Im Lagezentrum der Polizei in Halle sitzen mehrere Menschen an einem runden Tisch zusammen.
Im Lagezentrum der Polizei in Halle wird die Anti-Terror-Übung durchgespielt. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner

Katastrophenschutz Bundeswehr und Polizei üben Kommunikation im Terrorfall

Zum ersten Mal ist in Sachsen-Anhalt bei einer Terrorübung die Bundeswehr beteiligt. Es wurden mehrere Anschläge in Halle und Merseburg simuliert. Am Mittwoch wird ein großflächiger Stromausfall durchgespielt. Die beteiligten Behörden testen dann alternative Stromquellen und Kommunikationswege.

Im Lagezentrum der Polizei in Halle sitzen mehrere Menschen an einem runden Tisch zusammen.
Im Lagezentrum der Polizei in Halle wird die Anti-Terror-Übung durchgespielt. Bildrechte: MDR/Fabian Brenner

Im Rahmen einer zweitägigen Katastrophenschutzübung hat es am Busbahnhof in Halle am Dienstagmittag einen simulierten Terroranschlag gegeben. Bei diesem Einsatz war zum ersten Mal in Sachsen-Anhalt auch die Bundeswehr beteiligt. Vom Landeskommando Sachsen-Anhalts hieß es, 70 Soldaten hätten daran teilgenommen.

Auf den nachgestellten Anschlag in Halle folgten weitere simulierte Attacken, unter anderem in Merseburg. Die Anschläge spielten Soldaten und Polizisten im Lagezentrum der Halleschen Polizei virtuell durch. Allein die Kommunikationswege wurden getestet. Auf der Straße in Merseburg und am Bahnhof in Halle waren weder Polizei, noch Armee zu sehen.

Weitere Übung am Mittwoch

Der Referatsleiter für Katastrophenschutz, Lutz Georg Berkling, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzkräfte geübt werde. Vorab habe es nur eine Übungsanordnung in Schriftform gegeben, die jedem Teilnehmer bekannt sei. Darin seien die Szenarien, aber nicht die einzelnen Maßnahmen festgehalten.

Laut Berkling sieht ein Einsatz im Ernstfall nicht anderes aus. Aber es gebe mehr Stress. "Tatsächlich ist es die Kunst des Leiters eines Stabes, hier Ruhe zu bewahren."

Am Mittwoch werden die Beteiligten einen großflächigen Stromausfall infolge einer Cyberattacke durchgespielen. Die beteiligten Behörden testen alternative Stromquellen und Kommunikationswege. Einen tatsächlichen Stromausfall wird es in Sachsen-Anhalt aber nicht geben.

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28.11.2017 | 17:00 Uhr
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 28.11. 2017 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/mh/sp

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2017, 20:10 Uhr

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2 Kommentare

29.11.2017 13:43 Seemann71 2

Die Grenzen sind offen, aber unsere Open Air Veranstaltungen und die Weihnachtsmärkte sind eingezäunt.
Was soll auch passieren, alles Einzelfälle.
Und nun trainiert auch noch unsere über alles" gehasste" Bundeswehr, diese bösen Kriegstreiber, den EINZELFALL-TERRORANGRIFF.
Nichts hat sich geändert. Ich würde wieder genauso wählen.
Ich hoffe auf Veröffentlichung!!

29.11.2017 09:25 Wolfis 1

Wir haben uns den Terror ins Land geholt und machen so weiter in dem wir ihn behalten.