Heike Kielstein Professorin des Jahres lehrt in Halle

Anschaulich, spielerisch und mit Gefühl: Heike Kielstein ist Anatomie-Professorin an der Martin-Luther-Universität Halle. In einem bundesweiten Wettbewerb holte sie den Titel "Professorin des Jahres 2017". Kielsteins Studenten schätzen sie wegen ihrer berufsorientierten Lehre.

Eine besondere Auszeichnung für die Anatomie-Professorin Heike Kielstein von der Uni Halle: Sie ist zur "Professorin des Jahres 2017" gewählt worden. Der Grund: Sie lehrt besonders anschaulich und berufsorientiert. Kielstein hat den Titel erstmals nach Sachsen-Anhalt geholt.

Bundesweit konnten Studenten ihre Dozenten zum "Professor des Jahres" nominieren. In vier Fächergruppen hat eine Jury aus den etwa 2.200 Nominierten die vier Professoren des Jahres gewählt. Kielstein hat den Preis in der Rubrik "Medizin/Naturwissenschaften" erhalten.

Praxisnah, verständnisvoll und enthusiastisch

Die Jury begründet Kielsteins Auszeichnung damit, dass sie es in besonderer Weise verstehe, das wichtige Grundlagenfach des Medizinstudiums zu "einer attraktiven Lernmöglichkeit zu machen" und damit Grundlagen für den Arztberuf zu legen. Darüber hinaus "möchte sie ihren Studierenden das vielfach noch angstbesetzte Fach Anatomie mit seinen Präparierkursen in spielerischer Weise näherbringen".

In der studentischen Würdigung wird zudem die empathische und verständnisvolle Art der Dozentin gelobt. Das sichere ihr die Aufmerksamkeit der Studierenden in der Vorlesung und auch im persönlichen Gespräch. Kielstein hat bereits zwei Lehrpreise der Uni Halle erhalten.

In einem Hörsaal verfolgen Studenten 2015 eine Vorlesung, die Prof. Dr. med. Heike Kielstein hält.
Die Studenten loben die anschauliche Lehre von Heike Kielstein (rechts). (Archivbild) Bildrechte: dpa

Medizinstudentin Sophie Funke sagt über die Professorin: "Ich glaube, es gibt niemanden, der mit ihr als Dozentin unzufrieden ist. Die Vorlesungen sind immer am besten besucht, würde ich sagen." Ihr Kommilitone Hendrik Bergmann ergänzt: "Vielleicht auch alleine durch den Enthusiasmus, mit dem sie in der Vorlesung Dinge vorträgt und dann auch klinische Bezüge herstellt. Das überträgt sich auf die Studenten und macht eben viel Spaß."

In der Anatomie ihren Traumberuf gefunden

Kielstein sieht die Auszeichnung als Ansporn und Bestätigung ihrer Art, zu lehren. "Also mich freut am meisten, weil es in der Anatomie schon eine Herausforderung ist, den Studierenden das beizubringen, was sie später als Ärzte wirklich brauchen." Sie betrachte es außerdem als "Balsam für die Seele", wenn sie Studierenden auf ihren Lebenswegen helfen könne.

Eine Frau in schwarzem Oberteil lehnt an eine graue Brüstung.
Heike Kielstein lehrt seit 2011 an der Uni Halle. Bildrechte: Medizinische Fakultät der Universität Halle

Kielstein hat in Hannover studiert, promoviert und habilitiert. Seit 2011 arbeitet die 47-Jährige in Halle als Anatomie-Professorin. Seit zwei Jahren ist sie Direktorin des Instituts für Anatomie und Zellbiologie. Eigentlich wollte Kielstein Chirurgin werden. Aber in der Anatomie habe sie ihren Traumberuf gefunden, sagt Kielstein. Und für den pendelt die vierfache Mutter jeden Tag von Magdeburg nach Halle.

Die Auszeichnung "Professor des Jahres" Seit 2006 wird der Titel "Professor des Jahres" jedes Jahr in vier Kategorien vergeben: Wirtschaftswissenschaften/Jura, Ingenieurwissenschaften/Informatik, Medizin/Naturwissenschaften und Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften. Studierende, Absolventen und Kollegen können in den Fachgruppen einen Professor nominieren.

Für 2017 wurden fast 2.200 Professoren von mehr als 250 Hochschulen vorgeschlagen. Eine sechsköpfige Fachjury entscheidet, wer der Nominierten den Preis erhält. Grundlage der Entscheidung sind die Anzahl der Nominierungen, eine Selbstauskunft der Nominierten sowie eigene Recherchen der Jurymitglieder.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für Wirtschaft und Energie.

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 23.11.2017 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/mh

Zuletzt aktualisiert: 27. November 2017, 12:31 Uhr

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