Untersuchung abgeschlossen Bisher keine Corona-Fälle im Schlachthof Weißenfels

Der Massentest im Schlachthof in Weißenfels, dem größten Schlachthof in Sachsen-Anhalt, ist abgeschlossen. Bislang sind die Ergebnisse negativ. Das teilte der Landkreis am Freitag mit, nachdem die Testauswertung vollständig vorgenommen war. Allerdings waren die Tests auf freiwilliger Basis: Mit rund 1.200 Mitarbeitern hat sich nur knapp die Hälfte der Belegschaft testen lassen.

Mitarbeiterinnen des Burgenlandkreises bereiten sich in einem Zelt auf den Start des Corona-Screenings vor.
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Im Schlachthof Weißenfels haben sich bei einem Massentest durch den Burgenlandkreis knapp 1.200 Mitarbeiter auf Sars-CoV-2 testen lassen – nach Auswertung aller vorgenommenen Tests mit negativem Ergebnis. Das teilte der Kreis am Freitag abschließend mit. Der Test wurde auf freiwilliger Basis angeboten. Die Testreihen wurden über fünf Tage verteilt mit jeweils mehreren hundert Abstrichen bei den Beschäftigten; Start war am vergangenen Donnerstag. Die Tests, die zuletzt vorgenommen wurden, müssen noch fertig ausgewertet werden.

Im ersten Schritt waren die zuständigen Mitarbeiter des Veterinäramtes getestet worden, dann die Werks-Mitarbeiter selbst, die sich dafür gemeldet haben. Dazu zählen nach Angaben des Landkreises festangestellte wie auch Mitarbeiter von Subunternehmen. Eine verpflichtende Testung sei nicht angezeigt gewesen, da es sich um eine "vorsorgliche Nachschau" handelte, denn bislang gibt es keine bekannten Infektionen in dem Betrieb in Weißenfels. "Eine Rechtsgrundlage für eine verpflichtende Testung gibt es nach Infektionsschutzgesetz nicht", heißt es in der Mitteilung.

Landrat Götz Ulrich zeigte sich erleichtert von dem nun vorliegenden Ergebnis und ließ mitteilen:

Ein großer Infektionsherd an dieser Stelle hätte unter Umständen schwerwiegende Auswirkungen auf den Burgenlandkreis gehabt.

Die Bundeswehr schickte 16 Soldatinnen und Soldaten zur Unterstützung nach Weißenfels. Ulrich hatte sie angefordert und es damit begründet, dass die bestehenden Teams nicht hätten alles abdecken können, was zu tun ist. Auch der Malteser Rettungsdienst sowie Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigung waren beteiligt.

Betreiber Tönnies will eigenes Corona-Testcenter aufbauen

Die bisher vorgenommenen Tests wurden vom Land übernommen. Darauf hatten sich die Behörden mit der Tönnies-Unternehmensgruppe, zu der der Schlachthof in Weißenfels gehört, verständigt. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hatte mit diesem Vorgehen auf mehrere Fälle bestätigter Sars-CoV-2-Ausbrüche in Schlachthöfen in anderen Bundesländern reagiert, etwa im westfälischen Coesfeld oder in Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein, mit zusammengerechnet mehreren hundert Fällen.

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Die Tönnies-Gruppe hat mittlerweile angekündigt, weitere Tests in einem eigenen Testcenter für alle Standorte, die sie bundesweit haben, fortzusetzen. Bei der Menge an Tests, heißt es in einer Pressemitteilung von Tönnies, seien positive Fälle zu erwarten. Nach Unternehmensangaben gab es die auch schon, mehrere Infektionen ließen sich an Standorten außerhalb von Sachsen-Anhalt bestätigen.

Quelle: MDR/mg

MDR SACHSEN-ANHALT

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