Ein aus der ferne beobachteter Sonnenuntergang.
Bildrechte: Unsplash/ros dagos

Erneute Hitzewelle Neuer Temperaturrekord auf dem Brocken

Hitzetag in Sachsen-Anhalt: Auf dem Brocken wurden neue Spitzenwerte gemessen, vielerorts lagen die Temperaturen bei über 35 Grad Celsius. Bis zum Nachmittag wurde der landesweite Hitzerekord allerdings nicht gebrochen. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

Ein aus der ferne beobachteter Sonnenuntergang.
Bildrechte: Unsplash/ros dagos

Schon wieder ein neuer Hitzerekord in Deutschland: Nachdem erst gestern eine neuer Höchstwert erreicht wurde, wurde nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im niedersächsischen Lingen mit 42,6 Grad Celsius am Donnerstagnachmittag ein neuer Hitzerekord aufgestellt. Und auch für einen Ort in Sachsen-Anhalt gab es einen neuen, vorläufigen Spitzenwert.

Denn nachdem besonders der Harz sehr warm in den Tag gestartet war, wurden auf dem Brocken nach vorläufigen DWD-Messungen um 12.40 Uhr 29,7 Grad Celsius gemessen. Damit ist der bisherigen Höchstwert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, aufgestellt am 20.08.2012 überboten worden. Damals lag der Tageshöchstwert bei 29,0 Grad Celsius.

Temperaturen vielerorts bei über 35 °C

Trotz dieses Rekords war der Brocken – im Vergleich zu allen anderen Messstationen des DWD – der "kälteste Ort" im Land. Am wärmsten in Sachsen-Anhalt war es wie so oft Bernburg. Am Mittag stieg die Temperatur dort auf über 39 Grad Celsius:

Auch sonst war es sehr heiß in Sachsen-Anhalt. Bis zum Nachmittag zeigten die vorläufigen Messdaten des DWD für folgende Spitzen-Temperaturen an:

Abkühlung in wenigen Tagen

Erst im vergangenen Jahr wurden in Bernburg mit 39,5 Grad Celsius ein neuer Hitzerekord für Sachsen-Anhalt aufgestellt. Dieser hatte jedoch nicht einmal ein Jahr Bestand. Am 30. Juni 2019 wurde der Wert erneut in Bernburg nur knapp, aber nachweisbar auf 39,6 Grad Celsius erhöht. Die 40 Grad Celsius-Marke hingegen wurde bisher landesweit nach offiziellen Messdaten noch nicht erreicht.

Einhergehend mit anhaltender Hitze sind oftmals auch längere Dürre-Perioden, die wiederum dafür sorgen, das die Gefahr für Waldbrände steigt. Aktuell ist im Norden Sachsen-Anhalts bereits die höchste Gefahrenstufe ausgerufen:

Besserung ist in Sicht, aber nicht sofort. Auch am Freitag gilt für Sachsen-Anhalt eine amtliche Warnung vor sehr hoher Wärmebelastung. Verbreitet werden Temperaturen um die 35 Grad Celsius erwartet. Zum Wochenende könnten die Temperaturen dann langsam sinken, spätestens am Sonntag sollen auch Schauer und Gewitter aufziehen.

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Quelle: MDR/mm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 25. Juli 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2019, 11:02 Uhr

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7 Kommentare

27.07.2019 20:11 Eulenspiegel 7

Hallo MaP 6
Und sie behaupten also bei Kohlekraftwerken gibt es das Problem nicht. Dann sollten sie sich mal mit der Arbeitsweise eines Kohlekraftwerkes Auseinandersetzen. Also meines Wissens unterscheiden sich Kohlekraftwerke und AKWs ausschließlich durch die Art und Weise wie das Wasser erhitzt wird.

26.07.2019 22:59 MaP 6

Man sollte vorsichtig sein mit der Abschaltung der Kohlekraftwerke. Wenn die Sommer weiter so heiß bleiben wie prognostiziert, kommt es immer öfter vor, dass (noch) vorhandene Kernkraftwerke abgeschaltet werden müssen, weil das Kühlwasser aus den Flüssen zu warm ist - wie jetzt erst geschehen an der Werra. Das könnte für die Stromversorgung fatal enden, denn die Alternativen fehlen noch. Ich möchte ja auch nicht in unserer schönen Landschaft diese häßlichen Windräder rumstehen haben. Habe jetzt erst vor kurzem gesehen, wie die Landschaft in Brandenburg und Mecklenburg- Vorpomm.verschandelt wurde.

26.07.2019 11:20 Bernd 5

@2 es gibt Kraftwerke die haben in 2 Monaten den CO2 Ausstoss den Schkopau in einem Jahr hat und sind auch aelter. Macht wohl mehr Sinn dort anzusetzen.

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