Steigende Infektionszahlen Auch Mansfeld-Südharz verschärft Corona-Regeln

Der Landkreis Mansfeld-Südharz kämpft gegen steigende Corona-Infektionszahlen. Auslöser vieler Ansteckungen seien vor allem Privatfeiern. Landrätin Angelika Klein hat nun per Allgemeinverfügung strengere Vorgaben für private aber auch öffentliche Veranstaltungen erlassen.

Eine Frau mit Behelfs- Mund und Nasenmaske in der Innenstadt von Jena.
Der Landkreis Mansfeld-Südharz hat verschäfte Corona-Regeln beschlossen (Symbolbild) Bildrechte: imago images/MedienServiceMüller

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat der Landkreis Mansfeld-Südharz seine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft. Landrätin Angelika Klein (Die Linke) erließ am Montag per Allgemeinverfügung strengere Vorgaben für Feiern und Veranstaltungen. Vor allem Privatfeiern seien Auslöser vieler Ansteckungen gewesen, teilte der Landkreis mit.

Privatfeiern mit maximal 20 Personen

Laut Verfügung dürfen an privaten Feiern generell nur noch 20 Personen teilnehmen. Ausgenommen sind Feiern mit Angehörigen aus maximal zwei Hausständen oder mit nahen Verwandten. Bei fachkundiger Organisation dürfen in geschlossenen Räumen maximal 100, unter freiem Himmel bis zu 200 Personen an Veranstaltungen teilnehmen.

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Diese Grenzen gelten auch für geschäftliche, religiöse und kulturelle Veranstaltungen. 500 Menschen sind bei Sportveranstaltungen im Freien erlaubt – Tröten, Trompeten und ähnliche Blasinstrumente sind dabei jedoch verboten.

Bis zu 25.000 Euro Strafe möglich

Wer gegen die Auflagen im Kreis Mansfeld-Südharz verstößt, muss laut Landrätin mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro rechnen. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis 9. November.

Der Kreis hatte in den vergangen sieben Tagen 37,79 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert, wie die Vewaltung mitteilte. Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern dürfen laut der Vereinbarung von Bund und Ländern weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergriffen werden. Zuvor hatten schon Halle, der Burgenlandkreis und das Jerichower Land die Corona-Maßnahmen verschärft.

Quelle: MDR,dpa/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 26. Oktober 2020 | 11:00 Uhr

2 Kommentare

Steffen 1978 vor 4 Wochen

Schön das sich die Landrätin einer der erbärmichsten Region Deutschlands zu Wort meldet natürlich als erstes Strafandrohungen,jetzt sind die kleinen Leute dafür verantwortlich das über Monate jeglicher Schutz der Bevölkerung außer Acht gelassen wurde

Denkschnecke vor 4 Wochen

Ich frage mich, wo die Empörung über Leute bleibt, die jetzt noch unbedingt groß Party machen müssen. Da wurde im Mai gegen osteuropäische Leiharbeiterin Fleischbetrieben (die gerade mal soviele Quadratmeter pro Person, wie sie bei obigen Parties zur Verfügung stehen, zum Wohnen haben) ganz anders polemisiert. Und das bei damals niedrigeren Infektionsraten.

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