Rauch steigt aus Asche auf.
Der Brand bei Oppin ist nach fünf Tagen gelöscht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Großbrand bei Oppin gelöscht Keine Gefahr mehr für Anwohner

Seit Dienstag brannten in Oppin 4.500 Strohballen – giftige Gase wurden freigesetzt. Am Sonntagmorgen gibt die Feuerwehr Entwarnung für die Anwohner. Die Polizei verdächtigt zwei 13-jährige Jungen, den Brand vorsätzlich gelegt zu haben.

Rauch steigt aus Asche auf.
Der Brand bei Oppin ist nach fünf Tagen gelöscht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Großbrand in Oppin im Saalekreis ist endgültig gelöscht. Für die Anwohner bedeutet das, dass sie wieder gefahrlos Fenster und Türen öffnen können.

Kerstin Küpperbusch, Sprecherin des Landratsamts sagte MDR SACHSEN-ANHALT, seit 6:30 Uhr sei das Feuer aus. Es gebe auch keine dauerhafte Brandwache mehr. Zuvor hätten Einsatzkräfte das Feuer in der Nacht noch einmal mit schwerem Gerät und Löschschaum bekämpft.

Brand setzt giftige Gase frei

Acht Feuerwehrleute mussten während der Löscharbeiten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sie klagten über Atemnot und brennende Haut. Experten vermuten, dass bei dem Brand giftige Gase freigesetzt wurden. Deshalb wurde am Freitag das Technische Hilfswerk zur Unterstützung hinzugezogen – das Umweltbundesamt hat zur Analyse Bodenproben genommen.

Polizei verdächtigt 13-Jährige

Das Feuer ist am Dienstag ausgebrochen. 4.500 Strohballen gingen in Flammen auf, zudem griff das Feuer auf mehrere Lagerhallen über. Der Schaden wird auf knapp 190.000 Euro geschätzt.

Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Im Verdacht stehen zwei 13-Jährige, das Feuer gelegt zu haben, sagte eine Sprecher MDR SACHSEN-ANHALT. Bislang seien die beiden Jungen aber noch nicht befragt worden. Sollten sie tatsächlich für den Brand verantwortlich sein, könnten sie aber nicht strafrechtlich belangt werden, da sie minderjährig seien.

Quelle: MDR/cw,ms

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 25. August 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. August 2019, 10:34 Uhr

2 Kommentare

Hotzenplotz vor 3 Wochen

Falsche Lagerung kommt wohl nicht in Betracht? Und dann Selbstentzündung. Wenn man zu nasses Gras mit einpresst, wird es gepresst beim Trocknen so heiß, dass es sich selbst entzünden kann. Was Uropa noch wusste, nicht umsonst lag das gemähte Gras tagelang, manchmal wochenlang rum, und musste auch noch gewendet werden, bis es trocken genug war, für den nächsten Arbeitsschritt ….

Leachim-21 vor 3 Wochen

habe mal eine Frage wer kommt für den Schaden auf wenn die Annahme der Polizei zu treffen sollte und es diese zwei 13 jährige Jugendliche waren. denn laut Gesetz noch strafunmündig. zahlen dann die Eltern oder deren Versicherung oder kann die Versicherung dies anlehnen. leider fehlt mir diese Auskünfte bei diesen Artikel. wäre interessant zu erfahren was alles so jetzt passiert.

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