Rauch steigt aus Asche auf.
Die Feuerwehr wurde von dem giftigen Rauch überrascht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Tagelanges Feuer Giftiger Rauch bei Strohballen-Brand in Oppin

Seit drei Tagen brennen tausende Strohballen in Oppin im Saalekreis. Während der Löscharbeiten stieg plötzlich giftiger Rauch auf. Feuerwehrleute mussten ins Krankenhaus. Das THW warnt: Kinder sollen in den Häusern bleiben.

Rauch steigt aus Asche auf.
Die Feuerwehr wurde von dem giftigen Rauch überrascht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Strohballenbrand bei Oppin im Saalekreis beschäftigt weiterhin die Feuerwehr. Er ist auch nach drei Tagen noch nicht gelöscht. Laut einer MDR-Reporterin hat sich die Situation vor Ort verschlimmert. Beim Auseinanderziehen der brennenden Ballen sei gelber Rauch aufgestiegen. Das Technische Hilfswerk sei daraufhin durch den Ort Oppin gefahren und habe die Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Auch Kitas und Schulen seien darüber informiert worden, dass die Kinder möglichst nur drinnen spielen sollen.

Wie ein Feuerwehrsprecher dem MDR sagte, mussten einige Kameraden wegen der starken Rauchentwicklung bereits ärztlich behandelt werden. Sie würden mit Sauerstoff versorgt, es gehe ihnen aber den Umständen entsprechen gut.

Umweltamt analysiert Bodenproben

Brennende Lagerhallen von oben
Die brennende Halle ist etwa 200 Meter lang. In ihr lagern über 4.000 Strohballen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wie gefährlich der Rauch ist, weiß die Feuerwehr noch nicht. Marcus Sägling von der Feuerwehr Landsberg sagte dem MDR: "Die Berufsfeuerwehr Halle soll eine Bodenprobe entnehmen." Diese würde dann vom Umweltamt analysiert. Erst dann wisse man, was sich unter dem Staub verberge.

Die Feuerwehr geht derzeit davon aus, dass der Brand bis Anfang nächster Woche gelöscht werden kann. Neben dem Rauch macht laut Feuerwehr-Angaben auch das gepresste Stroh zu schaffen. Dieses habe die Eigenschaft, dass Löschwasser außen abfließe und innen das Feuer weiter brennen könne.

Zwei 13-jährige Brandstifter

Die Polizei hat dem MDR bestätigt, dass es sich um Brandstiftung handelt. Zwei 13-Jährige sollen für den Brand verantwortlich sein. Der Sachschaden wird auf 200.000 Euro geschätzt.

Die Menschen eines benachbarten Wohngebietes sollen nach wie vor Türen und Fenster geschlossen halten. Dienstagabend waren bei Oppin rund 4.500 Ballen Stroh in Brand geraten. Außerdem griff das Feuer auf eine leerstehende Scheune über. Verletzt wurde niemand. Die Polizei spricht von mindestens 100.000 Euro Schaden.

Strohbrände allein in dieser Woche

  • Montag: 1.500 Strohballen brennen in Wolmirsleben
  • Dienstag: Über 1.300 Strohballen brennen in Egeln und Droysing
  • Mittwoch: 4.500 Ballen brennen in Oppin
  • Donnerstag: 250 Strohballen brennen in Osmünde

Quelle: MDR/ff

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | 23. August 2019 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. August 2019, 20:48 Uhr

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