Vor dem Abriss Letzter Gang durchs einstige Grandhotel in Schierke

Ruine des früheren Hotels Heinrich Heine
"Das 'Heine' ist ein Mythos gewesen", erinnert sich die ehemalige Hotelsekretärin Rosemarie Bahn. Seit 1995 ist das Hotel "Heinrich Heine" geschlossen und das einstige Prunkstück verfällt zusehends. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Ruine des früheren Hotels Heinrich Heine
"Das 'Heine' ist ein Mythos gewesen", erinnert sich die ehemalige Hotelsekretärin Rosemarie Bahn. Seit 1995 ist das Hotel "Heinrich Heine" geschlossen und das einstige Prunkstück verfällt zusehends. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Blick auf Eingangsportal des Hotels Heinrich.
Im Frühjahr 2016 soll es abgerissen werden. Der MDR konnte einen letzten Blick in das Hotel werfen. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Die kapuute Außenfassade mit herausgebrochenen Mauerstücken.
Im Jahr 1900 wurde das Haus als "Hotel Fürst zu Stolberg" eröffnet. Die Schönen und Reichen entdeckten den Wintersport im Harz für sich. Schierke wurde zum St. Moritz des Nordens. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Zugenageltes Fenster
Den Gästen fehlte es an nichts: Zentralheizung, Warmwasser, Restaurant und sogar eine eigene Rodelbahn. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
kaputter Fußboden
Der Zweite Weltkrieg zerstörte die Idylle. Aus dem Hotel wurde ein Lazarett und eine provisorische Entbindungsstadtion. Mehr als 130 Kinder kamen hier zur Welt. Viele "Heine-Kinder" kommen immer wieder in Schierke vorbei. Im vergangenen Jahr kam es gar zu einem großen Treffen. Einige "Heine-Kinder" trafen sich nach 70 Jahren zum ersten Mal. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Ein abgesperrter Durchgang.
Dabei kam der Name "Heinrich Heine" erst Jahre nach dem Krieg - 1950. Der frühere Adelstitel konnte als Name nicht weiter bestehen. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Innenraum eines total verfallenen Gebäudes
Das Hotel wurde in der Zeit danach zum exklusiven Urlaubsort für die DDR-Prominenz und -Politik. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Innenraum des verfallenen Gebäudes
80 bis 120 DDR-Mark kostete eine Nacht im "Heine" - eine immense Summe für die damalige Zeit. Trotzdem war das Hotel immer ausgebucht. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Die verfallene Drehtür eines früheren Hotels.
Seit 1995 sind die Türen im Grandhotel geschlossen. Nach der Wende konnte das Haus mit der Konkurrenz im Westen nicht mehr mithalten. Was vor der Wende noch gut war, verlor seinen Charme. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Der mit Spinnenweben überzogener Hoteleingang.
Die Tage des "Heinrich Heine" sind gezählt. Das Haus wird abgerissen, aber die Erinnerung, der "Mythos", wird weiterleben. Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
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