Traditionsunternehmen Aluminiumfolie Merseburg meldet Insolvenz an

Dem Unternehmen Alufolie Merseburg droht das Aus. Am Freitag wurde bei einer Betriebsversammlung bekanntgegeben, dass der Insolvenzantrag gestellt worden sei. Zuletzt lief die Produktion bereits eingeschränkt.

Einfahrt und Verwaltungsgebäude der Firma Aluminiumfolie Merseburg
In dem Merseburger Unternehmen sind rund 60 Mitarbeiter tätig. Bildrechte: MDR/Andreas Manke

Das Traditionsunternehmen Aluminiumfolie Merseburg ist zahlungsunfähig. Das wurde am Freitagmittag auf einer Betriebsversammlung bekanntgegeben. Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Real Palma sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Stimmung sei zunächst gedrückt gewesen. Sie habe sich aber aufgehellt, als bekannt wurde, dass am Donnerstag der Insolvenzantrag gestellt wurde und es weitergehe.

Gute Auftragslage

Real Palma sagte, es gebe auch keine Grund, warum es nicht weitergehen sollte. "Die Lage an sich ist gut. Die Maschinen sind einsatzbereit und könnten jederzeit wieder loslegen und die Auftragsbücher sind voll." Warum das Unternehmen in die wirtschaftliche Schieflage geraten ist, konnte er nicht erklären.

Zuletzt war die Produktion bei Aluminiumfolie in Merseburg stark eingeschränkt gewesen. Einige Mitarbeiter warten noch auf Geld. Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Es gehört zu einer kanadischen Finanzgesellschaft. In Merseburg produzieren rund 60 Mitarbeiter Folien für Dosen, Tabletten oder Kartonverpackungen.

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Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Januar 2018 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2018, 17:04 Uhr

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12 Kommentare

14.01.2018 11:41 Ralf 12

Wenn wir ehrlich sind, wurden alle Betriebe von ausländischen Firmen geführt. Mit dem Ergebnis die Löhne nicht zu zahlen, trotz voller Auftragsbücher. Sie sanieren sich über Fördergelder von Deutschland und kaufen neue Maschinen. Aber nur um nach ein paar Jahren Laufzeit Konkurs anzumelden. Vorher wurden die neuen Maschinen gegen alte ausgetauscht.
Unser Politiker verramschen unsere Betriebe für das Ausland und lassen sich noch feiern. Gibt es überhaupt noch Firmen mit Sitz in Deutschland???
Man muss leider jeden Tag auf ein neues erfahren wie viel Betriebe in Sachsen Anhalt trotz voller Auftragsbücher geschlossen werden. Siehe zum Beispiel Siemens.
Sachsen-Anhalt wird das ärmste Land in der Bundesrepublik werden.
Wo sollen sich die tausenden Arbeitslosen noch bewerben??
Es muss sich unbedingt was ändern.
Ansonsten sind wir alle Sozialempfänger!!!!!!!!!

13.01.2018 22:26 Diana 11

Es ist traurig wenn man sowas hört und liest Thema Insolvenz.Sehr viele verlieren etwas was einem sehr am Herzen lag.

13.01.2018 02:32 Max W. 10

(Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Es gehört zu einer kanadischen Finanzgesellschaft.)

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