"Der ganze Hals war abgeschnitten" Mansfeld-Südharz: Minischweine brutal getötet

Zwei Minischweine waren der Stolz von Familie Holfeld aus Gerbstedt. Vor wenigen Tagen wurden sie brutal umgebracht. Die Tat hinterlässt neben Trauer auch Ratlosigkeit.

Zwei Minischweine liegen in Gerbstedt in einem Garten
Rosi und Lotte liegen in der Sonne. (Archivbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Vor wenigen Tagen wurden die Minischweine Rosi und Lotte auf einem Hof in Gerbstedt brutal angegriffen. Eines starb direkt, das andere wurde kurz danach eingeschläfert. Seitdem stehen die Besitzer der Tiere unter Schock.

Christian Holfeld entdeckte die Schweine morgens und hat die Bilder noch genau vor Augen. "Hier lag Lotte, der ganze Hals war abgeschnitten. Wir dachten erst, es war abgerissen, dass es irgendein Tier war", beschreibt er. Das zweite Schweinchen flüchtet sich schwerverletzt in den Schuppen. Der Tierarzt musste es noch am selben Tag einschläfern.

Schweine sterben durch Menschenhand

Kurz darauf der zweite Schock: Denn offenbar wurden die Schweine nicht, wie zunächst vermutet, von einem Raubtier so zugerichtet. "Vom Wolfskompetenzamt wurde uns bestätigt, dass es Messerstiche waren und dass einer die Schweine brutal umgebracht hat", ist Holfeld fassungslos.

Eine schwere Straftat, bestätigt auch Maik Schmidt von der Polizei Mansfeld-Südharz. Nicht umsonst sei der Tierschutz sogar im Grundgesetz verankert.

Minischweine in Gerbstedt getötet

Zwei Minischweine liegen in Gerbstedt in einem Garten
Zwei Minischweine einer Familie in Gerbstedt in Mansfeld-Südharz sind brutal getötet worden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Zwei Minischweine liegen in Gerbstedt in einem Garten
Zwei Minischweine einer Familie in Gerbstedt in Mansfeld-Südharz sind brutal getötet worden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Zwei Minischweine liegen in Gerbstedt in einem Garten
Rosi und Lotte waren aus dem Tierpark Walbeck gekommen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Ein getötetes Minischwein liegt auf dem Boden
Dann wurden sie brutal getötet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Christian Holfeld steht in seinem Garten
Christian Holfeld entdeckte die Tiere: "Hier lag Lotte, der ganze Hals war abgeschnitten. Wir dachten erst, es war abgerissen, dass es irgendein Tier war", beschreibt er. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Maik Schmidt von der Polizei in Mansfeld-Südharz
Das zweite Schwein flüchtet sich schwerverletzt in den Schuppen. Der Tierarzt muss es noch am selben Tag einschläfern. Maik Schmidt von der Polizei Mansfeld-Südharz stellt fest, so eine Tat sei eine schwere Straftat. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Der Garten von Doreen Born (r.) und Christian Holfeld.
Nicht umsonst sei der Tierschutz im Grundgesetz verankert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Doreen Born steht in seinem Garten
Doreen Born ist ratlos: "Ein Motiv können wir uns nicht vorstellen. Es wusste keiner, dass wir Minischweine haben. Die waren total ruhig, haben niemanden gestört."


Dieses Thema im Programm:
MDR um 11 | 15.02.2019 | 11:00 Uhr

Quelle: MDR/mp
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Kein Motiv erkennbar

Seit der Tat leben Christian Holfeld und seine Partnerin in einem ständigen Wechselbad der Gefühle. Wut, Angst,Trauer – und im Hinblick auf den Täter und sein Motiv herrscht bei beiden völlige Ratlosigkeit. Doreen Born, die Besitzerin der Schweine, sagt: "Ein Motiv können wir uns nicht vorstellen. Es wusste keiner, dass wir Minischweine haben. Die waren total ruhig, haben niemanden gestört. Ich weiß nicht, ob man dafür ein Motiv findet. Eigentlich nicht."

Traurige Nachricht für Kinder

Der Garten von Doreen Born (r.) und Christian Holfeld.
Der Garten von Doreen Born (r.) und Christian Holfeld. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Hof der beiden in Gerbstedt ist ein Mini-Tier-Paradies. Hunde, Hühner, Enten und Hasen tummeln sich hier. Das Herz der Kinder hing aber besonders an den süßen, kleinen, gelehrigen Schweinchen. "Wir mussten es den Kindern sagen, da wir nicht wollten, dass sie es aus dem Kindergarten oder aus der Schule erfahren. Wir haben ihnen gesagt, dass jemand bei uns eingebrochen ist und die zwei Minischweine jetzt leider im Himmel sind", berichtet Born.

Die beiden Kinder seien sehr traurig gewesen. "Ich denke mal, das wird eine ganze Weile dauern, dass sie das verarbeiten können", so Born.

Tierpark bietet Hilfe an

Der Tierpark Walbeck bei Hettstedt, aus dem die Schweinchen stammten, hat bereits angeboten, für Ersatz zu sorgen. Doch für Christian Holfeld und Doreen Born ist es dafür noch zu früh. Der Verlust ist zu frisch und die Angst vor dem Täter und das Gefühl der Unsicherheit, der zwei Wachhunde zum Trotz, noch viel zu groß.

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR um 11 | 15. Februar 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2019, 11:16 Uhr

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11 Kommentare

16.02.2019 15:27 Maddias 11

@ übliches bla bla bla . Es gibt auch Menschen, die alles was hier in den Foren steht mit Menschen in Verbindung bringen, die aus anderen Kulturkreisen kommen und somit immer an allem Schuld haben. Dazu passt das etwas veränderte Zitat: " Das zeigt, wie verachtend und geistig fehlentwickelt manche hier kommentierenden Menschen sind. Mal drüber nachdenken." Vielen Dank. Eigentor ! Besser kann man das nicht schreiben. / Ansonsten hoffe ich, das die Täter gefasst werden. Sinnlose Tat.

16.02.2019 13:37 Alsleben Jörg 10

Würde gerne 500 Euro Belohnung ausgegeben zu Ergreifung dieses miesen Feigen Täters. Vielleicht machen einige mit und bei einer höheren Summe, packt gerne einer aus .

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT
Am besten, Du sprichst mit der örtlichen Polizei, wie Du das organisieren kannst.

16.02.2019 11:49 Ludwig 9

Einen Hintergrund sehe ich in der weit verbreiteten Wahnvorstellung einiger Zeitgenossen, die eigenen Wertvorstellungen (Schweine und Hunde unreine Tiere u.s.w.) der Allgemeinheit aufs Auge zu drücken. Man zieht aufs Land, und kaum ist man dort, da stören die Kuhglocken, das Hühnergackern oder das Hähnekrähen. Da bemüht man die Gerichte und begreift nicht, dass man selbst als Störenfried die Ursache allen Unfriedens ist. Was tun?? Als Gemeinschaft diese Typen rausekeln, wenn es denn noch eine Gemeinschaft gibt.

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