Marion Gunkel
Bildrechte: MDR/Andreas Manke

Streit um Wiegand-Vorschlag "Halles Bewerbung verwundert schon"

Magdeburg will 2025 Europäische Kulturhauptstadt werden. Ein Konkurrent könnte Halle werden, wenn es nach Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand geht. Anmerkungen dazu von MDR-SACHSEN-ANHALT-Studioleiterin Marion Gunkel.

Marion Gunkel
Bildrechte: MDR/Andreas Manke

Es ist aus meiner Sicht völlig legitim, dass sich Halle als heimliche Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts versteht. Schließlich gibt es in der Stadt Kultureinrichtungen und Festivals von internationalem Rang. Die Stadt selbst sieht sich als lebendige Kulturmetropole Europas.

Und so hat man im halleschen Rathaus sicher zähneknirschend die Bewerbung Magdeburgs als europäische Kulturhaupstadt 2025 zur Kenntnis genommen. Dass Halle jetzt auch eine Bewerbung einreicht, verwundert aber schon. Schließlich ist die Saalestadt mit ihrer Bewerbung für 2010 schon einmal gescheitert.

Halle hat kaum Chancen

Die eigenen Erfolgsaussichten sind damit nicht gerade rosig. So muss man das Vorgehen des Halleschen Oberbürgermeisters als Reaktion auf die Bewerbung von Magdeburg verstehen. Es ist ein neuerliches Zeichen für das angespannte Verhältnis zwischen den Städten.

Unterm Strich bleibt: Wenn zwei Städte aus Sachsen-Anhalt als Konkurrenten ins Rennen gehen, schmälert das für Magdeburg und Halle die Erfolgsaussichten. Denn je mehr Konkurrenten, desto geringer die Chancen auf einen Titel.

Zuletzt aktualisiert: 19. August 2016, 11:25 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

1 Kommentar

19.08.2016 17:10 NewGlobsower 1

Profitieren werden sämtliche umliegende Städte und kulturelle Einrichtungen - im Falle des Zuschlags.

Mehr aus Sachsen-Anhalt