Tschechoslowakischer Wolfshund
Er hat eine große Ähnlichkeit mit dem Wolf: der Tschechoslowakischer Wolfshund Bildrechte: IMAGO

Wilde Tiere Wolfshunde im Harz gesichtet

Wolfsähnliche Hunde werden in letzter Zeit im Harz immer wieder beobachtet. Das Landesamt für Umweltschutz geht davon aus, dass es sich um Tschechoslowakische Wolfshunde handelt. Wer ein solches Tier sieht, soll es der Polizei melden.

Tschechoslowakischer Wolfshund
Er hat eine große Ähnlichkeit mit dem Wolf: der Tschechoslowakischer Wolfshund Bildrechte: IMAGO

Im Harz werden immer wieder wolfsähnliche Hunde gesichtet. Das teilte das Landesamt für Umweltschutz mit. Die Behörde sei in letzter Zeit vor allem über Tiere im Kreis Mansfeld-Südharz informiert worden. Experten gehen davon aus, dass es sich um Tschechoslowakische Wolfshunde oder Mischlinge wolfsähnlicher Rassen handelt.

Kaum zu unterscheiden

Obwohl die Tiere dem Wolf sehr ähneln, gebe es Unterschiede. So hätten Kopf und Ohren eine andere Form. Auch die Länge der Beine und die Fellfarbe würden sich vom Wolf unterscheiden.

Nach Angaben des Umweltschutzbundes NABU ähneln die Wolfshunde den Wölfen so sehr, dass auch Experten die Tiere oft nur schwer unterscheiden könnten. Ein zweifelsfreies optisches Unterscheidungsmerkmal gebe es nicht. Den Nachweis können man nur mit einer DNA-Analyse der Kot-Spuren oder Fellreste erbringen. Im Verhalten der Tiere könne man beobachten, dass Wölfe den Schwanz fast immer gerade herunterhängend tragen. Bei Hunden sei dagegen sehr oft ein gehobener oder gebogener Schwanz zu sehen.

Das Landesamt weist darauf hin, dass entlaufene Hunde grundsätzlich eine Gefahr für Menschen und Nutztiere darstellen. Wer einen freilaufenden, wolfsähnlichen Hund beobachtet, solle die Polizei oder das Ordnungsamt informieren.

Wölfe greifen mehr Kälber an

Seitdem der Wolf in Sachsen-Anhalt wieder heimisch geworden ist, wird er in vielen Landesteilen immer wieder beobachtet. Mittlerweile sollen elf Rudel mit insgesamt 80 Tieren in Sachsen-Anhalt leben. Die Angriffe auf Nutztiere haben sich laut einem Bericht des Umweltministeriums  in diesem Jahr gehäuft. Zukünftig sollen Betroffene für den entstandenen Schaden schneller Ausgleichszahlungen erhalten. Vor allem Kälber wurden häufiger gerissen als im Vorjahr.

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Quelle: MDR/sp,mp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 22. Dezember 2017 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. August 2019, 11:37 Uhr

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2 Kommentare

23.12.2017 20:40 Dorfbewohner 2

Das war's mit der Reinrassigkeit von Wölfen!

23.12.2017 14:21 Icke 1

Die Rasse heißt im übrigen Tschechoslowakischer Wolfhund nicht Wolfshund ;) Das „s“ steht i. A. bei Hunden die zur Wolfsjagd genutzt wurden.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT:

Wir haben das nochmal recherchiert. Aber verschiedene Experten, darunter auch das Wolfskompetenzzentrum, spricht von Tschechoslowakischen Wolfshunden.

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