Polizeiabsperrung steht auf einem Absperrband der Polizei
In Sangerhausen brach am Sonntag gegen 3:35 Uhr in der Karl-Liebknecht-Straße ein Feuer aus. Bildrechte: imago/Manngold

Haus unbewohnbar Polizei vermutet Brandstiftung nach Feuer in Sangerhausen

Nach einem Wohnhausbrand in Sangerhausen am vergangenen Wochenende geht die Polizei von schwerer Brandstiftung aus. Das Mehrfamilienhaus, in dem überwiegend syrische Flüchtlinge lebten, ist derzeit unbewohnbar. Viele Bewohner erlitten zudem eine Rauchgasvergiftung.

Polizeiabsperrung steht auf einem Absperrband der Polizei
In Sangerhausen brach am Sonntag gegen 3:35 Uhr in der Karl-Liebknecht-Straße ein Feuer aus. Bildrechte: imago/Manngold

Am Sonntag hatte es in einem Mehrfamilienhaus in Sangerhausen gebrannt – jetzt geht die Polizei von schwerer Brandstiftung aus. Das bestätigte eine Sprecherin des Polizeireviers Mansfeld-Südharz MDR SACHSEN-ANHALT. Die Brandermittler hatten festgestellt, dass das Feuer am frühen Sonntagmorgen im Keller des Wohnhauses in der Karl-Liebknecht-Straße an unterschiedlichen Stellen ausgebrochen war. Die Flammen schlugen zeitweise meterhoch aus dem Keller.

Verdacht auf Rauchgasvergiftung

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.
Laut Polizei könnte es sich bei der Brandstiftung um einen fremdenfeindlichen Hintergrund handeln. Bildrechte: dpa

18 Hausbewohner mussten wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung behandelt werden, darunter auch zehn Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren. In dem Haus wohnten überwiegend syrische Flüchtlinge. Deshalb schließt die Polizei einen fremdenfeindlichen Hintergrund nicht aus. Momentan sind die sieben Wohnungen nicht bewohnbar, da auch ein Stromverteilerkasten zerstört worden war.

Die vier Familien und drei allein lebende Personen sind alle in anderen Wohnungen untergekommen, zum Teil auch privat. Das sagte die Sprecherin der Stadt Sangerhausen MDR SACHSEN-ANHALT auf Nachfrage. "Es droht für niemanden die Obdachlosigkeit", so Marina Becker.

Bereits mehrere Brände

Es war bereits das dritte Feuer in dem Mehrfamilienhaus innerhalb kürzester Zeit. Mitte Juni hatte es ebenfalls in einem Keller des Hauses gebrannt. 21 Personen mussten damals vorübergehend in Sicherheit gebracht werden. Verletzt wurde niemand, es entstand lediglich Sachschaden an den im Kellerabteil aufbewahrten Gegenständen wie Matratzen und Kinderwagen. Der erste Brand ereignete sich bereits Ende August 2018.

Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 02. Juli 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Juli 2019, 08:41 Uhr

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