungtier, das nicht dran war und geht hin." Und so hat es auch die Kleinste der Drillinge, Valerie, geschafft. "Sie hatte pro Tag nur 80 Gramm zugenommen anstatt 100, wir haben die Daumen gedrückt und sie hat sich durchgesetzt."

Man fiebert immer mit bei so einer Geburt

Ronny Neumann Tierpfleger im Zoo Halle

Kinder sind vom Ziegen-Nachwuchs begeistert

Die Kinder, die die Kleinen schon im Streichelgehege gesehen und getätschelt haben, waren laut Tierpfleger Stefan Ziege begeistert. "Sie riefen: 'Sind die süß' und wollten sie am liebsten hoch nehmen und knuddeln. Aber das ist natürlich für die Jungtiere nicht so optimal, es sind ja nun keine Kuscheltiere."

Ein tiefschwarzes Zicklein im Heu
Die Geburt dieses kleinen Zickleins hat Tierpfleger Neumann miterlebt. Bildrechte: MDR/Andreas Manke

Ein paar Tage später kamen noch zwei weitere Ziegen auf die Welt. Bei einer der Geburten war Tierpfleger Ronny Neumann dabei. "Man fiebert immer mit bei so einer Geburt. Man kann der Ziege nicht wirklich helfen. Geht man zu nah ran, dann stresst man die Ziege eher", sagte er. Er beobachtete mit etwas Abstand, ob alles klappt – und stand die ganze Zeit mit einem Handtuch bereit, um die kleine Ziege trocken zu rubbeln, falls die Mutter sie nicht ablecken sollte. "Die Fruchthülle ist ja noch drum, da muss man gucken, dass die von der Nase ab ist, damit das Ziegenbaby auch atmen kann."

Doch alles hat funktioniert: "Sie kam super schnell herausgeflutscht, es hat dann eine Weile gebraucht, bis die Mama die Kleine sauber geleckt hat, aber sie ist dann sofort aufgestanden und ein bisschen herumgetorkelt." Von Torkeln ist heute nichts mehr zu sehen, alle fünf Nachwuchs-Ziegen sind sicher auf ihren kurzen Beinen unterwegs. Die Kinder im Zoo wird es freuen: Sie können im Streichelgehege den neuen Zoo-Bewohnern ganz nah kommen. Die Drillinge toben dort schon umher, die beiden anderen Zicklein sind momentan noch mit ihren Müttern im Stall.

Eine schwarze Zicke mit ihrer Mutter im Stall
Noch muss dieses Zicklein mit seiner Mutter im Stall bleiben. Beide sollen sich erst aneinander gewöhnen, bevor sie ins Streichelgehege dürfen. Bildrechte: MDR/Andreas Manke

Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 23. Februar 2019 | 08:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2019, 20:34 Uhr

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