Umleitung und Schienenersatzverkehr Wasserrohrbruch bei Leuna: Bis Montag Probleme im Bahnverkehr

Im Bereich der Leuna Werke hat am Freitagmorgen ein Wasserrohrbruch den Zugverkehr lahmgelegt. Züge werden umgeleitet – ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. Die Sperrung dauert nach Angaben der Bahn bis Montag.

Mehrere Arbeiter in orangener Warnkleidung laufen über eine Bahnstrecke.
Wegen eines Wasserrohrbruchs muss die Bahnstrecke zwischen Halle und Großkorbetha wohl bis Montag gesperrt bleiben. Bildrechte: Dreifilm

Die Bahnstrecke Halle-Merseburg-Großkorbetha ist seit dem Morgen gesperrt. Laut Deutscher Bahn gab es einen Wasserrohrbruch im Bereich der Leuna Werke. Auf einer Länge von rund einem Kilometer wurden demnach Gleise überspült und Bahn-Technik beschädigt. Am Haltepunkt "Leuna Werke Nord" soll das Wasser bis zur Bahnsteigkante stehen. Die Behinderungen im Bahnverkehr rund um Leuna werden wohl auch am Wochenende andauern. Wie Bahn-Sprecher Jörg Bönisch MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, bleibt der Zugverkehr zwischen Halle und Großkorbetha wohl bis Montag gesperrt.

Eine Pfütze.
Das auslaufende Wasser war auch neben den Gleisen zu sehen. Bildrechte: Dreifilm

Fern- und Güterverkehr werden umgeleitet. Der Zugbetreiber Abellio erklärte, dass zwischen Halle und Großkorbetha deshalb Busse fahren. Zuständig für den Rohrbruch ist die Firma Infra-Leuna. Sprecher Martin Halliger sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Werksfeuerwehr sei umgehend alarmiert worden und pumpe das Wasser ab. Die Arbeiten seien am Freitagmittag beendet worden. Die Ursache des Schadens ist noch nicht bekannt.

Umleitung und Schienenersatzverkehr

Betroffen davon sind die Abellio-Linien Regionalexpress RE 16 Halle (Saale) Hbf-Merseburg-Naumburg-Erfurt Hbf und Regionalbahn RB 25 Halle (Saale) Hbf-Merseburg-Naumburg-Jena-Saalfeld. Beide Linien werden zwischen Halle Hbf und Großkorbetha über Leipzig-Leutzsch umgeleitet und können deshalb die Halte in Halle-Ammendorf, Merseburg, Leuna-Werke Nord und Leuna-Werke Süd nicht bedienen. Zwischen Halle Hbf und Großkorbetha pendeln Busse im Schienenersatzverkehr.

Wegen der längeren Fahrzeit der Busse müssen sich Fahrgäste auf längere Reisezeiten einrichten. Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollstühlen und Fahrrädern sollten beachten, dass in den Bussen nur eingeschränkt Platz zur Verfügung steht. Die Fahrradmitnahme ist eingeschränkt und kann laut Abellio nicht garantiert werden.

Quelle: MDR/pow

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 31. Juli 2020 | 08:00 Uhr

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