Schild mit Aufschrift Straße der Romanik - Burg Querfurt, dahinter eine Burg
Die Straße der Romanik wurde 1993 auf der Burg Querfurt im Saalekreis eröffnet. Bildrechte: IMAGO

Tourismus-Jubiläum Sachsen-Anhalt feiert 25 Jahre Straße der Romanik

Sie ist rund 1.000 Kilometer lang und lockt jedes Jahr mehr als eine Million Besucher nach Sachsen-Anhalt – die Straße der Romanik. Mit einer Festwoche wird nun im ganzen Land ihre Eröffnung vor 25 Jahren gefeiert. Höhepunkt soll der Romaniktag am 12. Mai sein.

Schild mit Aufschrift Straße der Romanik - Burg Querfurt, dahinter eine Burg
Die Straße der Romanik wurde 1993 auf der Burg Querfurt im Saalekreis eröffnet. Bildrechte: IMAGO

Die Straße der Romanik ist einzigartig für ganz Deutschland: Seit mittlerweile 25 Jahren verläuft sie wie eine große Acht durch Sachsen-Anhalt und verbindet 88 mittelalterliche Bauwerke. Sie stammen aus den Jahren 950 bis 1250 und locken laut Tourismusverband jedes Jahr mittlerweile 1,5 Millionen Besucher an. Damit hat sich die Zahl seit Beginn verdoppelt. Das wird nun mit Musik, Führungen und Kulinarik gefeiert. Den Auftakt bilden Festkonzerte an diesem Sonntag in der Quedlinburger Stiftskirche und am Montag im Magdeburger Dom.

Reiserouten ein Bestseller

Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) sagte: "Wir merken ganz allgemein im Tourismus, dass das Anbieten von Reiserouten durchaus ein Bestseller ist." Das gelte natürlich auch für die Straße der Romanik. Sie war im Mai 1993 eröffnet worden, wurde mit den Jahren erweitert und umfasst nun auf einer Länge von mehr als 1.000 Kilometern Bauwerke wie den Dom in Havelberg, das Wasserschloss Westerburg oder die Rudelsburg bei Bad Kösen. Insgesamt führt die Route durch 73 Orte in Sachsen-Anhalt, den Mittelpunkt bildet Magdeburg.

Das Kamerateam filmt Victoria Herrmann und Andreas Neugeboren in Kreuzgang
Die für die Romanik typischen Rundbögen Bildrechte: MDR/Oliver Hauswald

Laut Tourismusverband Sachsen-Anhalt ist die Straße der Romanik eine der Top-10-Ferienstraßen in Deutschland. Das gelte, so Geschäftsführerin Bärbel Schön, mit Blick auf die Zahl der Besucher, aber auch mit Blick auf die Qualität. Daran haben auch viele Ehrenamtliche ihren Anteil, wie die Einwohner von Sandau im Norden von Sachsen-Anhalt. Ihrer romanischen, im Krieg schwer beschädigten Kirche, haben sie mit Hartnäckigkeit und knapp zwei Millionen Euro Fördermitteln wieder Leben eingehaucht.

"Es hat mit Heimatliebe zu tun gehabt, weil das eine offene Wunde für Sandau gewesen ist", sagte Wolfgang Hellwig vom Förderverein Kirchturm Sandau MDR SACHSEN-ANHALT. Der Bau aus dem dem 12. Jahrhundert steht heute wieder stolz da. Die Schwierigkeit, wie bei vielen Dorfkirchen ist es jedoch, sie für Besucher täglich offen zu halten – und nicht nur an den Wochenenden.

Ehrenamtliche unentbehrlich

In Sandau hat man dafür eine Lösung gefunden. "Da gibt es einen richtigen Dienstplan", erzählt der engagierte Sandauer Wolfgang Hellwig. Damit die einzelnen Mitglieder nicht zu lange ehrenamtlich arbeiten müssten, gäbe es nun Schichten. "Wir haben eine Frühschicht, eine Mittagsschicht und eine Spätschicht", sagt er stolz. Das lohnt sich, denn von Jahr zu Jahr kommen mehr Besucher. Inzwischen sind es 3.000 bis 5.000, die dem 1.000-Einwohner-Ort einen Besuch abstatten.

Als Höhepunkt der Festwoche soll es in Sandau und in allen anderen Orten entlang der Straße der Romanik am 12. Mai dutzende Veranstaltungen geben. Dann findet der Romaniktag statt. Geplant sind beispielsweise ein Ritterfest mit Mittelalterschmaus auf der Burg Falkenstein und ein Theaterspaziergang auf der Freyburger Neuenburg. Im ganzen Jahr 2018 soll es zudem zusätzliche Veranstaltungen geben, die noch mehr Besucher auf die nun 25 Jahre alte Straße der Romanik aufmerksam machen sollen.

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Quelle: MDR/dpa/lk

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. Mai 2018 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. Mai 2018, 10:51 Uhr

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