Ein leeres Klassenzimmer.
Die Betreuung der Schüler ist gewährleistet, doch Unterricht könnte am Mittwoch an vielen Schulen ausfallen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Lehrerstreik am Mittwoch Unterrichtsausfall im Süden von Sachsen-Anhalt

Am Mittwoch sind die Lehrer im Saalekreis, Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz und in Halle zum Streik aufgerufen. Deshalb fällt Unterricht aus, alle öffentlichen Schulen sind betroffen. Das kündigte die Gewerkschaft Erziehung und WIssenschaft an.

Ein leeres Klassenzimmer.
Die Betreuung der Schüler ist gewährleistet, doch Unterricht könnte am Mittwoch an vielen Schulen ausfallen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Lehrer im Süden von Sachsen-Anhalt sind am Mittwoch zum Streik aufgerufen. Das könnte Auswirkungen auf bis zu 40.000 Schüler in Halle sowie im Saalekreis, Burgenlandkreis und im Landkreis Mansfeld-Südharz haben. Wie MDR SACHSEN-ANHALT von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft erfuhr, sind alle öffentlichen Schulen betroffen: von Grundschulen über Sekundarschulen und Gymnasien bis hin zu Berufsschulen.

Schüler müssen zur Schule

Exakte Daten wird das Landesschulamt nach Schulbeginn am Mittwochmorgen von den Schulen gemeldet bekommen. Danach können Lehrer, die nicht streiken, gegebenenfalls zur Betreuung der Kinder und Jugendlichen auf verschiedene Schulen verteilt werden. Allerdings sind die Angestellten des Landesschulamts, die für die Verteilung zuständig sind, auch zum Streik aufgerufen. Die Betreuung der Schüler soll aber auf jeden Fall gewährleistet sein, da verbeamtete Lehrer nicht streiken dürfen.

Für die Schüler gilt: Es herrscht allgemeine Schulpflicht. Sie müssen also trotzdem zur Schule gehen.

1.000 Menschen zur Kundgebung erwartet

Die Lehrer, die in den Ausstand treten, sind dazu aufgerufen, sich ab 10:30 Uhr in Halle auf dem Marktplatz zu versammeln. Laut Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) werden mehr als 1.000 Teilnehmer erwartet. Für Angestellte aus dem Burgenlandkreis und Mansfeld-Südharz hat die GEW Busse organisiert, um sie nach Halle zu bringen.

Auch andere Angestellte des öffentlichen Dienstes sind zum Streik aufgerufen, darunter Angestellte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Gewerkschaft rechnet aber damit, dass hauptsächlich Lehrer zur Kundgebung kommen werden.

Gleiche Arbeit für 900 Euro weniger

Die Lehrer streiken für mehr Lohn und die Gleichbehandlung mit den verbeamteten Kollegen. Für die gleiche Arbeit bekommen angestellte Lehrer laut GEW monatlich bis zu 900 Euro weniger als verbeamtete. Das gilt vor allem für Grundschullehrer.

Am Donnerstag werden dann Lehrer aus dem Osten von Sachsen-Anhalt streiken – aus Dessau-Roßlau und den Kreisen Wittenberg sowie Anhalt-Bitterfeld. Im Norden Sachsen-Anhalts soll es in dieser Woche keine Warnstreiks geben.

Quelle: MDR/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 19. Februar 2019 | 14:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2019, 06:34 Uhr

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