"Made in Sachsen-Anhalt" Löschfahrzeuge aus Sachsen-Anhalt für die ganze Welt

Der Feuerwehren-Hersteller Schmitz in Farnstädt im Saalekreis produziert Löschfahrzeuge für die ganze Welt. Auch bei den Buschbränden in Australien sind die hochmodernen Löschfahrzeuge im Einsatz.

Blick in eine Produktionshalle für Löschfahrzeuge
In Farnstädt werden hochmoderne Löschfahrzeuge produziert – erfolgreich, die Firma erweitert ihren Standort. Bildrechte: MDR/Stefan Bringezu

In Australien toben derzeit extreme Brände. Die Feuerwehren vor Ort sind im Dauereinsatz. Mit dabei sind auch hochmoderne Löschfahrzeuge "made in Sachsen-Anhalt" – genauer gesagt aus Farnstädt im Saalekreis. Das Farnstädter Unternehmen "Schmitz Fire and Rescue" ist mit knapp 60 Mitarbeitern Marktführer in Sachen Löschfahrzeuge. Pro Jahr werden rund 50 Fahrzeuge produziert.

Produktion hauptsächlich für internationalen Markt

Blick in eine Produktionshalle für Löschfahrzeuge
Die Löschfahrzeuge der Farnstädter Firma sind auf der ganzen Welt gefragt. Bildrechte: MDR/Stefan Bringezu

Die meisten gehen ins Ausland, erklärt Geschäftsführer Dirk Schmitz: Im Moment gehen ungefähr 75 Prozent der Produktion ins Ausland: in den Mittleren Osten, Abu Dhabi, Dubai, Bahrain, Saudi und dann sehr viele nach Asien." Aktuell würden 13 Löschfahrzeuge für Vietnam produziert.

Zu den Kunden der Firma aus dem Saalekreis gehört auch die Feuerwehr im australischen New South Wales. Deren Löschfahrzeuge sind auch bei den derzeit dort wütenden Buschbränden im Einsatz. Geschäftsführer Schmitz verfolgt das Geschehen sehr genau und weiß, vor diesen heftigen Feuern kapituliert selbst das beste Löschfahrzeug. 

Bei solchen Bränden hat die Feuerwehr – egal was wir denen geben – praktisch keine Chance mehr. Das ist außerhalb dessen, was man mit den Mitteln der Feuerwehr eigentlich noch bekämpfen kann.

Dirk Schmitz, Geschäftsführer "Schmitz Fire and Rescue"

Standort wird erweitert

Unterkriegen lassen sich die Farnstädter davon aber nicht – im Gegenteil: Gerade erweitert die Firma ihren Standort. Am Mittwoch wurde der erste Spatenstich für eine neue Produktionshalle gesetzt. 3,5 Millionen Euro fließen laut Firmenchef Schmitz in den Erweiterungsbau. 15 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Halle soll 13.000 Quadratmeter groß werden, weil das Unternehmen die Produktions-Kapazitäten ausweiten will.

Quelle: MDR/cw

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08. Januar 2020 | 11:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. Januar 2020, 17:16 Uhr

2 Kommentare

Rotti vor 5 Wochen

Ein natürlicher Feind der Löschfahrzeuge soll die E6 - Norm sein. Da bei den freiwilligen Feuerwehren die Fahrzeuge nicht immer allzu häufig bewegt werden, kann es vorkommen, dass dann deswegen die Motoren auf Notbetrieb laufen. Deswegen verstehe ich nicht, warum nicht die bewährte Motorentechnik bleibt. Und dann noch die überbordenden DIN - Beladungsvorschriften, die sich ständig ändern.
Dass es Menschen sind, die in den freiwilligen Feuerwehren zum Einsatz fahren, das scheint nebensächlich. Und die Zahl der Einsatzkräfte nimmt stetig ab. Und genau das ist das Problem.
Dazu kommt, dass die Bürokratie immer schlimmer wird. Schon allein, wie die Kreisausbildung zum Problem wird.

part vor 5 Wochen

Ich hoffe die Löschfahrzeughersteller stellen sich auch ein auf die neue Generation von Fahrzeugen mit schwer löschbaren Litium- Ionen- Akkus, die dann nach Unfällen per Ladekran in einen wassergefüllten Container verbracht werden müssen. Ob jede Dorffeuerwehr dazu in der Lage ist nach der politischen Umgestaltung des Autoverkehrs möchte ich doch stark bezweifeln. Ich weis aber schon heute das der Steuerzahler die Rechnung bekommt und nicht Konzerne, Trusts oder Kartelle.

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