Inzidenz unter 200 Halles OB Wiegand kündigt erste Lockerungen an

In Halle ist das Corona-Infektionsgeschehen rückläufig. Oberbürgermeister Wiegand hat deswegen einige Lockerungen in Aussicht gestellt. Unter anderem soll am Mittwoch der Wochenmarkt wieder öffnen.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos)
Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) hatte erste Lockerungen angekündigt. Bildrechte: dpa

Die Stadt Halle hat wegen der rückläufigen Zahlen von Corona-Neuinfektionen erste Lockerungen angekündigt. Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) mitteilte, dürfen ab Mittwoch die Wochenmärkte für Lebensmittelhändler wieder öffnen. Die Abstände zwischen den Anbietern würden vergrößert und es gelte Maskenpflicht für alle.

15-Kilometer-Bewegungsradius wird aufgehoben

Der 15-Kilometer-Bewegungsradius wird laut Wiegand am Freitag in Halle aufgehoben. Die Eindämmungsverordnung des Landes sieht vor, die eingeschränkten Bewegungsradien aufzuheben, sobald die 7-Tage-Inzidenz fünf Tage hintereinander unter 200 liegt. Allerdings richte sich diese Norm nach den Werten des Robert-Koch-Instituts. Die Werte des RKI weichen mitunter von den Zahlen der Stadt ab. Laut Stadt lag die Inzidenz am Dienstag bei 185,17.

Auch der Bergzoo soll dem Oberbürgermeister zufolge am Freitag wieder öffnen. Die Besucherzahl werde auf 600 begrenzt. Der Zooladen und die Tierhäuser bleiben weiterhin geschlossen. Ein Imbiss soll für den Mitnehm-Verkauf öffnen. Zudem könnten auf Antrag die Vereine in den städtischen Sportanlagen das Training wieder aufnehmen.

Keine landesweiten Lockerungen in Sicht

Landesweite Lockerungen der Corona-Regeln sind dagegen nicht in Sicht. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte am Dienstag zur aktuellen Corona-Lage, es könne derzeit keine Öffnungsstrategie geben – Deutschlandweit nicht. "Wenn punktuell in den Orten oder den Kreisen, wo man eine bessere Inzidenz hat – kleiner oder um die 100 –  etwas diskutiert wird, dann handelt es sich um die Rücknahme von zusätzlichen Verschärfungen über unsere Verordnung hinaus", erklärte Haseloff. Solange der Wert landesweit nicht unter 50 läge – wie es derzeit in keinem Land der Fall sei – könne nicht über explizite Öffnungen nachgedacht werden.

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Recherche/Redaktion: MDR, dpa/Cornelia Winkler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 26. Januar 2021 | 16:00 Uhr

4 Kommentare

Micky Maus vor 4 Wochen

Alles außer Lockerungen sind bei Infektionszahlen knapp über 6.000 auch nicht mehr Vermittelbar.

Hierbei sollte man sich nicht von Berlin aus bevormunden lassen!

Micky Maus vor 4 Wochen

Alles außer Lockerungen sind bei Infektionszahlen knapp über 6.000 auch nicht mehr Vermittelbar.

Hierbei sollte man sich nicht von Berlin aus einschüchtern lassen!

Critica vor 4 Wochen

... kündigt erste Lockerungen an.
So kann man sich auch beliebt machen beim Volk. Und das Volk merkt es nicht mal, dieses Anbiedern.

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