Regionalstudio Halle - Nachrichten um 10:00 Uhr


getöteter Tim aus Querfurt: Anklage zieht sich hin

Die Anklage im Falle des getöteten 2-Jährigen Tim aus Querfurt zieht sich weiter hin. Knapp ein Viertel Jahr nach der schrecklichen Tat, bei der das Kind regelrecht zu Tode geprügelt worden war, laufen noch immer die Ermittlungen der Polizei. Das hat die Staatsanwaltschaft MDR Sachsen-Anhalt bestätigt. Ende Oktober rechne man jetzt mit der Anklage. Ermittelt werde gegen die Mutter des 2-Jährigen und ihren Freund, beide sitzen in Untersuchungshaft. Sie werden beschuldigt, den 2-Jährigen Tim Mitte Juli getötet zu haben. In den vergangenen Wochen waren auch Jugendamt und Polizei in die Kritik geraten. Der Vorwurf: Sie hätten Warnungen von Nachbarn ignoriert und somit den Tod verhindern können. Auch der Innen- und Sozialausschuss des Landtages beschäftigte sich mit dem Fall - doch dabei sind bislang keine Mängel an der Arbeit der Behörden entdeckt worden.


Hallescher Wirtschaftsexperte: vorerst keine Pleitwelle

Vorerst werde es keine Firmenpleitewelle geben. Das ist die Einschätzung des halleschen Wirtschaftsforschers Müller. Er ist Insolvenz-Experte am Leibnitz-Institut für Wirtschaftsförderung in Halle. Im Gespräch mit dem MDR begründete er seine These damit, dass Unternehmen weiterhin Überbrückungsgeld oder Kurzarbeitergeld bekommen. Er rechne daher in den kommenden beiden Monaten nicht mit einem Anstieg bei den Insolvenzen. Im kommenden Jahr werde die Zahl der Pleiten steigen, allerdings nur sacht.


Weniger Arbeitslose durch Herbstaufschwung

Im Süden Sachsen-Anhalts sorgt der Herbstaufschwung für weniger Arbeitslose. Wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Mittwoch mitteilte, ist von Bernburg bis Zeitz im September die Arbeitslosenquote auf im Schnitt 8,5 Prozent gesunken - am stärksten im Salzlandkreis - und zwar um 6,4 Prozent. Verantwortlich dafür waren laut Arbeitsagentur vor allem zwei Gründe: der Ausbildungsbeginn und viele Unternehmen, die nach der Sommerpause nun Personal suchen. Nach der Corona-Krise gebe es sogar einen Nachholeffekt, also: Manche Unternehmen stellen laut Arbeitsagentur sogar noch mehr Leute als sonst ein. Auch in anderen Regionen machte sich das bemerkbar. Mansfeld-Südharz, Saalekreis, Burgelandkreis - sie alle meldeten im September einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund viereinhalb Prozent. Halle um reichlich drei Prozent.


Vorbereitungen auf Gedenken am 9. Oktober in Halle

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am 9. Oktober zum Gedenken an den rechtsextremen und antisemistischen Terroranschlag von Halle erwartet. Geplant sind mehrere Veranstaltungern an denen auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, teilnehmen wird Das teilte heute die Staatskanzlei mit. So soll es eine zentrale Gedenkveranstaltung in der Konzerthalle Ulrichskirche geben. An der Synagoge und am Kiez-Döner sollen eine Gedenktafel und eine Gedenkplatte enthüllt und Kränze niedergelegt werden.


Halles OB wehrt sich weiter gegen Rechtsextremist

Halles Oberbürgermeister Wiegand will weiter dagegen vorgehen, dass der Rechtsextremist Liebich regelmäßig auf dem Marktplatz demonstriert. Die Stadträte haben über einen Antrag zu den Demonstrationen des Rechtsextremisten Sven Liebich auf dem Markt entschieden. Der Oberbürgermeister solle alle Rechtsmittel ausschöpfen, um Liebig die Nutzung des Marktplatzes für Versammlungen zu untersagen, wenn dort städtische Veranstaltungen stattfinden.


Finanzspritze für "Wilde Zicke" in Naumburg

Für die Straßenbahn "Wilde Zicke " in Naumburg gab es am Mittwoch rund 160.000 Euro vom Land. Die historische Straßenbahn hat sich mehr und mehr zu einer kleinen Attraktion entwickelt. Das ist vor allem dem Verein zur Erhaltung historischer Fahrzeuge zu verdanken. Das Fördergeld ist für die Erneuerung der Einfahrtsweiche und des Anschlussgleises zum Straßenbahndepot eingeplant. Dadurch wird der Straßenbahnbetrieb künftig sicherer und schneller. Ausserdem ist der Straßenbahntriebwagen Nummer 38 vom Typ „Gotha" wieder in Betrieb genommen worden. Nach erfolgreicher technischer Überprüfung soll der historische Triebwagen aus dem Jahr 1960 bald wieder im Linien- und Sonderverkehr zum Einsatz kommen.


Unter Drogen stehender Mann in Freyburg demoliert Autos

In Freyburg hat am Dienstag ein unter Drogen stehender Mann mehrere Autos demoliert . Einer Polizeisprecherin zufolge sei der 29-Jährige am Mittag auf dem Marktplatz auf einige Wagen gestiegen und auf ihnen herumgesprungen. Anschließend lief er weiter, zog seine Kleidung aus, stieß Blumenkübel und einen Mülleimer um und beschädigte weitere Autos. Auf seinem Weg durch den Ort habe der Mann auch mit Steinen geworfen und eine Mauer eingetreten. Beamte konnten den nackten Randalierer später schnappen. Der Mann kam zunächst ins Krankenhaus. Zeugen oder Geschädigte können laut Polizei mögliche weitere Schäden melden. Eine Schadenshöhe war zunächst nicht bekannt.


Bombenfund in Leuna

In Leuna ist am Dienstag bei Schachtarbeiten eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden . Nach intensiver Prüfung des Blindgängers wurde ein Transport zur Kiesgrube Wallendorf beschlossen. Dort erfolgte die kontrollierte Sprengung. Im Zuge des Transportes wurde die Verbindungsstraße zwischen Wallendorf und Tollwitz kurzzeitig gesperrt.


Heimatbund Bad Dürrenberg erhält Denkmalschutzpreis 2020

Der Heimatbund Bad Dürrenberg erhält den Deutschen Preis für Denkmalschutz 2020. Seit 25 Jahren engagiert sich der Heimatbund Bad Dürrenberg für den Erhalt des Gradierwerks. Das wird nun durch die Verleihung der Silbernen Halbkugeln gewürdigt. Sachsen-Anhalts Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger zufolge wurde es durch das stetige und beharrliche Wirken des Vereins möglich, die längste Gradieranlage in Deutschland in ihrem Bestand zu sichern. Durch sein Engagement für das Gradierwerk vermittelt der Verein eindrucksvoll das Handwerk der Salzgewinnung und lässt somit auch ein Stück Industriekultur lebendig werden, so Schellenberger.


Atommüllendlager- auch der Süden des Landes im Gespräch

Weite Teile von Sachsen-Anhalt eignen sich grundsätzlich für ein Atommüll-Endlager. Zu diesem Schluss kommt die Bundesgesellschaft für Endlagerung, die am Montag einen ersten Zwischenbericht für die Suche nach einem Standort für Deutschlands Atommüll veröffentlicht hat. Danach gibt es auch im Burgenlandkreis, Saalekreis bis in den Raum Halle günstige geologische Voraussetzungen für die Endlagerung von Atommüll.


Cyberagentur sucht in Halle nach größerem Standort

Die Cyberagentur des Bundes in Halle sucht einen größeren Standort. Nach Informationen von MDR Sachsen-Anhalt ist die Cyberagentur auf der Suche nach einem größeren Büroobjekt in Halle. Die von Bundesinnen- und Verteidigungsministerium gegründete Agentur hat derzeit ihren Sitz in der Willy-Brandt-Straße. Der Standort war vor allem nötig, damit die GmbH eine Adresse hat und gegründet werden konnte. Die Räume dort werden auf absehbare Zeit zu klein: Bislang hat die Agentur neben den beiden Geschäftsführer einen weiteren Mitarbeiter. 100 Mitarbeiter sollen es werden. Sie soll eigentlich am Flughafen Leipzig-Halle ihren endgültigen Standort bekommen. Dazu wird bis Ende des Jahres eine Wirtschaftlichkeitsprüfung erstellt.


HFC verlängert Vertrag mit Terrence Boyd

Der Hallesche FC hat den Vertrag mit Stürmer Terrence Boyd vorzeitig um ein Jahr bis Juni 2022 verlängert. Der 29Jährige hatte in seiner diesjährigen ersten Saison bei den Hallensern 14 Tore erzielt. Diese Ausbeute hatte zuvor noch kein Angreifer des HFC in der 3. Liga erzielt.


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Das Studio Halle von MDR SACHSEN-ANHALT informiert Sie an jedem Wochentag jeweils um 6:30 Uhr, 7:30 Uhr, 8:30 Uhr, 9:30 Uhr, 12:30 Uhr, 16:30 und 17:30 Uhr aktuell über regionale Ereignisse und Themen aus dem Süden Sachsen-Anhalts: von Bernburg bis Zeitz, von Sangerhausen bis Bad Dürrenberg. Am Sonnabend hören Sie regionale Nachrichten jeweils zur halben Stunde von 7:30 Uhr bis 9:30 Uhr. Sie erreichen unsere Redaktion per Mail über studio-halle@mdr.de

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